Bachelorarbeit, 2020
57 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Hinführung
2.1 Begriffsbestimmung Übergang – Transition
2.2 Transitionsforschung
2.2.1 Die Entwicklung der Transitionsforschung
2.3 Transitionsmodell nach Griebel und Niesel (2004)
2.3.1 Transition als ko-konstruktiver Prozess
2.3.2 Die AkteurInnen im Übergangsprozess
2.3.3 Transition als prozesshaftes Geschehen
2.3.4 Struktur der Entwicklungsaufgaben
2.3.5 Passung - Entwicklungsaufgaben und Voraussetzungen
3. Bewältigung von Transitionen
3.1 Bedingungen für das Gelingen oder Scheitern eines Übergangs
3.1.1 Schutzfaktoren
3.1.2 Risikofaktoren
3.1.3 Spannungsfeld Kontinuität – Diskontinuität
3.2 Bewältigte Grundschulübergänge
3.2.1 Schulfähigkeit
3.2.2 Kompetenzen zur Bewältigung des Übergangs
4. Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule
4.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.2 Kooperationsgestaltung
4.3 Gestaltung des Anfangsunterrichts
5. Folgen für die Pädagogische Umsetzung
5.1 Zur Rolle der Lehrkraft
5.2 Beispielhafte Gestaltungsmöglichkeit Kooperationsstunde
6. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten und Herausforderungen, die mit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule verbunden sind, und fokussiert dabei insbesondere auf die Rolle der Lehrkraft bei der Gestaltung eines gelingenden Übergangsprozesses.
2.3.1 Transition als ko-konstruktiver Prozess
Während des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule und vor allem auch am Tag der Einschulung steht das Kind im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Jedoch ist eine Vielzahl weiterer Personen an diesem wichtigen Schritt beteiligt. Die im Nachfolgenden beschriebene Abbildung 1 des Transitionsmodells nach Griebel und Niesel (2004) verdeutlicht das Zusammenwirken der beteiligten Personen und die Funktion, die sie bei der Transition einnehmen. (Griebel und Niesel 2004, S.121; Niesel 2004, S.89).
Auf der linken Seite der Abbildung sind alle Personen oder auch sogenannte „bewältigenden“ AkteurInnen aufgeführt, welche den Übergang bewältigen müssen. Dazu gehören sowohl die Kinder als auch die Eltern. Auf der rechten Seite stehen alle Personen, welche den Übergang begleiten und Einfluss nehmen, laut Griebel und Niesel (2004) „moderierende“ AkteurInnen. Dazu gehören ErzieherInnen, LehrerInnen oder auch Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld des Kindes oder der Eltern. Transition wird in diesem Modell als ko-konstruktiver Prozess verstanden. Sichtbar wird dies durch Kommunikation und Partizipation zwischen den bewältigenden AkteurInnen und den unterstützenden, moderierenden AkteurInnen. Es entwickeln sich durch diesen Prozess sowohl Basiskompetenzen als auch schulnahe Vorläuferkompetenzen auf Seiten der bewältigenden AkteurInnen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung des Schuleintritts als kritisches Lebensereignis und skizziert die Fragestellung nach der Rolle der Lehrkraft bei der Übergangsbewältigung.
2. Theoretische Hinführung: Es werden grundlegende Begriffe, die Entwicklung der Transitionsforschung und das Modell nach Griebel und Niesel als theoretisches Fundament dargelegt.
3. Bewältigung von Transitionen: Dieses Kapitel analysiert Faktoren, die den Übergang begünstigen oder behindern, und diskutiert das Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Diskontinuität.
4. Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule: Der Fokus liegt auf der rechtlichen Verankerung sowie auf den strukturellen Bedingungen und praktischen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Institutionen.
5. Folgen für die Pädagogische Umsetzung: Hier werden praktische Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte diskutiert und anhand eines beispielhaften Unterrichtsentwurfs einer „Schulhausrallye“ konkretisiert.
6. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Aufgaben der Lehrkraft und die Notwendigkeit einer ko-konstruktiven Übergangsbegleitung zusammen.
Übergang, Transition, Schuleintritt, Griebel und Niesel, Kooperation, Schulfähigkeit, Anfangsunterricht, Basiskompetenzen, Vorläuferkompetenzen, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Transitionsprozess, Bildungsbiografie, Lehrkraft, Elternarbeit
Die Bachelorarbeit behandelt den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule als komplexen Transitionsprozess und untersucht, wie dieser durch pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte erfolgreich begleitet werden kann.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Transitionsforschung, die Bedingungen für eine erfolgreiche Übergangsbewältigung, die Kooperation zwischen Schule und Kindergarten sowie die konkrete Gestaltung des Anfangsunterrichts.
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Herausforderungen für Lehrkräfte aufzuzeigen, um Kindern und Eltern einen positiven Verlauf des Übergangsprozesses zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur sowie auf der Anwendung des Transitionsmodells nach Griebel und Niesel zur Ableitung praktischer pädagogischer Handlungskonzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse von Bewältigungsstrategien, die Erörterung rechtlicher und konzeptioneller Rahmenbedingungen der Kooperation sowie praktische Impulse für die Rolle der Lehrkraft.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Transition, Übergangsbewältigung, Schulfähigkeit, Kooperation und die Rolle der Lehrkraft charakterisieren.
Es beschreibt den Übergang als einen Prozess, an dem sowohl die „bewältigenden“ Akteure (Kinder/Eltern) als auch die „moderierenden“ Akteure (Lehrkräfte/Erzieher) aktiv zusammenwirken, um gemeinsam Sinnhaftigkeit und Bewältigungskompetenzen zu entwickeln.
Schutzfaktoren sind Ressourcen, die negative Belastungen abmildern können (z.B. positives Sozialverhalten, emotional warmes Erziehungsklima), während Risikofaktoren Bedingungen sind, die das Auftreten von Störungen erhöhen und krisenhafte Verläufe begünstigen können.
Die Passung beschreibt die dynamische Wechselwirkung zwischen den Anforderungen der Umwelt (Schule) und den individuellen Ressourcen des Kindes; ein gelungener Übergang erfordert eine gute Abstimmung dieser Faktoren.
Die Schulhausrallye dient als konkretes, beispielhaftes Unterrichtsmodell, das auf wissenschaftlichen Prinzipien basiert, um den Kindern spielerisch Ängste zu nehmen und eine erste Orientierung in der neuen Lernumgebung zu ermöglichen.
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