Magisterarbeit, 2006
135 Seiten, Note: 2,6
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Die Arbeit untersucht kritisch und kulturhistorisch die Gestaltung des Europäischen Konzerts im Kontext der Orientalischen Frage und des Krimkriegs. Sie analysiert, inwieweit der Krimkrieg eine Zäsur für das europäische System darstellte und ob das Konzert der europäischen Mächte der Komplexität internationaler Politik gerecht werden konnte.
Kapitel 1 (Einleitung): Die Einleitung stellt das europäische System nach dem Wiener Kongress vor und argumentiert, dass dessen Wirkkraft durch gesellschaftliche Veränderungen und die Orientalische Frage geschwächt wurde. Der Krimkrieg wird als Höhepunkt der Orientalischen Frage und möglicher Wendepunkt des Systems präsentiert.
Kapitel 2 (Tour d'horizon): Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Beziehungen der Großmächte zum Osmanischen Reich im 18. Jahrhundert, von Abwehrkämpfen bis hin zu Eroberungsfeldzügen, unter besonderer Berücksichtigung des russisch-türkischen Krieges von 1768-1774 und des Vertrags von Küçük Kainardşe.
Kapitel 3 (Europäisches Konzert): Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Europäischen Konzerts nach 1815 nach, erläutert die Orientalische Frage in ihren verschiedenen Phasen und beleuchtet die doppelte Nahostkrise von 1831-1841 als Beispiel für die Regulationsfunktion des Systems.
Kapitel 4 (Der Krimkrieg): Dieser Abschnitt beschreibt den diplomatischen Auftakt zum Krimkrieg, die Kriegshandlungen und die Friedensverhandlungen. Der Fokus liegt auf der Analyse der Auswirkungen des Krieges auf das europäische System.
Europäisches Konzert, Orientalische Frage, Krimkrieg, Großmächte, Osmanisches Reich, internationales Gleichgewicht, Diplomatie, Imperialismus, Wiener Kongress, Küçük Kainardşe Vertrag.
Es war ein diplomatisches System der Großmächte (England, Russland, Österreich, Preußen, Frankreich) nach 1815, um Konflikte frühzeitig zu schlichten und das politische Gleichgewicht in Europa zu wahren.
Die Orientalische Frage bezeichnete das politische Problem des Verfalls des Osmanischen Reiches und das Ringen der europäischen Großmächte um Einfluss auf dessen Gebiete.
Der Krimkrieg beendete die lange Friedensperiode nach 1815 und zerstörte die Solidarität der Großmächte, was zum Scheitern des bisherigen "Europäischen Konzerts" führte.
Der aufkommende Nationalismus in den osmanischen Provinzen führte zu Instabilität und bot den Großmächten Vorwände für Interventionen, was das europäische Gleichgewicht gefährdete.
Der Vertrag sicherte die Integrität des Osmanischen Reiches zu, neutralisierte das Schwarze Meer und markierte das vorläufige Ende der russischen Expansion im Nahen Osten.
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