Bachelorarbeit, 2022
62 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Kapitelübersicht
2 Geschichte des linearen Fernsehens
2.1 Technische Voraussetzungen
2.2 Expandierung des Programmangebotes
2.3 Der öffentlich-rechtliche Rundfunk heute
3 Rahmenbedingungen des ÖRR
3.1 Vom Rundfunkstaatsvertrag zum Medienstaatsvertrag
3.2 Public Value und Diversity
3.2.1 Public-Value-Formate
3.2.2 Platzierung und Reichweite
3.2.3 Habitualisierung und Nutzerprofile
3.2.4 DCTP – Public Value im privaten TV: Must-Carry-Formate
4 Internet und Digitalisierung – technische Konvergenz
4.1 Geschichte des Internets
4.2 IPTV, HbbTV und Smart TV – Red Button und Home Button
5 Plattformen und Mediatheken
5.1 VoD-Streaming-Plattformen
5.2 Suchmaschinen und Personalisierungssysteme
5.3 Soziale Medien – zwischen Partizipation und Desinformation
5.4 Mediatheken als Konkurrenz- und Konvergenzangebote
6 Public Network Value
6.1 Die online-only Jugendplattform funk
6.1.1 Partizipation und Interaktion als Public-Value-Formate – Das Y-Kollektiv auf www.funk.net und www.youtube.com
6.2 Das gemeinsame Sreaming-Netzwerk als Konvergenzformat
6.2.1 Konkurrenzdebatte
6.2.2 Reichweiten und Rahmenbedingungen
6.2.3 Der Mehrwert eines Streaming-Netzwerks
6.2.4 Personalisierungs- und Empfehlungssysteme
6.2.5 Social Media bei Unterhaltungs-, Orientierungs- und Wissensformaten
6.3 Glaubwürdigkeit öffentlich-rechtlicher Medien
7 Fazit
7.1 Zusammenfassung
7.2 Auswertung der Forschungsfrage
7.3 Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Erfolg der crossmedialen Netzwerkstrategie von funk, um zu analysieren, wie öffentlich-rechtliche Inhalte auf Drittplattformen erfolgreich positioniert werden können. Dabei wird untersucht, wie durch die Einbindung sozialer Medien in die inhaltliche Gestaltung der Programmformate die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Netz gestärkt und der Public-Value-Auftrag auch in einer konvergenten Medienwelt sichergestellt werden kann.
6.1 Die online-only Jugendplattform funk
Das 2016 gestartete Pilotprojekt funk zielt auf die Wiederanbindung junger Leute an die öffentlich-rechtliche Marke.
Die sehr breit gefasste Zielgruppe von insgesamt 15 Mio. Menschen wird in vier Gruppen unterteilt: So wird das Angebot jeweils für 14- bis 16-Jährige, 17- bis 19-Jährige, 20- bis 24-Jährige und 25- bis 29-jährige themenspezifisch aufgearbeitet.
Das Content-Netzwerk von ARD und ZDF funk bietet über 70 Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung. Alle Formate sind auf Plattformen sozialer Netzwerke wie YouTube, Facebook, Instagram, Snapchat und auf der hauseigenen Plattform funk.net platziert.
Für die öffentlich-rechtlichen Sender ist funk ein Paradigmenwechsel, denn als Content-Netzwerk für Webformate löst es sich komplett vom Gedanken des klassischen linearen Fernsehens bzw. eines statischen Fernsehprogramms.
So findet auch keine Dachmarkenkommunikation statt, denn die einzelnen Formate sollen reichweitenstarke Konzepte für sich bilden. Für die Auffindbarkeit im Netz ist dies nicht immer einfach, insbesondere vor dem Hintergrund, dass funk seine Reichweiten erst komplett neu aufbauen muss.
Inhaltlich bedient funk die unterschiedlichsten Genres und bietet damit eine vielfältige Programmstruktur: So sind Comedy/Unterhaltung/Fun, Sport, Games, Wissen/Information, Filme und Serien im Angebot enthalten.
Hinsichtlich Interaktion und Partizipation zeigt sich, dass Mitwirken- und Mitdenkönnen konstitutiv für das Jugendangebot ist. So stehen die wechselseitige Kommunikation bzw. Interaktion in Form von Kommentaren und Diskussionen im Mittelpunkt. Zudem werden Nutzerinnen und Nutzer über Blogs und Workshops mehrfach zur Beteiligung an der strategischen und inhaltlichen Entwicklung des Angebots aufgerufen. So ist es gelungen, ein zeitgemäßes Telemedienkonzept für das Jugendangebot zu entwickeln, das die zentralen theoretisch geforderten Dimensionen eines Public-Network-Value in der Umsetzung überhaupt zulässt.
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung, Zielsetzung und die zentrale Forschungsfrage zur Sicherstellung des Public-Value-Auftrags in der konvergenten Medienwelt vor.
2 Geschichte des linearen Fernsehens: Bietet einen Überblick über die technischen Grundlagen, die Entwicklung des Programmangebots und den aktuellen Stand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
3 Rahmenbedingungen des ÖRR: Analysiert den funktionalen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie die Anforderungen durch den Medienstaatsvertrag und das Public-Value-Konzept.
4 Internet und Digitalisierung – technische Konvergenz: Beleuchtet die Entwicklung des Internets, technische Standards wie HbbTV und deren Bedeutung für die moderne Mediennutzung.
5 Plattformen und Mediatheken: Untersucht die Rolle von Streaming-Plattformen, Suchalgorithmen und sozialen Medien sowie deren Chancen und Risiken für öffentlich-rechtliche Inhalte.
6 Public Network Value: Analysiert das Jugendnetzwerk funk, dessen Partizipationsstrategien und die Glaubwürdigkeit journalistischer Formate im digitalen Raum.
7 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Forschungsfrage anhand der aufgestellten Annahmen und gibt einen Ausblick.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Public Value, Konvergenz, funk, Mediatheken, Digitalisierung, Soziale Medien, Streaming, Partizipation, Medienstaatsvertrag, Audience Flow, Journalismus, Glaubwürdigkeit, Content-Netzwerk, Internet-TV
Die Arbeit analysiert die strukturelle Anpassung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) an die Herausforderungen einer zunehmend konvergenten, digitalen Medienwelt.
Die zentralen Felder umfassen die Rolle von Public-Value-Angeboten, die Nutzung von Streaming-Plattformen und sozialen Medien sowie die strategische Neuausrichtung des ÖRR durch Projekte wie das Netzwerk funk.
Die Forschungsfrage lautet: Wie kann der Public-Value-Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch im konvergenten Medienmarkt sichergestellt werden?
Die Arbeit nutzt eine Bestandsaufnahme sowie die Auswertung von Annahmen, die durch eine Analyse aktueller Entwicklungen und empirischer Daten im Kontext des Medienstaatsvertrags überprüft werden.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Rundfunks, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die technischen Aspekte der Digitalisierung sowie eine detaillierte Analyse der Plattformstrategien des ÖRR.
Wichtige Begriffe sind öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Public Value, Konvergenz, funk, Digitalisierung, Partizipation und Glaubwürdigkeit.
funk dient als pilotierendes Projekt, um junge Zielgruppen durch partizipative Formate und eine konsequente Ausrichtung auf Drittplattformen wieder enger an die Marke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu binden.
Algorithmen von Suchmaschinen und sozialen Plattformen beeinflussen massiv, welche Inhalte wahrgenommen werden, was den ÖRR vor die Herausforderung stellt, seine Public-Value-Inhalte trotz starker Konkurrenz durch globale Plattformen auffindbar zu machen.
Der Autor zeigt auf, dass öffentlich-rechtliche Medien in der Bevölkerung als besonders glaubwürdig wahrgenommen werden, stellt jedoch fest, dass diese Glaubwürdigkeit insbesondere im Kontext sozialer Netzwerke einer ständigen Verteidigung und journalistischen Kuratierung bedarf.
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