Bachelorarbeit, 2017
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffliche Grundlagen zu Psychological Ownership
3 Entstehung von Psychological Ownership
3.1 Motivationale Grundlagen
3.2 Objektbezogene Grundlagen
4 Einflussfaktoren der Entstehung von Psychological Ownership
4.1 Theoretische Grundlagen zu den Einflussfaktoren von Psychological Ownership
4.2 Mitarbeiterseitige empirische Befunde
4.3 Kundenseitige empirische Befunde
4.4 Fazit zu den kundenseitigen Erkenntnissen
5 Wirkungen von Psychological Ownership
5.1 Theoretische Grundlagen zu den Wirkungen von Psychological Ownership
5.2 Mitarbeiterseitige empirische Befunde
5.3 Kundenseitige empirische Befunde
5.4 Fazit zu den kundenseitigen Erkenntnissen
6 Managementimplikationen
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das bislang wenig systematisierte Konzept des kundenseitigen Psychological Ownerships wissenschaftlich einzuordnen. Dabei wird untersucht, welche Einflussfaktoren die Entstehung dieses psychologischen Besitzgefühls beim Kunden begünstigen und welche ökonomischen Wirkungen daraus für Unternehmen resultieren, wobei Erkenntnisse aus der Organisationsforschung zur Übertragung genutzt werden.
3.2 Objektbezogene Grundlagen
Neben der Frage nach dem Warum haben sich die Autoren auch mit der Frage beschäftigt, wie Psychological Ownership entsteht und drei Entstehungsmechanismen („routes“) vorgeschlagen, die zu PO führen sollen. Diese bestehen darin, Kontrolle über das Zielobjekt zu besitzen, sowie intimes Wissen über und Vertrautheit zu diesem zu haben als auch die Investition des Selbst in das Zielobjekt.
Wie bereits erwähnt, fördert das Ausüben von Kontrolle die Entstehung von Psychological Ownership. Nach Furby ist die Wahrnehmung des Objektes als Teil des Selbst umso intensiver, je höher die ausgeübte Kontrolle diesem gegenüber ist. Objekte, über die ein Individuum keine Kontrolle ausüben kann oder über die andere die Kontrolle halten, werden folglich nicht als Teil des Selbst erlebt. Durch das von Individuen wahrgenommene Maß an auszuübender Kontrolle sehen sich diese als Ursache für Veränderungen in ihrer Umgebung. Demnach erleben Individuen besonders für jene Objekte Psychological Ownership, bei denen sie die meiste Kontrolle ausüben können.
Im Mittelpunkt des als zweitgenannten Mechanismus steht die Verbindung bzw. Beziehung zwischen dem Individuum und dem Zielobjekt. Durch eine ständige Interaktion des Individuums mit dem Objekt sammelt es Erfahrungen, entwickelt ein intimes und detailliertes Wissen zum Objekt und baut eine entsprechende Vertrautheit auf. Infolgedessen werden das Individuum und das Objekt eins und es entsteht diesem gegenüber Psychological Ownership. Dabei wird vermutet, dass je mehr Wissen und Informationen über das Objekt vorhanden sind, desto enger die Verbindung zu diesem wahrgenommen und desto stärker das Erleben von PO wird. Allerdings betonen die Autoren, dass das Wissen alleine nicht ausreicht, damit sich PO entwickeln kann. Vielmehr geschieht dies durch die Intensität der Interaktion mit dem Objekt.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die psychologische Bedeutung von Besitz ein, definiert das Konzept des Psychological Ownerships im organisationalen Kontext und leitet daraus die Relevanz für die kundenseitige Marketingforschung ab.
2 Begriffliche Grundlagen zu Psychological Ownership: In diesem Kapitel wird das theoretische Kernverständnis von Psychological Ownership als komplexer kognitiver und affektiver Erlebniszustand definiert und vom formalen juristischen Eigentum abgegrenzt.
3 Entstehung von Psychological Ownership: Hier werden die motivationalen Antreiber (Motive) sowie die drei zentralen Mechanismen (Kontrolle, Wissen/Vertrautheit, Selbstinvestition) erläutert, die zur Entwicklung von Psychological Ownership führen.
4 Einflussfaktoren der Entstehung von Psychological Ownership: Dieses Kapitel analysiert sowohl theoretisch als auch anhand empirischer Befunde bei Mitarbeitern und Kunden, welche Rahmenbedingungen und Produktmerkmale die Entstehung des Besitzgefühls fördern.
5 Wirkungen von Psychological Ownership: Hier werden die positiven (z.B. Commitment, Loyalität) und potenziell negativen Auswirkungen von Psychological Ownership auf Einstellungen und Verhaltensweisen in Arbeits- und Kundenkontexten untersucht.
6 Managementimplikationen: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen werden praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen abgeleitet, um Psychological Ownership gezielt durch Produktdesign, Kommunikationsstrategien und Kundenmitwirkung zu fördern.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, kritisiert die theoretische Übertragbarkeit der Ergebnisse aus der Organisationsforschung auf Kunden und identifiziert zukünftige Forschungsbedarfe.
Psychological Ownership, Besitzgefühl, Eigentum, Kundenloyalität, Marketingforschung, Organisationsforschung, Kontrolle, Selbstwirksamkeit, Kundenmitwirkung, Produktberührung, Commitment, Kundenzufriedenheit, Konsumentenverhalten, Identifikation, Managementimplikationen.
Die Arbeit untersucht das Konzept des "Psychological Ownership" (psychologisches Eigentumsgefühl) und überträgt dieses aus der Organisationspsychologie auf den Marketingkontext, um zu verstehen, wie Kunden ein Gefühl von Besitz gegenüber Produkten entwickeln.
Die zentralen Themen sind die Entstehungsursachen des Gefühls, "Eigentümer" eines Objekts zu sein, die empirisch belegten Einflussfaktoren auf diesen Prozess sowie die resultierenden verhaltensbezogenen Wirkungen beim Kunden.
Das Ziel ist die Systematisierung bestehender Erkenntnisse zu Psychological Ownership bei Kunden und die Beantwortung der Frage, wie Unternehmen diese Mechanismen nutzen können, um Kundenloyalität und positive Kaufabsichten zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der einschlägigen Fachliteratur und einer Zusammenführung sowie kritischen Würdigung empirischer Primärstudien sowohl aus der Organisations- als auch aus der Marketingforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der motivationalen und objektbezogenen Ursachen, die Analyse empirischer Faktoren wie Produktberührung oder Mitwirkung sowie die Untersuchung der Wirkungen auf Commitment und Kundenverhalten.
Die wichtigsten Begriffe sind Psychological Ownership, Besitzgefühl, Kundenloyalität, Konsumentenverhalten, Kontrolle und Managementimplikationen.
Im Gegensatz zum formalen Eigentum, welches rechtlich geschützt ist, ist Psychological Ownership ein subjektiver Erlebniszustand, bei dem das Individuum ein Objekt als "meins" oder "unseres" empfindet, ohne zwingend die rechtlichen Rechte oder Pflichten eines Eigentümers zu besitzen.
Empirische Studien zeigen, dass physische Kontrolle durch Berührung ein entscheidender Faktor ist, um das Gefühl von Besitz zu induzieren, wobei dieser Effekt sogar bei virtuellen Berührungen (z.B. via Touchscreen) nachweisbar ist.
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