Diplomarbeit, 2008
145 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Mythologie und Geschichte der Mensch-Tier-Beziehung
3.1 Mythologie
3.2 Geschichte
3.2.1 Christliche Religion und der Wandel der Mensch-Tier-Beziehung
3.3 Ambivalente Beziehung in der modernen Gesellschaft
4. Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und Tier
4.1 Verbundenheit der Menschen und Tiere und Erklärungsversuche der therapeutischen Wirkung
Scheldrakes morphologische Felder
4.1.1 Gemeinsame Evolutionsgeschichte
4.1.2 Biophilie- Hypothese
4.1.3 Du- Evidenz
4.1.4 Weitere theoretische Ansätze
4.2 Kommunikation von Menschen, Tieren und miteinander
5. Wirkungen und Lerneffekte der Mensch-Tier-Beziehung
5.1 Tiere als Therapeuten?
5.1.2 Ein Beispiel für tiergestützte Therapie mit Kindern und Jugendlichen
Eckpfeiler der Therapie
5.2 Wirkungen auf Körper und Geist
5.2.1 Wirkungen auf die Physis des Menschen
5.2.2 Auswirkung auf seelischer und geistiger Ebene
„Eisbrecher“-Funktion der Tiere
Emotionale Unterstützung
Vertrauen und Akzeptanz
Auswirkungen im nicht-therapeutischen Kontext
Schlussfolgerung
5.3 Tiere als Rückbesinnung auf die Natur (des Menschen)
5.4 Tiere in der Resozialisierung
Forensische Resozialisierung in den USA
Resozialisierung in Deutschland
6. Kinder und Tiere
6.1 Autistische Kinder
6.2 Tiergestützte Kinderpsychotherapie
7. Entwicklung und Geschichte der tiergestützten Pädagogik und Therapie zum heutigen Handlungsfeld
7.1 Begriffserklärungen und Definitionen
7.1.1 AAA-Animal Assisted Activity
7.1.2 AAT- Animal Assisted Therapy
7.1.3 TIPS
8. Kontraindikationen für die Haltung von Tieren und deren Einsatz in der Therapie und Pädagogik
8.1 Gesundheitliche Risiken
8.2 Einwände gegen Tierbeziehungen
8.3 Kontraindikationen zum Therapeutischen Reiten
9. Geschichte der Beziehung von Menschen und Pferden und dessen Bedeutung in Mythologie und Religion
9.1 Eine gemeinsame Geschichte
9.2 Das Pferd in Mythologie und Religion
10. Besonderheiten der Beziehung zwischen Mensch und Pferd
10.1 Wesen der Pferde und Interaktion mit dem Menschen
10.1.1 Wesen und Kommunikation
10.1.2 Heilende Interaktionen und Stimuli durch das Pferd
10.1.2.1 Emotionale Ebene
10.1.2.2 Körperliche Nähe- taktile Stimulation
10.1.2.3 Bewegung auf und mit dem Pferd- vestibuläre Stimulation
Wirken von Bewegung und Rhythmus des Tieres
Rhythmisch bewegen lassen
Gleichgewicht schulen und Eigenwahrnehmung fördern
Inneres verändern durch äußere Bewegung
Verknüpfungen im Gehirn gefördert
Biofeedback für den Reiter
Bewegungserfahrungen für Kinder
10.1.2.4 Selbsterfahrung im Umgang mit dem Pferd
10.1.3 Pferde spiegeln den Menschen
10.2 Mädchen und Pferde
10.3 Pferde für Senioren
Zusammenfassung 10. Kapitel
11. Tiergestützte Therapie und Pädagogik mit dem Pferd
11.1 Internationale Geschichte des Therapeutischen Reitens
Wissenschaftliche Fundierung
11.2 Reiten in der Medizin
11.2.1 Hippotherapie (Medizin, Physiotherapie)
Definition
Klientel
Physische Wirkungen
Bewegung neu lernen
Psychische Wirkungen
11.2.2 Therapeutisches Reiten in der Therapie nach Herzerkrankungen
11.3 Das Pferd in der Psychotherapie
11.3.1 Klientel
11.3.2 Begriffsbestimmung der Pferdegestützten Psychotherapie
Psychodynamisches Erklärungsmodell
11.3.3 Position und Verhalten des Therapeuten
11.3.4 Drei Ebenen der Beziehung und möglicher Widerstand
11.3.5 Therapeutisches Setting und jeweilige Wirkung
Arbeiten in der Gruppe und anschließendes Verbalisieren des Erlebten
11.3.6 Therapeutische Wirkfaktoren durch das Tier
Motorische Selbsterfahrung
Angst bewältigen und Grenzen setzen
Beziehungsarbeit
Nonverbale Kommunikation
Identifikationsobjekt
Möglichkeiten bei verschiedenen Störungsbildern
11.3.7 Das Pferd in der Arbeit mit traumatisierten Menschen
11.3.7.1 Definition Trauma
11.3.7.2 Mögliche Verhaltensweisen und Auffälligkeiten traumatisierter Menschen
Therapie in drei Phasen
11.3.7.3 Heilende Wirkungen durch das Therapeutische Reiten
Angst und Ohnmacht überwinden- Kontrolle gewinnen
Grenzen setzen und Verhalten neu lernen
Sicherheit und Vertrauen bieten
Zusammenfassung
11.4 Behindertenreitsport
11.4.1 Integration und Rehabilitation für den Behinderten
11.4.2 Besonderheiten in der Ausbildung
11.4.3 Reiten mit verschiedenen Einschränkungen
11.5 Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren (Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie)
11.5.1 Darstellung der Begriffe
11.5.2 Therapeutisches Setting
11.5.2.1 Anforderungen an den Therapeuten und seine Beziehung zum Klienten
„Sachorientierte Partnerschaft“
11.5.3 (Lern-) Erfahrungen im Umgang mit dem Pferd
11.5.3.1 Beziehung und Dialog
11.5.3.2 Emotionale und kognitive Lernerfahrungen
11.5.3.3 Soziales Lernen in der Reitgruppe
11.5.3.4 Das Pferd als Unterstützung für Kinder und Heranwachsende
Der Reitstall als Lernfeld
11.5.4 Verschiedene Durchführungsformen im Heilpädagogischen Reiten und Voltigieren
11.5.5 Heilpädagogisches Voltigieren (HPV)
Durchführung
Klientel
11.5.5.1 Individuelle Ziele und wie sie erreicht werden können
Ängste abbauen
Vertrauensvolle Beziehungen
Selbstwertgefühl stabilisieren
Konzentrationsfähigkeit
Prozesse in der Gruppe
11.5.6 Heilpädagogisches Reiten (HPR)
HPR als Weiterentwicklung gegenüber dem HPV
Durchführung
11.5.6.1 Wirkungen im HPR
Beziehungen in der Gruppe
Mit dem Pferd konstruktiv auseinander setzen
11.5.7 Sprachtherapie durch Reiten
11.5.8 Erlebnispädagogik mit dem Pferd
11.5.8.1 Begriff der Erlebnispädagogik und Verbindung zum Therapeutischen Reiten
11.5.8.2 Erlebnispädagogische Wanderritte
11.6 Finanzierungsmöglichkeiten des Therapeutischen Reitens
Hippotherapie
Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren
12. Das Therapiepferd
12.1 Eigenschaften eines Therapiepferdes
Körpergröße
Rücken
Geschlecht und Farbe
Rasse
12.1.1 Anatomie
12.1.2 Interieur
12.2 Ausbildung des Therapiepferdes
Bodenarbeit
Longenarbeit
Therapiebezogenes Training
12.3 Therapiebegleitendes Training- Abwechslung schaffen
12.4 Artgerechte Haltung
13. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den therapeutischen Nutzen der Mensch-Tier-Beziehung, mit einem besonderen Fokus auf der Mensch-Pferd-Beziehung. Es wird analysiert, wie Pferde in den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sport gezielt zur Unterstützung und Heilung eingesetzt werden können, um bei verschiedenen Klientengruppen physische, seelische und soziale Entwicklungsprozesse zu fördern.
3.1 Mythologie
Sagenumwoben sind die Halb-Mensch/Halb-Tier-Wesen, welche in beinah jeder Kultur zu finden sind. Die Sphinx, ein ägyptisches Steinbild in Löwengestalt mit Menschkopf; der Zentaur, welcher der griechischen Fabelwelt entstammt (Pferdeleib mit menschlichem Oberkörper), pelzfüßige Trolle, Meerjungfrauen, Engel, Minotaurus (griechisches Sagenwesen, halb Mensch- halb Stier) trieben mit den Menschen Handel und waren ihnen hilfreich - im Alltag wie im Erleben des Mystischen. Zugleich demonstrieren sie die enge Verbindung von Mensch und Tier.
Die Frühmenschen glaubten daran, dass jede Kreatur eine unverwundbare, unsterbliche Seele besitzt und jede Tierart einen Wächtergeist besitzt, der das Töten eines Tieres rächen wird. Um diesen zu besänftigen, wurde Tiere zur Gottheit erhöht. Die Menschen begegneten den Jagdtieren mit großem Respekt, Ehrerbietung und Achtung seiner Fähigkeiten, brachten nach Erlegen des Tieres Sühneopfer, gaben Gastmahle zu Ehren des Tieres und besangen die Auferstehung von diesem in den Himmel. Wahrscheinlich dienten die Höhlenmalerein von Pferden, Auerochsen, Mammuten, Bären, Nashörner u.a. der Versöhnung mit den gejagten Tieren, sie sollten in den Bildern weiterleben.
1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche lebenslange Verbundenheit zu Tieren und ihre Motivation, das Thema "Therapie & Pädagogik mit Tieren" wissenschaftlich zu erschließen.
2. Einleitung: Es wird die Ambivalenz der modernen Gesellschaft im Umgang mit Tieren dargestellt, zwischen deren Instrumentalisierung und der wachsenden Sehnsucht nach einer heilsamen Mensch-Tier-Beziehung.
3. Mythologie und Geschichte der Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel beleuchtet, wie religiöse und kulturelle Einflüsse im Wandel der Zeit das Verständnis von Tieren als heilige Wesen oder bloße Nutztier-Objekte geprägt haben.
4. Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und Tier: Hier werden theoretische Erklärungsversuche wie die Biophilie-Hypothese und morphologische Felder diskutiert, um die therapeutische Kraft der Mensch-Tier-Interaktion zu begründen.
5. Wirkungen und Lerneffekte der Mensch-Tier-Beziehung: Das Kapitel thematisiert die psychischen und physischen Vorteile des Tierkontakts, darunter die stressmindernde Wirkung und die Rolle von Tieren als "soziale Katalysatoren" in der Therapie.
6. Kinder und Tiere: Es wird erläutert, wie Kinder durch den frühen Kontakt mit Tieren soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen erlernen und wie insbesondere autistische Kinder von der nonverbalen Kommunikation profitieren.
7. Entwicklung und Geschichte der tiergestützten Pädagogik und Therapie zum heutigen Handlungsfeld: Die Entwicklung des Handlungsfeldes von ersten Ansätzen bis hin zur heutigen differenzierten Definition von AAA, AAT und TIPS wird nachgezeichnet.
8. Kontraindikationen für die Haltung von Tieren und deren Einsatz in der Therapie und Pädagogik: Dieses Kapitel adressiert gesundheitliche Risiken (Antropozonosen) sowie psychologische Bedenken, etwa bei einer pathologischen Fixierung auf das Tier.
9. Geschichte der Beziehung von Menschen und Pferden und dessen Bedeutung in Mythologie und Religion: Es wird die tiefe kulturhistorische Verbindung zwischen Mensch und Pferd analysiert, die sich von frühen Jagdbeziehungen bis hin zur heutigen Partnerschaft entwickelt hat.
10. Besonderheiten der Beziehung zwischen Mensch und Pferd: Die spezifischen Charakteristika des Pferdes, wie seine nonverbale Kommunikation und die Eignung als Spiegel des menschlichen Verhaltens, werden in diesem Kapitel detailliert untersucht.
11. Tiergestützte Therapie und Pädagogik mit dem Pferd: Das umfangreichste Kapitel beschreibt die verschiedenen medizinischen und pädagogischen Ansätze, wie Hippotherapie und Heilpädagogisches Reiten, und ihre Wirksamkeit bei spezifischen Störungsbildern.
12. Das Therapiepferd: Die Autorin legt dar, welche Anforderungen an ein Therapiepferd in Bezug auf Wesen, Anatomie und Ausbildung gestellt werden, um den Einsatz für das Tier vertretbar zu machen.
13. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Tiere keine menschlichen Kontakte ersetzen können, aber als wertvolle, wissenschaftlich fundierte Ergänzung heilsame Impulse in der modernen Therapie setzen.
Tiergestützte Therapie, Heilpädagogisches Reiten, Mensch-Tier-Beziehung, Hippotherapie, Psychotherapie, Inklusion, Resozialisierung, Biophilie-Hypothese, Reittherapie, Pädagogik, Entwicklungsförderung, Psychomotorik, Pferdesport, Traumaarbeit, Selbsterfahrung.
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen der heilenden Beziehung zwischen Mensch und Tier, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Einsatz des Pferdes in der Pädagogik, Psychologie, Medizin und im Sport.
Die Arbeit umfasst die historische Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung, theoretische Erklärungsmodelle zur Wirkung, praktische Einsatzformen wie Hippotherapie und Heilpädagogisches Reiten sowie die notwendige Ausbildung und Haltung von Therapiepferden.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie tiergestützte Ansätze bei Menschen mit verschiedenen Störungsbildern therapeutisch wirksam sind und dass eine ganzheitliche Arbeit mit Pferden über bloßes Reiten hinausgeht.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung internationaler Studien, um die verschiedenen therapeutischen Wirkfaktoren wie Kommunikation, Motorik und psychische Stabilisierung zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Mensch-Tier-Bindung und eine detaillierte Ausarbeitung der verschiedenen Fachbereiche des Therapeutischen Reitens, inklusive spezifischer Indikationen und pädagogischer Konzepte.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Tiergestützte Therapie, Heilpädagogisches Reiten, Mensch-Tier-Beziehung, Hippotherapie, Psychotherapie und psychomotorische Förderung aus.
Die Hippotherapie ist eine medizinische, krankengymnastische Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage, während beim Heilpädagogischen Reiten (HPR) pädagogische und psychologische Lernprozesse und die allgemeine Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund stehen.
Pferde reagieren instinktiv und unmittelbar auf die unbewussten Stimmungen und Verhaltensweisen des Menschen, was dem Klienten eine direkte, aber urteilsfreie Rückmeldung über sein eigenes Handeln gibt.
Nein, die Autorin betont, dass ein Therapiepferd eine spezifische grundständige Ausbildung und ein besonderes Wesen (Ruhe, Kontaktfreudigkeit, Sensibilität) benötigt, um sowohl den Anforderungen der Therapie als auch dem Wohl des Tieres gerecht zu werden.
Der Galopp erfordert Mut und die Überwindung von Ängsten, wirkt beschwingend und fördert das Gefühl des "Getragenwerdens", was zur emotionalen Öffnung und zur Steigerung des Selbstvertrauens beim Reiter beitragen kann.
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