Masterarbeit, 2021
99 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Medienaneignung
2.1.1. Der Domestizierungsansatz
2.1.2. Merkmale des Domestizierungsansatzes
2.1.3. Dimensionen der Domestizierung
2.1.4. Die Aneignung von Fernsehinhalten – Frühe Medienethnografien
2.2. Das Genre True Crime
2.2.1. True Crime heute
2.2.2. Die Aneignung von True Crime Stories
2.3. Podcasts – vom Nischen- zum Mainstream-Medium
3. True Crime Podcasts
4. Methodik der qualitativen Forschung
4.1. Vorgehensweise der themenzentrierten Interviews
4.2. Auswahl der Befragten
4.3. Auswertung in Anlehnung an Kuckartz
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1. Nutzungssituationen
5.1.1. Zuhause als Nutzungssituation
5.1.2. Unterwegs als Nutzungssituation
5.2. Nutzungsmotive
5.2.1. Informationsinteresse als Nutzungsmotiv
5.2.2. Entspannung als Nutzungsmotiv
5.2.3. Unterhaltung als Nutzungsmotiv
5.3. Inhalte
5.3.1. Präferierte Podcasts als Inhalt
5.3.2. Präferierte Themen als Inhalt
5.3.3. Emotional berührende Inhalte als Inhalt
5.3.4. Format als Inhalt
5.3.5. Host(s) als Inhalt
5.3.6. Medium als Inhalt
5.4. Aneignungspraktiken
5.4.1. Gespräch als Aneignungspraktik
5.4.2. Einholung von Kontextinformationen als Aneignungspraktik
5.4.3. Persönliche Auseinandersetzung als Aneignungspraktik
5.4.4. Binge Hearing als Aneignungspraktik
5.4.5. Paralleltätigkeiten als Aneignungspraktik
5.4.6. Alleinnutzung als Aneignungspraktik
5.4.7. Unterbrechung als Aneignungspraktik
5.4.8. Chronologie des Hörens als Aneignungspraktik
6. Analyse der Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Aneignung von True-Crime-Podcasts durch junge Frauen und bettet diese in den theoretischen Rahmen der Medienaneignung ein. Das primäre Ziel besteht darin, die Forschungsfrage zu beantworten, weshalb und in welchen Kontexten sich junge Frauen True-Crime-Podcasts aneignen und wie diese in ihren Alltag integriert werden.
5.1.1. Zuhause als Nutzungssituation
Alle befragten jungen Frauen hören True Crime Podcasts zu Hause, während sie den Haushalt erledigen – teilweise erwähnen sie Tätigkeiten wie spülen, Staub wischen, putzen, Wäsche machen und staubsaugen oder sprechen allgemein von Haushalt (vgl. Anhang B1, Z. 225-228; B2, Z. 95-102, 113f., 639-645; B3, Z. 592-599, 610-621, 657-662, 683-685; B4, Z. 46f., B5, Z. 32f., 386, 392-396; B6, Z. 234; B7, Z. 202-204; B8, Z. 137f.; B9, Z. 152f., 173f., 523f.). Darüber hinaus werden die TCP von vier der jungen Frauen während des Kochens und des Backens genutzt (vgl. Anhang B2, Z. 95-99, 639-645; B3, Z. 593, 610-621; B5, Z. 386, 392-396; B7, Z. 202-204).
Zudem hört die Befragte 3 (vgl. Anhang B3, Z. 594f.) die Podcasts, während sie zu Hause puzzelt, wohingegen die Befragte 7 (vgl. Anhang B7, Z. 6) dabei zu Hause bastelt. Die Befragte 4 und die Befragte 1 legen sich zu Hause „einfach nur auf die Couch“ (Anhang B4, Z. 42-4) oder „einfach mal auf's Sofa oder woanders hin [...]“ (Anhang B1, Z. 108f.) um nur den Podcasts zuzuhören. Zum Einschlafen hören vier (vgl. Anhang B1, Z. 116; B3, Z. 346, 597; B4, Z. 42-44; B8, Z. 152f.) der insgesamt neun befragten Frauen die Podcasts.
Zudem rezipieren die Befragte 1 und die Befragte 3 TCP, während sie sich zu Hause für den Tag fertig machen (vgl. Anhang B1, Z. 225-228; B3, Z. 596-598). Außerdem werden die Podcasts teilweise während des Duschens (vgl. Anhang B3, Z. 596f.) und Badens gehört (vgl. Anhang B2, Z. 639f.; B8, Z. 271-273).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Popularität des True-Crime-Genres ein, begründet die Relevanz der Untersuchung für die Medienaneignungsforschung und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert den theoretischen Rahmen der Medienaneignung, insbesondere den Domestizierungsansatz, sowie die Charakteristika und Entwicklung des True-Crime-Genres.
3. True Crime Podcasts: Hier wird der Forschungsstand zu True-Crime-Podcasts zusammengefasst, wobei Studien zu Nutzungsmotiven und zur Perspektive der Rezipientinnen und Produzenten beleuchtet werden.
4. Methodik der qualitativen Forschung: In diesem Kapitel wird die qualitative Interviewmethode erläutert, die Auswahl der befragten jungen Frauen beschrieben und das Vorgehen der Datenauswertung nach Kuckartz dargelegt.
5. Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die durch die qualitative Inhaltsanalyse gewonnenen Ergebnisse systematisch anhand der Hauptkategorien Nutzungssituationen, Nutzungsmotive, Inhalte und Aneignungspraktiken präsentiert.
6. Analyse der Ergebnisse: Dieses Kapitel führt die Forschungsergebnisse zusammen, setzt sie in Bezug zum theoretischen Teil sowie zu bestehenden Studien und beantwortet die zentrale Forschungsfrage.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Aneignung von True-Crime-Podcasts durch junge Frauen zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.
True Crime, Podcasts, Medienaneignung, Domestizierungsansatz, qualitative Inhaltsanalyse, junge Frauen, Nutzungssituationen, Nutzungsmotive, Aneignungspraktiken, Alltagsintegration, Rezeptionsforschung, Mediennutzung, Serial Effect, Podcasts, True Crime Stories
Die Arbeit befasst sich mit der qualitativen Analyse der Medienaneignung von True-Crime-Podcasts durch junge Frauen und deren Einbettung in den Alltag.
Zentrale Themen sind die Medientheorie der Aneignung, die Besonderheiten des True-Crime-Genres und die spezifischen Nutzungsgewohnheiten von Podcasts.
Die Forschungsfrage lautet, weshalb und in welchen Kontexten sich junge Frauen True-Crime-Podcasts aneignen und wie sie diese in ihren Alltag einbetten.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode angewandt, basierend auf neun themenzentrierten Einzelinterviews, die mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, den Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Ergebnisse sowie deren detaillierte Analyse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem True Crime, Medienaneignung, Podcasts, Domestizierungsansatz, Aneignungspraktiken und Alltagsintegration.
Die Arbeit zeigt, dass die Faszination durch die Kombination aus Unterhaltung, Informationsinteresse an der Psyche von Täterinnen und Tätern sowie die emotionale Involvierung und der Respekt gegenüber Opfern begründet liegt.
Das Smartphone ist das zentrale Medium für die Podcasts-Rezeption, welches durch seine Mobilität und die Nutzung von Streaming-Apps eine flexible Einbettung in diverse Alltagskontexte ermöglicht.
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