Bachelorarbeit, 2020
39 Seiten
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Mediendidaktik
2.2 Mediatisierung
2.3 Social Media
3. Das Verhältnis zwischen Religion und Medien
3.1 Religion in Fernsehen, Social Media und Co.
3.1.1 Verwendung Religiöser Bilder
3.1.2 Entwicklung bis zum aktuellen Stand
3.2 Veränderung Religionspädagogischer Strukturen
3.2.1 Auswirkungen der Neuen Medien auf die Religionspädagogik
3.2.2 Vorschlag zur Einbindung neuer Medien in den Unterricht
3.2.3 Entwicklung und aktueller Stand
4. Kritische Gegenüberstellung der Pro- und Kontra-Argumente zur Mediennutzung
5. Ursachen und Einflussfaktoren
6. Lösungsansatz
7. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion, um die Relevanz der Medienbildung im religionspädagogischen Kontext zu bestimmen. Ziel ist es, Chancen und Risiken zu identifizieren und Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Bildungsvermittlung zu entwickeln.
3.1.1 Verwendung Religiöser Bilder
Apps wie Instagram und Snapchat basieren auf einem Geschäftsmodell, welches Kommunikation mittels Bilder unterstützt. Das Erfolgsgeheimnis solcher „Social Media“ Plattformen wie Instagram ist unter anderem in der menschlichen Natur begründet, da visueller Content auf emotionaler Ebene wirkt und eine Verbindung zum Rezipienten schafft. Das menschliche Gehirn verarbeitet visuelle Informationen rund 60.000 Mal schneller als das geschriebene Wort. Ein weiterer Grund für den Erfolg ist die Struktur der Plattform, dem Benutzer wird jeweils nur ein Foto im Feed angezeigt, es wird auf große Werbebanner verzichtet und es werden minimalistische Buttons und gedeckte Farbtöne verwendet.20 Beim Öffnen dieser Apps wird der Benutzer sofort mit Bildern konfrontiert, von Freunden, Bekannten aber auch von völlig fremden Menschen und Prominenten. Nach diesem Prinzip entstand auch ein neuer Beruf, der des „Influencers“. „Influencer“ sind Personen mit einer Vielzahl von Abonnenten, welche als eine Art menschliche Werbetafel fungieren. Sie haben gewisse Kooperationen mit Firmen und werben die Produkte dieser Firmen mit Bildern oder „Stories“ an. Es ist nicht verwunderlich, dass viele Jugendliche diesen Beruf mit wenig Arbeit assoziieren und es sich somit zum Ziel machen Influencer zu werden. Der „pictorial turn“ beschreibt das Phänomen der Bilderlastigkeit der heutigen Zeit, in dem er die Prävalenz des Bildes dem geschriebenen Wort gegenüber konstatiert.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Mediendidaktik vor dem Hintergrund der Pandemie und der Allgegenwärtigkeit neuer Medien für Jugendliche ein.
2. Begriffsdefinition: Zentrale Konzepte wie Mediendidaktik, Mediatisierung und Social Media werden definiert, um ein theoretisches Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Das Verhältnis zwischen Religion und Medien: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Religion in Medien erscheint, analysiert religiöse Bildwelten und diskutiert die notwendige Anpassung religionspädagogischer Strukturen.
4. Kritische Gegenüberstellung der Pro- und Kontra-Argumente zur Mediennutzung: Eine Analyse der Chancen (Toleranz, Informationszugang) und Gefahren (Identitätskrisen, Cyber-Mobbing) im virtuellen Raum wird durchgeführt.
5. Ursachen und Einflussfaktoren: Es werden soziologische und mediale Faktoren untersucht, die den Wandel religiöser Strukturen und das Verhalten Jugendlicher beeinflussen.
6. Lösungsansatz: Die Arbeit schlägt Blended-Learning und die Förderung von Medienkompetenz als Weg vor, um Religion zeitgemäß und auf Augenhöhe zu vermitteln.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Medien und Religion eng verwoben sind und plädiert für eine aktive, reflektierte Medienerziehung im religiösen Kontext.
Medienbildung, Religionspädagogik, Mediatisierung, Social Media, Mediendidaktik, Digital Natives, Religion, Digitale Medien, Identitätsbildung, Blended-Learning, Medienkompetenz, Religion in den Medien, Religiöse Symbole, Bildkommunikation
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die religionspädagogische Praxis.
Die Arbeit thematisiert die Mediatisierung der Gesellschaft, die Rolle von Social Media für Jugendliche, die Präsenz von Religion in modernen Medien und die Entwicklung von Medienkompetenz.
Die Forschungsfrage lautet, welche Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion bestehen, wie diese bildungsrelevant sind und wie die Religionspädagogik auf diese Veränderungen reagieren kann.
Die Autorin nutzt die Methode der Sekundärforschung, indem sie vorhandene Forschungsergebnisse und Literatur systematisch analysiert und zusammenführt.
Der Hauptteil analysiert das Verhältnis von Religion und Medien, untersucht die Verwendung religiöser Bilder, betrachtet die veränderten religionspädagogischen Strukturen und stellt Pro- und Kontra-Argumente der Mediennutzung gegenüber.
Wesentliche Begriffe sind Medienbildung, Religionspädagogik, Mediatisierung, Social Media, Identitätsbildung und Medienkompetenz.
Die Arbeit sieht den Online-Unterricht als wichtige, aber unzureichende Alternative zum Präsenzunterricht, da der persönliche Kontakt für die psychische Entwicklung von Jugendlichen unerlässlich bleibt.
Die Autorin empfiehlt ein Blended-Learning-Modell, das die Vorteile von Präsenzphasen mit digitalen Lerneinheiten verbindet, um Medienkompetenz und religiöses Lernen effektiv zu fördern.
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