Examensarbeit, 2007
40 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Auf das Konzept bezogene Lehrerfunktionen
2 Pädagogische Ausgangssituation
2.1 Darstellung der schulischen Voraussetzungen
2.1.1 Das Schulspiel als Instrument der Situationsanalyse
2.2 Darstellung des Sport- und Bewegungsunterrichts
3 Entwicklung des Konzeptes
3.1 Pädagogische Grundlegung für den Schulsport
3.2 Die dritte Sportstunde
3.3 Die Bewegungsbaustelle - Die Lösung des Problems
3.3.1 Theorie der Bewegungsbaustelle
3.4 Zielformulierung
4 Praktische Umsetzung des Konzeptes
4.1 Organisatorische und unterrichtliche Vorbereitungen
4.2 Erste Erprobungsphase
4.2.1 Auswertung der ersten Erprobungsphase
4.2.2 Konsequenzen der ersten Auswertung
4.3 Zweite Erprobungsphase
4.3.1 Auswertung der zweiten Erprobungsphase
4.3.2 Konsequenzen der zweiten Auswertung
5 Resümee
6 Literatur
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, ein praxistaugliches Konzept für die Nutzung einer Bewegungsbaustelle zu entwickeln, welches insbesondere fachfremd unterrichtenden Lehrkräften ermöglicht, die dritte Sportstunde systematisch und qualitativ hochwertig zu gestalten. Dabei wird untersucht, inwieweit das Konzept unter dem Aspekt spezifischer Betreuungsfunktionen erfolgreich erprobt und in den Schulalltag integriert werden kann.
Die Bewegungsbaustelle - Die Lösung des Problems
Betrachtet man zusammenfassend die organisatorischen Voraussetzungen der Schule, das heißt:
die eingeschränkte Sportstättenverfügbarkeit,
die vorgegebenen Bewegungsmöglichkeiten im Außengelände,
die Betreuung der dritten Sportstunde durch Lehrkräfte mit überwiegend fachfremden Schwerpunkten,
die Notwendigkeit der Förderung aller Kinder und
die auf der Grundlage der Forderung des Lehrplans Sport durchzuführende systematische Ausgestaltung auch der dritten Sport- oder Bewegungsstunde,
so bietet das entwickelte Konzept zur Durchführung der schuleigenen Bewegungsbaustelle die methodische Lösung. Eine ausführliche Begründung dieser Hypothese liefert das folgende Kapitel über den theoretischen Zusammenhang der Bewegungsbaustelle. Hieraus erschließt sich ebenfalls die Herleitung der im März 2007 durchgeführten ersten Erprobungsphase mit Hilfe des erstellten Evaluationsbogens (Anlage 01).
1 Einleitung: Die Einleitung herleitet die Notwendigkeit einer speziellen Bewegungsförderung an einer Grundschule in sozial schwierigem Umfeld und definiert das Ziel der Konzeptentwicklung.
2 Pädagogische Ausgangssituation: Dieses Kapitel beschreibt den Ist-Zustand an der Grundschule XX, einschließlich der schulischen Rahmenbedingungen und der motorischen Defizite der Schülerschaft.
3 Entwicklung des Konzeptes: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Bewegungsbaustelle, ihre pädagogische Bedeutung und die spezifischen Betreuungsfunktionen für die Lehrkräfte dargelegt.
4 Praktische Umsetzung des Konzeptes: Dieses Kapitel dokumentiert chronologisch die Vorbereitungen sowie die Ergebnisse der zwei Erprobungsphasen und deren Auswertung durch Evaluationen.
5 Resümee: Das Resümee zieht eine Bilanz der bisherigen Erprobung, reflektiert die Erfolge sowie kritische Punkte und gibt einen Ausblick auf die weitere Übertragbarkeit des Konzepts.
6 Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der herangezogenen Internetquellen.
Bewegungsbaustelle, Grundschule, Schulsport, Bewegungsförderung, Betreuungsfunktionen, Motorik, Psychomotorik, Handlungskompetenz, Evaluation, Erprobungsphase, Sicherheitserziehung, Spielpädagogik, Bewegte Schule, Diagnostik, Lernumgebung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Implementierung einer schuleigenen Bewegungsbaustelle zur gezielten Förderung der Bewegungskompetenz von Grundschulkindern im Rahmen der dritten Sportstunde.
Zentrale Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung psychomotorischer Ansätze, die praktische Organisation von Bewegungsbaustellen sowie die Identifikation und Erprobung von Betreuungsfunktionen für Lehrkräfte.
Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, das von allen Lehrkräften – auch fachfremden – einfach umgesetzt werden kann, um eine qualitativ hochwertige Bewegungsförderung in der dritten Sportstunde zu ermöglichen.
Die Autorin nutzt zur Evaluation des Konzepts eine Kombination aus Selbstbeobachtung, standardisierten Evaluationsbögen und einer begleitenden Bilddokumentation während zweier Erprobungsphasen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung der Bewegungsbaustelle, die Darstellung des methodischen Vorgehens und die detaillierte Auswertung der praktischen Erprobung in zwei Schulklassen.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Bewegungsbaustelle, Psychomotorik, Betreuungsfunktionen, Grundschule und sportpädagogische Evaluation definieren.
Die Autorin betont das Prinzip der indirekten Betreuung, bei dem die Lehrkraft abwägbare Risiken zulässt, um die Selbstsicherungsfähigkeit der Kinder zu schulen, anstatt starre Verbote auszusprechen.
Diese Funktionen – Bereitstellen, Unterstützen und Bewerten – bilden den Kern des Lehrerhandelns, um den Kindern einerseits Freiraum zur Selbstbestimmung zu lassen und sie andererseits gezielt durch Impulse und Beobachtung in ihrer Entwicklung zu fördern.
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