Bachelorarbeit, 2021
29 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
1.1 Einleitende Worte
1.2 Relevanz und Aktualität des Themas
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Toxisch
2.2 Hegemonie
2.3 Männlichkeit(en)
3. Vergleich Toxische Männlichkeit und hegemoniale Männlichkeit
3.1 Toxische Männlichkeit
3.1.1 Definition “Toxische Männlichkeit”
3.1.2 Entstehung und Geschichte des Konzepts Toxischer Männlichkeit
3.1.3 Kritik am Konzept Toxischer Männlichkeit
3.2 Hegemoniale Männlichkeit
3.2.1 Definition “Hegemoniale Männlichkeit”
3.2.2 Kritik am Konzept Hegemonialer Männlichkeit
3.3 Vergleich von toxischer und hegemonialer Männlichkeit
4. Fazit
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der "toxischen Männlichkeit" theoretisch einzuordnen und in Bezug auf das etablierte Konzept der "hegemonialen Männlichkeit" zu untersuchen. Dabei soll geklärt werden, ob es sich bei toxischer Männlichkeit um eine eigenständige Kategorie handelt oder ob sie als Untergruppe der hegemonialen Männlichkeit zu verstehen ist, um so zu einem präziseren wissenschaftlichen Verständnis beizutragen.
3.1.1 Definition “Toxische Männlichkeit”
Nachfolgend wird der Begriff beziehungsweise das Konzept der toxischen Männlichkeit besprochen. Mit dem Ziel, einen klaren Rahmen für toxische Männlichkeit zu schaffen, wird im Folgenden eine Definition des Konstruktes skizziert.
Feministische Wissenschaftlerinnen verwenden den Begriff bisher oft ohne einheitliche oder persönliche Definition, aber wenn sie ihn definieren, nennen sie oft die Verbindung zu Gewalt, Herrschaft, Aggression, Frauenfeindlichkeit und Homophobie (Harrington 2020 S. 345). Diese Attributionen werden an dieser Stelle als Grundlage ansehen, um das Konzept zu verstehen.
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, wie Verhaltensweisen, wie die oben aufgeführten, als “toxisch” bezeichnet werden können.
Es wird weiter angenommen, dass toxische Männlichkeit für aggressives heterosexuelles Verhalten verantwortlich ist und damit zu sexuellen Übergriffen und häuslicher Gewaltführen kann. Außerdem kann die durch toxische Männlichkeit bedingte Unterdrückung der Gefühle von Männern, zu emotionalen und psychischen Gesundheitsprobleme führen und die Beteiligung von Männern an physischer und politischer Gewalt sowie homophoben Praktiken verstärken, Männlichkeit und Männerrechtsaktivismus (Waling 2019 S. 366).
Toxische Männlichkeit wird mitunter beschrieben als die Zusammenstellung von männlichen Eigenschaften, die dazu dienen die Dominanz, die Abwertung von Frauen, Homophobie und mutwillige Gewalt zu fördern und ist zum Synonym für Sexismus, Gewalt und sexuelle Übergriffe durch Männer geworden (Barry et al 2020 S. 2).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung des Interesses am Thema durch den gesellschaftlichen Diskurs sowie feministische Literatur und definiert die Forschungsfrage nach der Einordnung toxischer Männlichkeit.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini "toxisch", "Hegemonie" und "Männlichkeit" theoretisch hergeleitet und für den weiteren Verlauf der Arbeit operationalisiert.
3. Vergleich Toxische Männlichkeit und hegemoniale Männlichkeit: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung, Definition und Kritik beider Konzepte und führt einen direkten Vergleich durch, um Überschneidungen und Differenzen aufzuzeigen.
4. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert die Grenzen der Arbeit sowie den Bedarf an einer präziseren Begriffsdefinition für die zukünftige Forschung.
Toxische Männlichkeit, Hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterrollen, Männlichkeitsforschung, Raewyn Connell, Dominanz, Gewalt, Aggression, Feminismus, Patriarchat, Geschlechterhierarchie, Soziale Konstruktion, Identität, Machtstrukturen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Einordnung und dem Vergleich der Konzepte "toxische Männlichkeit" und "hegemoniale Männlichkeit" in einem westlichen Kontext.
Die zentralen Themen umfassen Männlichkeitsbilder, Geschlechterhierarchien, soziale Machtverhältnisse, sowie die Auswirkungen traditioneller Männlichkeitsnormen auf Männer und ihr Umfeld.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob "toxische Männlichkeit" lediglich ein neuer Begriff für ein bereits durch das Konzept der hegemonialen Männlichkeit bekanntes Phänomen ist oder ob eine eigenständige Definition für die Forschung notwendig ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der bestehende Forschungsstände, insbesondere basierend auf dem Werk von Raewyn Connell und aktuellen Essays wie denen von Carol Harrington und Andrea Waling, kritisch beleuchtet und synthetisiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition beider Männlichkeitskonzepte, deren jeweilige Entstehungsgeschichte, die damit verbundene Kritik und eine abschließende komparative Analyse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschlechterhierarchie, Dominanz, soziale Konstruktion von Männlichkeit, Gewalt und Patriarchat charakterisiert.
Toxische Männlichkeit ist stärker mit einem sofortigen negativen Urteil und der direkten Kausalität von Schaden (bei sich selbst oder anderen) verbunden, während hegemoniale Männlichkeit deskriptiv die Machtverhältnisse in der Geschlechterordnung beschreibt.
Das Hegemonie-Konzept von Gramsci dient als theoretisches Fundament für Raewyn Connells Modell der hegemonialen Männlichkeit, um zu erklären, wie eine Gruppe durch konsensuale Ideologien (statt nur durch reine Gewalt) eine Vormachtstellung in der Gesellschaft einnimmt.
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