Magisterarbeit, 2008
75 Seiten, Note: 2,0
Einführung
1. Gegenstand der Untersuchung
1.1. Sinn des Bloggens
1.2. Definition von Weblogs
1.3. „Der“ oder „das“ Weblog
1.4. Bestandteile von Weblogs
2. Chats, E-Mails und Weblogs im linguistischen Vergleich
2.1. Chats vs. Weblogs
2.1.1. Chatten- Plaudern mit anderen Mitteln
2.1.2. Chats und Weblogs, zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
2.1.3. Strukturanalyse
2.1.4. Fazit
2.2. E-Mails vs. Weblogs
2.2.1. Die E-Mail Forschung
2.2.2. Einflüsse des E-Mail-Kanals auf die Schreibkompetenz
2.2.3. Charakteristika der E-Mails Kommunikation
2.2.4. Fazit
3. Linguistische Analyse
3.1. Konzeptionell mündlich oder konzeptionell schriftlich
3.2. Transferformen
3.3. Orthographisches System
3.3.1. Groß- und Kleinschreibung
3.3.2. Flüchtigkeitsfehler
3.3.3. Hervorhebungen
3.3.4. Zusammenschreibung
3.3.5. Graphische Gestik
3.4. Lexikalische Ebene
3.4.1. Umgangssprachliche und dialektologische Elemente
3.4.2. Fremdwörter
3.4.3. Anglizismen
3.5. Syntaktische Strukturen
4. Weblogs als Hybridmedium
4.1. Zwischen Text und Hypertext
4.2. Text- und Bildverhältnis
5. Blogeintrag und Blogkommentar
6. Themenschwerpunkte
7. Auswertung der Untersuchungsergebnisse
8. Chancen und Risiken für die deutsche Sprachkultur
9. Weblogs als selbstständiges Medium
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss webbasierter Online-Medien auf die deutsche Sprachkultur, mit einem spezifischen Fokus auf Weblogs. Dabei wird analysiert, ob diese neuen Kommunikationsformen eine Bereicherung oder eine Gefahr für die deutsche Sprache darstellen.
1.1. Sinn des Bloggens
Jede neue Kulturtechnik wirft in ihrer Entstehung eine Menge Fragen auf, wozu diese überhaupt nötig sei. Brauchte man wirklich neben dem Brief auch noch das Telefon? Wieso Fotografie, wenn es doch Lithografie gibt? Warum sollte die E-Mail das Fax ersetzen? Und wozu sollte man noch bloggen, wenn das Internet doch schon mehr Informationen enthält, als man nutzen kann? Warum sich am Bürgerfunk beteiligen, oder warum für eine Boulevardzeitung texten, könnten wir uns analog fragen. Die Antwort ist einfach: weil die Menschen unterschiedlichste Stilformen und Wege der Kommunikation zu schätzen wissen, und weil unsere gegenwärtige Technologie die Möglichkeiten dazu bietet.
Weblogs sind seit geraumer Zeit ein Zauberwort in der Welt des Internet. Bloggen ist „in“ und wird in den Medien immer stärker diskutiert. Denn zum ersten Mal seit Bestehen des Webs ist Karl Mustermann dazu in der Lage, ohne technisches Vorwissen seine persönlichen Inhalte im World Wide Web regelmäßig zu platzieren und auf diese Weise mit der Öffentlichkeit zu interagieren. Ungefähr seit 2004 wurden Weblogs von den deutschen Sprachwissenschaftlern als ein neues interessantes thematisches Feld erkannt. Der neuen Möglichkeit, öffentlich zu kommunizieren, sind weder inhaltliche noch formale Schranken gesetzt. Man kann erzählen oder Gedichte schreiben, debattieren und Freunde finden, Kochrezepte tauschen und neue Welten entdecken, streiten und bewundern. Bloggen öffnet Horizonte und bringt Menschen dazu, durch das Schreiben sich mit ihrem eigenen Handeln auseinanderzusetzten.
Einführung: Der Abschnitt erläutert die Relevanz von Weblogs im Kontext des „Web 2.0“ und stellt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die deutsche Sprachkultur.
1. Gegenstand der Untersuchung: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Weblog“ und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die Bestandteile eines Weblogs.
2. Chats, E-Mails und Weblogs im linguistischen Vergleich: Die Arbeit vergleicht Weblogs mit anderen Online-Kommunikationsformen, um ihre spezifische Position zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit zu bestimmen.
3. Linguistische Analyse: Hier erfolgt die detaillierte sprachwissenschaftliche Untersuchung der Weblogs, unterteilt in orthographische, lexikalische und syntaktische Aspekte.
4. Weblogs als Hybridmedium: Dieses Kapitel betrachtet die duale Funktionalität von Weblogs, insbesondere das Zusammenspiel von Text, Hypertext und Bildern.
5. Blogeintrag und Blogkommentar: Der Autor untersucht das Verhältnis zwischen dem ursprünglichen Beitrag und der Kommentarfunktion sowie die Typologie von Bloggern.
6. Themenschwerpunkte: Eine Übersicht über die in deutschen Weblogs am häufigsten behandelten Themen, von Kommunikation bis Technik und Politik.
7. Auswertung der Untersuchungsergebnisse: Zusammenführung der Ergebnisse, die zeigt, dass Weblogs ein eigenständiges Medium mit ausgeprägten kommunikativen Eigenschaften bilden.
8. Chancen und Risiken für die deutsche Sprachkultur: Eine kritische Würdigung der sprachlichen Auswirkungen von Weblogs auf die deutsche Sprachkultur.
9. Weblogs als selbstständiges Medium: Das Fazit unterstreicht den Status von Weblogs als ausgereiftes Medium und weist auf den Bedarf an weiterer linguistischer Forschung hin.
Weblogs, Blogosphäre, Sprachkultur, Online-Kommunikation, Linguistik, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Sprachwandel, Internet, Blogeintrag, Blogkommentar, Anglizismen, Hybridmedium, Medienwissenschaft, Sprachkompetenz
Die Arbeit befasst sich mit einer linguistischen Untersuchung der deutschen Blogosphäre und analysiert, welchen Einfluss Weblogs auf die deutsche Sprachkultur haben.
Die Arbeit behandelt die Charakteristika von Weblogs, deren Vergleich mit anderen digitalen Medien, ihre sprachlichen Merkmale sowie ihre Rolle als Hybridmedium.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Weblogs die deutsche Sprache bereichern oder ob mit negativen Auswirkungen durch neue Kommunikationsformen zu rechnen ist.
Es wurde eine linguistische Analyse durchgeführt, die Konzepte wie "Sprache der Nähe" und "Sprache der Distanz" anwendet, ergänzt durch eine Auswertung der Weblog-Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Vergleich, eine detaillierte sprachliche Analyse (Orthographie, Lexik, Syntax) und eine Bewertung der Medienhybridität.
Weblogs, Sprachkultur, Online-Kommunikation, Linguistik, Medienhybridität und Sprachwandel sind die Kernbegriffe der Untersuchung.
Der Autor stellt fest, dass private Blogs eher informelle, umgangssprachliche Züge aufweisen, während öffentliche Blogs professioneller und sprachlich konservativer gestaltet sind.
Die prozentuale Anzahl an Anglizismen ist überraschend gering; in öffentlichen Blogs werden sie eher als unerwünschte Lexik betrachtet, während private Blogs sie häufiger kreativ nutzen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Weblogs die deutsche Sprache weder massiv beeinträchtigen noch wesentlich bereichern, sondern eine Form medialer Kommunikation darstellen, die sich an bekannten Normen orientiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

