Examensarbeit, 2007
90 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1. Tanzen – zwischen Sport und Kunst
1.1. Geschichte des Tanzes
1.1.2. Tanz bei den Kulturvölkern im Mittelmeerraum
1.1.3. Tanz in der frühchristlichen Zeit
1.1.4. Tanz im Mittelalter und Volkstanz
1.1.5. Hof- und Gesellschaftstanz der Renaissance
1.1.6. Barocktänze
1.1.7. Tanz im 20. Jahrhundert
1.2. Vorstellung ausgewählter Tanzformen des 21.Jahrhunderts
1.2.1. Folkloretänze
1.2.2. Zeitgenössische Tänze
1.2.3. Ballett
1.2.4. Hip Hop
1.2.5. Gesellschaftstanz
1.2.6. Spezielle Tanzformen
1.3. Der Gesellschaftstanz als Sport - Turniertanz
1.3.1. Sportartprofil Turniertanz
1.3.2. Tänzerische Berufe
2. Motivationspsychologische Aspekte
2.1. Allgemeine Definitionen
2.1.1. Der Begriff „Motiv“
2.1.2. Der Begriff „Motivation“
2.2. Leistungsmotivation
2.3. Intrinsische und extrinsische Motivation
2.4. Motivationale Aspekte im Sport
2.4.1. Anreize sportlicher Aktivität
2.5. Motivationale Aspekte des Tanzens
2.5.1. Tanz und Rhythmus - Urphänomen des Lebens
2.5.2. Tanzen macht Spaß
2.5.3. Gesundheitliche Aspekte
2.5.4. Anreiz des Flow-Erlebens
2.5.5. Alltagsbewältigung durch Tanz
2.5.6. Gemeinschaft als Motiv
2.5.7. Gesellschaftliche Beweggründe
2.6. Motivationale Aspekte im Tanzen
2.6.1. Mitbestimmung und Mitgestaltung
2.6.2. Befriedigung der Bedürfnisse
2.7. Motivation und Lernerfolg durch Tanzen
2.8. Tanzen als Anreiz bei Adipositas
3. Pädagogisch – Methodische Überlegungen
3.1. Veränderte Lebensbedingungen der Kinder
3.2. Rolle der Medien
3.3. Kulturpolitischer Aspekt des Tanzens
3.4. Ästhetisches Lernen im Tanz
3.5. Der Körper des Tänzers
3.6. Allgemeine körperliche Fähigkeiten
3.6.1. Kondition & Tanzspezifische konditionelle Fähigkeiten
3.6.2. Koordination & koordinative tanzspezifische Fähigkeiten
3.7. Tanzerziehung in der Schule
3.7.1. Lehrplan
3.7.2. Grob- und Feinziele der Tanzpädagogik
3.7.3. Geschlechtsspezifische Unterschiede
3.7.4. Voraussetzungen der Schüler
3.7.5. Befähigung der Lehrkraft
3.7.6. Organisation
3.7.7. Leistungsbewertung
3.7.8. Fächerübergreifendes Arbeiten
3.8. Betrachtung der Grundbewegungen im Tanz
4. Konzept zur Integration von Tanz in den Sportunterricht
4.1. Charakteristik des Tanzens im Kindesalter
4.2. Planung verschiedener Altersstufen
4.3. Ansätze zum Gestalten zur Themenfindung
4.4. Mögliche Schritte eines Lernprozesses
4.5. Vorbereitende Übungen
4.5.1. Orientierung im Raum
4.5.2. Erwärmung
4.5.3. Entspannungs- und Lockerungsübungen
4.5.4. Gleichgewichtsübungen
4.5.5. Spannungsübungen
4.5.6. Übungen zur Haltung
4.5.7. Kräftigungsübungen
4.6. Bewegungsbildung
4.7. Bewegungsverbindungen
4.8. Bewegungsgestaltung und Improvisation
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Tanzens als Mittel zur Motivationssteigerung für ein eigenverantwortliches und gesundheitsförderndes Sporttreiben bei Grundschulkindern. Die Autorin analysiert, wie Tanz im Sportunterricht effektiv eingesetzt werden kann, um Kindern Freude an der Bewegung zu vermitteln und sie über die Schule hinaus für Sport zu begeistern.
2.5.1. Tanz und Rhythmus – Urphänomen des Lebens
„Mit der Erschaffung des Universums ist auch der Tanz entstanden als eine Verschmelzung der Elemente. Der Rundtanz der Sterne, die Konstellation der Planeten in ihrer Relation zu den Fixsternen, die Schönheit ihrer Ordnung und die Harmonie all ihrer Bewegungen sind Spiegelbild des uranfänglichen Tanzes zu Beginn der Schöpfung. Der Tanz ist die reiche Gabe der Musen an den Menschen. Wegen seines göttlichen Ursprungs hat er einen Platz in den Mysterien, ist geliebt von den Göttern und wird ihnen zu Ehren von den Menschen gepflegt.“
(Römischer Dichter Lucian, „über den Tanz“)
Diesen Worten des römischen Dichters Lucian kann man die große Bedeutung entnehmen, die der Tanz seit Urzeiten für den Menschen hat. Seit jeher setzt der Mensch Rhythmen in Bewegung, und Musik in Tanz um. Das Rhythmusgefühl ist ein Urphänomen des menschlichen Organismus, es ist eine „primäre, nicht weiter zurückführbare Anlage“.
So wie der Rhythmus die Grundlage von Musik ist, lässt sich die Bewegung als Basis des Tanzes bezeichnen. Beide - Rhythmus und Bewegung - trägt der Mensch seit Geburt in sich: sein Herz gibt dauerhaft einen Rhythmus vor, und die ausgeführte Handlung ist Bewegung. Der Mensch ist ständig von Rhythmen und Bewegungen umgeben. Diese sind zum Beispiel die Länge der Tage oder Jahreszeiten, Regenprasseln, Vogelzwitschern, der Hufschlag eines Pferdes oder das Rauschen eines Flusses. In den meisten dieser natürlichen Phänomene sind Rhythmus und Bewegung untrennbar miteinander verbunden.
1. Tanzen – zwischen Sport und Kunst: Dieses Kapitel definiert Tanz als Sportart und beleuchtet die geschichtliche Entwicklung vom Ursprung bei Naturvölkern bis hin zu modernen Tanzformen des 21. Jahrhunderts.
2. Motivationspsychologische Aspekte: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Motivation im Kontext des Tanzens erläutert, wobei Themen wie Flow-Erleben, Leistungsaspekte und der gesundheitliche Mehrwert im Vordergrund stehen.
3. Pädagogisch – Methodische Überlegungen: Dieser Teil widmet sich den veränderten Lebensbedingungen von Kindern sowie den didaktischen Ansätzen, wie Tanz als Unterrichtsinhalt in der Grundschule erfolgreich und motivierend integriert werden kann.
4. Konzept zur Integration von Tanz in den Sportunterricht: Das Kapitel bietet ein praktisches Konzept mit konkreten Übungen für den Unterricht, das von der Themenfindung bis zur methodischen Gestaltung eines Lernprozesses reicht.
Tanzen, Sportunterricht, Grundschule, Motivation, Rhythmus, Tanzpädagogik, Gesundheitsförderung, Adipositas, Bewegung, Bewegungsbildung, Koordination, Flow-Erleben, Didaktik, Körpererfahrung, Ausdruckstanz.
Die Arbeit untersucht, wie Tanzen im Sportunterricht von Grundschülern genutzt werden kann, um Kinder langfristig zum eigenverantwortlichen und gesundheitsfördernden Sporttreiben zu motivieren.
Die Autorin behandelt historische Hintergründe, motivationspsychologische Theorien, pädagogische Herausforderungen und spezifische methodische Konzepte für die Tanzerziehung in der Schule.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Tanz als motivierendes Element im Grundschulsport effektiv eingesetzt werden kann, um die Persönlichkeitsentwicklung und körperliche Fitness der Kinder zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu sportwissenschaftlichen, psychologischen und pädagogischen Fachbeiträgen sowie der Reflexion aus der eigenen tanzpädagogischen Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Motivationsanalyse, eine pädagogische Einordnung der aktuellen Kindheitsbedingungen und ein konkretes Konzept zur schulpraktischen Umsetzung.
Tanzerziehung, Grundschule, Motivationsförderung, Ganzheitlichkeit, Bewegungsfreude und Pädagogische Didaktik.
Tanzen wird hier als präventiver und therapeutischer Ansatz vorgestellt, um übergewichtigen Kindern einen niederschwelligen und freudvollen Einstieg in die sportliche Aktivität zu ermöglichen.
Die Koordination wird als grundlegendes Abstimmen von Teilprozessen zu einem ganzheitlichen Bewegungsablauf beschrieben, was für das Erreichen tänzerischer Präzision unerlässlich ist.
Improvisation dient laut der Autorin als wichtiges Unterrichtsprinzip, um die Kreativität der Kinder zu fördern und ihnen eine individuelle Auseinandersetzung mit ihren Gefühlen zu ermöglichen.
Dieser Abschnitt analysiert, wie trotz der veränderten Lebensumstände heutiger Kinder – wie "Verinselung" oder Medienkonsum – der Tanz als Ressource für die körperliche und soziale Entwicklung in die Schule integriert werden kann.
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