Masterarbeit, 2020
173 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsentwicklung und Begriffsklärung Hochbegabung
2.2 Modelle von Hochbegabung
2.2.1 Das Drei- Ringe Konzept nach Renzulli (1978)
2.2.2 Das Modell der triadischen Interdependenz Mönks (2000)
2.2.3 Das Münchner Hochbegabungsmodell Heller (2005)
2.2.4 Das Aktiotop- Modell Ziegler (2005)
2.2.5 Zusammenfassung der Modelle
3. Hochbegabungsdiagnostik
3.1 Intelligenz- und Leistungstests
3.2 Verhaltensdiagnose
3.2.1 Eigenschaften und Entwicklung hochbegabter Kinder
3.2.2 Underachiever
3.2.3 Diagnostische Kompetenz der Lehrkraft
3.2.4 Exkurs: Schulleistungen
3.2.5 Einschätzungen durch die Eltern
3.2.6 Checklisten für Lehrkräfte und Eltern
3.3 Zusammenfassung Diagnoseverfahren
4. Hochbegabtenförderung in der Schule
4.1 Rechtliche Grundlagen
4.2 Förderansätze für Hochbegabte in der Grundschule
4.2.1 Förderung mit Schwerpunkt Enrichment
4.2.2 Förderformen mit Schwerpunkt Akzeleration
4.2.3 Mischformen von Akzeleration und Enrichment
4.2.4 Inklusive Begabtenförderung in der Schule
4.3 Zusammenfassung Hochbegabtenförderung
5. Forschungsdesign
5.1 Forschungsfrage
5.2 Feldzug und Sampling
5.3 Forschungsmethode
5.4 Transkription
5.5 Auswertung mittels qualitativer Analyse nach Mayring
6. Ergebnisdarstellung
6.1 Begriffsverständnis
6.2 Herausforderungen und Chancen in Bezug auf die Diagnose
6.3 Herausforderungen und Chancen bei Erkennungsmerkmalen
6.4 Herausforderungen und Chancen im Bereich der Förderung
6.5 Herausforderungen und Chancen im Bereich der Kooperation
6.6 Strukturelle Herausforderungen
6.7 Aus- und Weiterbildung von Grundschullehrkräften
6.8 Zusammenfassung der Ergebnisse
7. Diskussion der Ergebnisse und abschließende Betrachtung
7.1 Rückbindung an die Theorie
7.2 Grenzen der Studie
7.3 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Chancen und Herausforderungen, mit denen Grundschullehrkräfte bei der Gestaltung von Lernprozessen und im Umgang mit hochbegabten Kindern im Regelunterricht konfrontiert sind, um eine adäquate Förderung zu gewährleisten.
Herausforderungen
In Bezug auf Herausforderungen im Bereich Diagnose teilt Lehrkraft A ihre Unsicherheit mit: „also ich würd mir jetzt nicht zutrauen, einfach so (...) ein hochbegabtes Kind zu erkennen.“ Auch E beschreibt ihre Bedenken: „Es gibt Kleinigkeiten, die einem nur auffallen, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt hat.“ „Oft ist es ein Bauchgefühl und eine Vermutung. Leider trifft man mit diesen Vermutungen selten die Kinder, die wirklich dann hochbegabt sind.“ Sie weist in diesen Aussagen auf die Komplexität des Themengebiets und die Notwendigkeit von Fachwissen sowie diagnostischer Kompetenz hin. A wünscht sich dahingehend Unterstützung: „Ich würde mir das einfach so von der Beobachtung her nicht zutrauen. Allein ohne Experten zu sagen das Kind ist hochbegabt,“ Auch C äußert die Notwendigkeit von Expert*innen als unterstützende Maßnahme: „dass es aufmerksame Eltern und Lehrer [..] [braucht], genau die halt dann ja auch die richtigen Stellen finden, sag ich jetzt mal zur Beratung und zur Testung“. Und schneidet damit das Thema Kooperation an, welches unter 6.5 Beachtung findet.
Zusätzlich äußern sich zwei Lehrkräfte kritisch gegenüber den Testverfahren und der Testerin. D beschreibt: „gab's eben ein bisschen Probleme, weil […] die Testerin von diesem Kind war -, wo bis zum Schluss nicht ganz klar war, ist der Test richtig gelaufen […] bin ich mir bei der Testerin eben nicht so sicher, […] ob sie jetzt wirklich eine Spezialistin für Hochbegabung war, weiß ich nicht.“ E zweifelt ebenfalls: „Bin aber immer noch nicht sicher, ob der Test richtig war, weil ich der Meinung bin, dass der Tester, der eher mit Defiziten zu tun hat, einfach nicht gut getestet hat bei diesem Kind.“ Doch die Testung durch Fachpersonal wurde nicht nur kritisch reflektiert, sondern lässt sich auch im Rahmen der Chancen positiv beleuchten und wird im nächsten Abschnitt thematisiert.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Bildungsgerechtigkeit und die Problemstellung der Förderung hochbegabter Kinder in der Grundschule.
2. Theoretische Grundlagen: Erörterung der Begriffsentwicklung, Definitionen von Hochbegabung und Vorstellung verschiedener wissenschaftlicher Hochbegabungsmodelle.
3. Hochbegabungsdiagnostik: Analyse von Testverfahren (Intelligenz- und Leistungstests) sowie der Verhaltensdiagnose, inklusive der Rolle der Lehrkraft.
4. Hochbegabtenförderung in der Schule: Darstellung rechtlicher Grundlagen und der Förderansätze Enrichment, Akzeleration sowie Mischformen und inklusiver Konzepte.
5. Forschungsdesign: Beschreibung des qualitativen Vorgehens, des Samplings und der Auswertungsmethode mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
6. Ergebnisdarstellung: Präsentation und Analyse der Erkenntnisse aus den leitfadengestützten Interviews mit Grundschullehrkräften.
7. Diskussion der Ergebnisse und abschließende Betrachtung: Rückbindung der empirischen Ergebnisse an die Theorie, Reflexion der Studiengrenzen und abschließendes Fazit.
Hochbegabung, Grundschule, Begabungsförderung, Enrichment, Akzeleration, Underachiever, Lehrerdiagnostik, Qualitative Forschung, Lernprozesse, Schulentwicklung, Inklusion, Differenzierung, Bildungsstandards, Lehrerfortbildung, Intelligenzquotient.
Die Arbeit untersucht, wie Grundschullehrkräfte hochbegabte Kinder im Regelunterricht erkennen und welche Fördermöglichkeiten sie unter den gegebenen schulischen Rahmenbedingungen einsetzen.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung von Hochbegabung, der Diagnosekompetenz von Lehrkräften, verschiedenen Förderstrategien (Enrichment, Akzeleration) sowie der empirischen Untersuchung von Lehrererfahrungen.
Die zentrale Frage lautet: Welche Chancen und Herausforderungen entstehen für Lehrkräfte bei der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen sowie im Umgang mit hochbegabten Kindern in der Grundschule?
Es handelt sich um eine empirisch-qualitative Untersuchung, die leitfadengestützte Interviews mit fünf Grundschullehrkräften durchführte und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring auswertete.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Diagnoseverfahren, Förderansätze sowie die empirische Forschungsdarstellung und deren Diskussion.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Hochbegabung, Begabungsförderung, Enrichment, Akzeleration, Underachiever, Lehrerdiagnostik und Inklusion im Grundschulkontext.
Die befragten Lehrkräfte betonen oft eine Unsicherheit bei der eigenen Diagnose und verlassen sich stark auf externe Fachkräfte, Psychologen oder Rückmeldungen der Eltern, betonen aber die Bedeutung des eigenen Bauchgefühls und der Beobachtung.
Die Mehrheit der Lehrkräfte nutzt primär die innere Differenzierung (Enrichment), beispielsweise durch Zusatzaufgaben oder Transferaufgaben, während Akzeleration (wie Klassenüberspringen) aufgrund struktureller Hürden seltener zur Anwendung kommt.
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