Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Was ist Endometriose
1.1 Anatomische Grundlagen des weiblichen Beckens
1.2 Der menstruelle Zyklus
1.3 Klassifikation (ICD 10)
1.4 Epidemiologie
1.5 Ätiologie
1.6 Symptome
1.7 Therapie
2 Wie entstehen Schmerzen
2.1 Akutschmerz
2.2 Chronifizierung der Schmerzen
2.3 Löschen des Schmerzgedächtnis
2.4 Der Schmerz und die Psyche
3 Verschiedene Voraussetzungen zur Stärkung und Feststellung von Resilienz
3.1 Was ist Lebensqualität
3.2 Salutogenesemodell nach Antonovsky
3.3 Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
3.4 Ressourcen
3.5 Resilienzforschung
3.6 Resilienz
3.7 Resilienzförderung
3.8 Krise
4 Resilienzförderung bei chronisch schmerzhafter Endometriose
4.1 Die Selbst- und Fremdwahrnehmung
4.1.1 Das Selbst-Konzept
4.1.2 Die Selbst-Wahrnehmung im engeren Sinn
4.1.3 Die Selbst-Reflexion
4.1.4 Übungen zur Selbstwahrnehmung
4.2 Die Selbststeuerung / -regulation
4.2.1 Selbstregulation bei Anspannung
4.2.2 Entspannen lernen
4.3 Die Selbstwirksamkeit
4.3.1 Die Gedankenblume
4.3.2 Das Spinnennetz
4.3.3 To-do - Liste
4.3.4 Gesundes Kochen lernen
4.3.5 Lachen
4.3.6 Tagebuch führen
4.3.7 Ablenken durch Hobbies
4.3.8 Aufgeschlossenheit für neue Interessen
4.3.9 Aufgeschlossenheit für mögliche Therapien
4.4 Die soziale Kompetenz
4.4.1 Die Rollenklarheit
4.4.2 Erlebnispädagogik
4.4.3 Besuch einer Endometriose Selbsthilfegruppe
4.5 Umgang mit Stress bzw. aktive Bewältigungskompetenz
4.5.1 MBSR-Programm
4.5.2 Entspannung durch Klopfakupressur bzw. Akupressur
4.5.3 Sinneskanäle
4.5.4 Die „Sanfte Brille“
4.5.5 Genusstraining
4.5.6 Entspannung und Atmung
4.5.7 Körperliche Bewegung
4.6 Die Problemlösung
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie innerhalb der Sozialen Arbeit die Resilienz von Frauen mit chronisch schmerzhafter Endometriose gestärkt werden kann, um deren Lebensqualität trotz der physischen und psychischen Belastungen zu verbessern.
4.5.4 Die „Sanfte Brille“
Die „Sanfte Brille“ ist eigentlich eine sehr einfache, aber äußerst effektive Methode. Mittels einer Schlafbrille, wenn nicht vorhanden genügt auch ein zum Schal gefaltetes Tuch oder ein Schal, um die Augen zu verdecken. Die Augen nur bewusst geschlossen zu halten, hat nicht den gleichen Effekt, da der Mensch sich in diesem Fall darauf konzentrieren würde, diese geschlossen zu halten. Genau diese Situation soll nicht eintreten.
In dem Moment, in dem das Kontrollsystem Auge keine sinngebenden Signale mehr weiterleiten kann, werden alle anderen Sinne wie z.B. der Tastsinn umso stärker wahrgenommen. Die Person ist automatisch sofort im „hier und jetzt“, ganz bei sich, in der Präsenz. Dadurch, dass die permanente Reizüberflutung mit einem Mal ausgeschaltet ist, kann eine sofortige Entspannung eintreten. Je häufiger diese Methode angewendet wird, desto mehr verinnerlicht die Person diesen Vorgang und es kann zur erholsamen Routine werden.
Mit Hilfe dieser „Sanften Brille“ können auch verschiedene Übungen durchgeführt werden. Beispielsweise können die Augen erst verdeckt werden, wenn die Person in einem Park im Grünen ist. Um sich weiter orientieren zu können, lenkt die Person nun ganz automatisch ihre Konzentration auf die anderen Sinne um. Es entsteht eine völlig veränderte Wahrnehmung der gesamten Umgebung. Dies kann noch gesteigert werden, in dem die Person sich weiter in der Umgebung bewegt. Eine schützende Begleitperson sollte anwesend sein.
1 Was ist Endometriose: Dieses Kapitel vermittelt Basiswissen über das Krankheitsbild, die anatomischen Grundlagen sowie die medizinische Klassifikation und Therapieansätze.
2 Wie entstehen Schmerzen: Hier wird die Entstehung von Akut- und chronischen Schmerzen erläutert sowie der psychologische Einfluss auf das Schmerzerleben beleuchtet.
3 Verschiedene Voraussetzungen zur Stärkung und Feststellung von Resilienz: Das Kapitel führt zentrale Konzepte wie Lebensqualität, das Salutogenesemodell und die Bedeutung von Ressourcen für die Resilienzforschung ein.
4 Resilienzförderung bei chronisch schmerzhafter Endometriose: Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung von Methoden wie Selbstwahrnehmung, Entspannungstraining und Problemlösekompetenz zur Förderung personaler Ressourcen bei Betroffenen.
5 Fazit: Die Arbeit wird zusammengefasst, wobei die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Stärkung der Resilienz betont und ein Ausblick auf zukünftige Unterstützungsmöglichkeiten gegeben wird.
Endometriose, Resilienz, Soziale Arbeit, Lebensqualität, Schmerzgedächtnis, Salutogenese, Ressourcenorientierung, Selbstwirksamkeit, Bewältigungsstrategien, Stressreduktion, Psychosomatik, Interdisziplinäre Therapie, Achtsamkeit, Frauengesundheit, Krisenbewältigung.
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, die Resilienz bei Frauen zu fördern, die an chronisch schmerzhafter Endometriose leiden.
Die Arbeit verknüpft medizinische Fakten zur Endometriose mit psychologischen und sozialpädagogischen Ansätzen zur Resilienzstärkung.
Ziel ist es, Methoden der Sozialen Arbeit zu identifizieren, durch die betroffene Frauen ihre persönlichen Ressourcen stärken und ihre Lebensqualität erhöhen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Konzepten aus der Gesundheitsförderung, Psychosomatik und Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Wissensgrundlage, die physiologischen Aspekte von Schmerz, die theoretische Herleitung von Resilienz und einen umfangreichen Praxisteil mit Übungen.
Schlüsselbegriffe sind Endometriose, Resilienz, Sozialarbeit, Ressourcenstärkung, Schmerztherapie und Lebensqualität.
Sie schaltet die permanente visuelle Reizüberflutung aus, was die anderen Sinne stärkt und eine sofortige Entspannung sowie Präsenz im „hier und jetzt“ fördert.
Sie ist zentral, da sie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt, körperliche Stressreaktionen selbstständig zu beeinflussen und so die Hilflosigkeit zu überwinden.
Es dient dazu, das Vertrauen in die eigene Handhabbarkeit von schwierigen Situationen aufzubauen, indem förderliche Schutzmechanismen betont werden.
Sie unterstützt Klientinnen dabei, Ressourcen zu entdecken, Strategien zu erlernen und den Prozess der Resilienzwerdung fachlich begleitet aktiv zu gestalten.
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