Bachelorarbeit, 2021
68 Seiten, Note: 1,0
1. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
1.1 Wer Psychologie studiert
1.2 Die Suche nach Auswahlkriterien
1.3 Forschungsbefunde zur Hochschulzugangsberechtigung in der Psychologie
1.4 Die Entwicklung von Studierfähigkeitstests für die Psychologie
1.5 Kritik an der Hochschulzugangsberechtigung als (alleiniger) Prädiktor für Studienerfolg
1.6 Die Koppelung des Bildungserfolgs an die soziale Herkunft
1.7 Belastungen: Einkommen und Zeit als relevante Prädiktoren für Studienerfolg
1.7.1 Hochschulzugangsberechtigung als ungeeigneter Prädiktor für die Studiendauer
1.7.2 Einfluss der Erwerbstätigkeit und Zeit auf den Studienerfolg
1.8 Fragestellung und Hypothesen
2. Methodisches Vorgehen
2.1 Versuchsdesign und Durchführung
2.2 Stichprobe
2.3 Untersuchungsmaterial
2.4 Operationalisierung der Fragestellungen
2.4.1 Erfassung der soziodemographischen Variablen
2.4.2 Empirische Hypothesen
3. Ergebnisse
3.1 Statistische Analyse
3.1.1 Allgemeines
3.1.2 Demographische Stichprobencharakteristika
3.1.3 Dateninspektion und Datenaufbereitung
3.1.4 Umgang mit fehlenden Werten
3.2 Item- und Indikatorenanalyse
3.3 Korrelationsmatrix aller Indikatoren
3.4 Prüfung der Voraussetzungen der multiplen Regression
3.4.1 Spezifikation des Modells
3.4.2 Multikollinearität
3.4.3 Ausreißer und einflussreiche Datenpunkte
3.4.4 Messfehlerfreiheit der Prädiktoren
3.4.5 Unabhängigkeit der Residuen
3.4.6 Normalverteilung der Residuen auf Populationsebene
3.4.7 Homoskedastizität auf Populationsebene
3.5 Hypothesentestung
3.5.1 Hypothese 1
3.5.2 Hypothese 2a
3.5.3 Hypothese 2b
3.5.4 Hypothese 3a
3.5.5 Hypothese 3b
3.5.6 Hypothese 3c
4. Diskussion
Die Arbeit untersucht, ob die Hochschulzugangsberechtigung (HZB) ein geeigneter Prädiktor für den Studienerfolg im Fach Psychologie ist und inwiefern zusätzlich die zeitliche Belastung durch Erwerbstätigkeit, das Bachelorstudium selbst sowie andere Tätigkeiten den Erfolg beeinflussen.
1.2 Die Suche nach Auswahlkriterien
Gerade wegen der hohen Basisrate und der knappen Anzahl an Studienplätzen stellt sich die Frage nach fairen und objektiven Auswahlkriterien. Das Bundesverfassungsgericht (2018) mahnte in seinem Urteil vom 19. Dezember 2017 an, „dass bei der Verteilung knapper Studienplätze entsprechende Regelungen angewendet werden müssen, die sich am Kriterium der Eignung orientieren, wobei die zur Vergabe knapper Studienplätze herangezogenen Kriterien auch die Vielfalt der möglichen Anknüpfungspunkte zur Erfassung der Eignung berücksichtigen sollen“.
Welche Kriterien gibt es, die die Eignung, wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert, berücksichtigen?
Das Urteil spricht davon, dass zur Erfassung der Eignung, die Hochschulen nicht nur die Abiturgesamtnote als Auswahlkriterium verwenden dürfen, sondern ein ergänzendes, nicht schulnotenbasiertes Auswahlkriterium (Deutsche Gesellschaft für Psychologie [DGPs], 2018). Was genau zur Eignung herangezogen werden sollte und wenn überhaupt vorhanden, diese „Vielzahl an Möglichkeiten“ zur Erfassung der Eignung aussehen könnte, damit beschäftigte sich ein Diskussionsforum der Psychologischen Rundschau [siehe Diskussionsforum in der Psychologischen Rundschau, 2005, Band 56 (2)]. In der Debatte ging es vor allem um die prognostische Güte bekannter und bereits von den Hochschulen in Anwendung befindlicher Auswahlverfahren, bspw.: unstrukturierte Interviews, schriftliche Begründungen oder Hinzunahme von Fachnoten zu der Abiturdurchschnittsnote (Schmitt, 2005). Dabei wurde der Mangel, vor allem an wissenschaftlicher Fundierung der Verfahren und der fehlenden Berücksichtigung ihrer (prognostischen) Validität, inkrementellen Validität, Fairness, Nützlichkeit und dem Einfluss von Störfaktoren, sowie den daraus folgenden Verzerrungen der Ergebnisse, kritisiert (Schmitt, 2005; Trost, 2005). Es wurde im Forum diskutiert, dass die Abiturdurchschnittsnote als der beste Einzelprädiktor für Studienerfolg gilt (Trost, 2005), jedoch auch Einschränkungen bezogen auf die Vergleichbarkeit von Schule zu Schule bzw. Bundesland zu Bundesland aufweist (Stemmler, 2005).
1. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet die aktuelle Situation im Psychologiestudium, diskutiert die Validität der Hochschulzugangsberechtigung und führt theoretische Ansätze sowie frühere Studien zur Vorhersage des Studienerfolgs ein.
2. Methodisches Vorgehen: Hier werden das ex post facto Design, die Datenerhebung via Online-Fragebogen bei Masterstudierenden der Philipps-Universität Marburg und die Operationalisierung der Variablen (HZB, Zeitaufwand, Abschlussnote) detailliert beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Analyse der Daten, inklusive der Prüfung der Regressionsvoraussetzungen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Pfadmodell und multipler Regression.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden in den theoretischen Kontext eingeordnet, Limitationen der Studie (wie die geringe Stichprobengröße und retrospektive Erhebung) erörtert und Implikationen für zukünftige Forschung sowie die Studierendenauswahl abgeleitet.
Studienerfolg, Psychologiestudium, Chancengleichheit, Hochschulzugangsberechtigung, Studienplatzvergabe, Auswahlkriterien, Studierendenauswahl, Bachelorstudium, Erwerbstätigkeit, Zeitmanagement, Validität, Regressionsanalyse, Masterstudierende, Bildungserfolg, Studienbelastung.
Die Arbeit untersucht, ob die Hochschulzugangsberechtigung (Abiturnote) ein valider Prädiktor für den Studienerfolg in Psychologie ist und welche weiteren Faktoren, wie zeitliche Belastungen, diesen Erfolg beeinflussen.
Zentral sind die Themen Studienplatzvergabe, die Rolle der Abiturnote als Auswahlkriterium, die Vereinbarkeit von Studium und Erwerbstätigkeit sowie der Einfluss persönlicher Zeitgestaltung auf die Abschlussnote.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob die Abiturnote den Studienerfolg (operationalisiert als Bachelorabschlussnote) auch dann noch signifikant vorhersagt, wenn verschiedene zeitliche Belastungen statistisch kontrolliert werden.
Es wurde eine retrospektive ex post facto Studie durchgeführt. Die Daten wurden mittels Online-Fragebogen bei N=41 Masterstudierenden erhoben und mittels multipler Regression sowie Pfadmodellen statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Literaturrecherche zur Eignungsdiagnostik, die Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie eine umfassende statistische Ergebnisdarstellung und deren kritische Diskussion.
Wichtige Begriffe sind Studienerfolg, Hochschulzugangsberechtigung, Erwerbstätigkeit während des Studiums, Selektionsverfahren und Eignungsdiagnostik im Psychologiestudium.
Die Abiturnote wird kritisiert, da ihre Vergleichbarkeit zwischen Bundesländern und Schulen begrenzt ist und sie primär vergangene Schulleistungen bewertet, anstatt spezifische Eignungen für das Psychologiestudium abzubilden.
Der Autor schlussfolgert, dass neben der Abiturnote weitere Prädiktoren bei der Auswahl von Studierenden berücksichtigt werden sollten, um faire und wissenschaftlich fundierte Zulassungsverfahren zu gewährleisten.
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