Examensarbeit, 2008
39 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Didaktik des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
2.1 Was ist handlungs- und produktionsorientierter Unterricht?
2.2 Abgrenzung der Begriffe „handlungsorientiert“ und „produktionsorientiert“
2.3 Begründung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts und Abgrenzung zum rein analytischen Literaturunterricht
2.4 Von den historischen Vorläufern bis zur Gegenwart
2.5 Szenische Orientierung im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht
2.6 Ziele des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
2.7 Methoden der handlungs- und produktionsorientierten Literaturdidaktik
2.8 Motivations- und Lesekompetenzförderung durch handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht
3. Vorstellung des Jugendromans „Ich knall euch ab!“
3.1 Zeitgeschichtlicher Hintergrund
3.2 Inhalt
3.3 Begründung der Themenwahl
3.4 Begründung der Romanauswahl
3.5 Handlungs- und produktionsorientierte Erschließung des Romans
3.6 Lernvoraussetzungen
4. Unterrichtsbeispiele
4.1 Aufbau der Unterrichtsbeispiele
4.2 Ziele der Unterrichtsbeispiele
4.3 Unterrichtsbeispiel zur Vorgeschichte
4.3.1 Einen Brief zu Ende schreiben
4.4 Unterrichtsbeispiel für das siebte Schuljahr
4.4.1 Szenische Darstellung
4.5 Unterrichtsbeispiele für das achte Schuljahr
4.5.1 Verfassen eines inneren Monologs
4.5.2 Szenische Darstellung
4.6 Unterrichtsbeispiel für das neunte Schuljahr
4.6.1 Verfassen einer E-Mail
4.7 Unterrichtsbeispiel für das zehnte Schuljahr
4.7.1 Akustische Gestaltung eines Hörspiels
4.8 Auswertung der Unterrichtsbeispiele
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, durch die Entwicklung und Bewertung handlungs- und produktionsorientierter Unterrichtsbeispiele für den Jugendroman „Ich knall euch ab!“ von Morton Rhue aufzuzeigen, wie diese didaktischen Verfahren die Lesemotivation und Lesekompetenz von Schülern in der Sekundarstufe I effektiv fördern können.
2.1 Was ist handlungs- und produktionsorientierter Unterricht?
Der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht will nicht als Methode oder Unterrichtskonzept für kognitiv weniger begabte Schüler verstanden werden. Vielmehr ist seine Aufgabe die Erziehung zum kritischen Denken und Handeln. In einem handlungs- und produktionsorientierten Unterricht lernen die Schüler nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit den Händen und Füßen, dem Herzen und allen Sinnen. Es handelt sich folglich um einen ganzheitlichen und schüleraktiven Unterricht, der den Schülern einen handelnden und produktiven Umgang mit Unterrichtsinhalten ermöglichen soll. Drei der führenden Didaktiker des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts, Haas, Menzel und Spinner, betonen, dass es keinen einheitlichen Ansatz dieser Literaturdidaktik gibt. Dennoch wird durch die sich überschneidenden Zielsetzungen, die im Abschnitt 2.5 noch genannt werden, eine Bedeutungskonstellation für diese Arbeit definiert:
Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht bezeichnet einen Unterricht, der die Schüler über die kognitive Ebene hinaus auch auf affektiver und kreativer Ebene eigentätig werden lässt, um so eine motivierte ganzheitliche Textannäherung, die individuelle Textaneignung der Schüler und hierüber ein tieferes Textverständnis zu fördern.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, den Deutschunterricht durch innovative, schülerorientierte Methoden zu öffnen, um der PISA-Problematik der mangelnden Lesemotivation bei Jugendlichen entgegenzuwirken.
2. Didaktik des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, definiert die zentralen Begriffe und Konzepte der Literaturdidaktik und begründet die Bedeutung von Szenik und aktiv-produktivem Handeln.
3. Vorstellung des Jugendromans „Ich knall euch ab!“: Hier wird der gewählte Roman von Morton Rhue in seinen zeitgeschichtlichen Kontext gesetzt und die Entscheidung begründet, warum er sich besonders für eine handlungs- und produktionsorientierte Erschließung eignet.
4. Unterrichtsbeispiele: Dieser umfangreiche Anwendungsteil präsentiert konkrete Unterrichtskonzepte für verschiedene Jahrgangsstufen, die von der Vorgeschichte bis hin zum Attentat reichen und evaluiert deren didaktischen Nutzen.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass handlungs- und produktionsorientierte Verfahren einen wesentlichen Beitrag zur Leseförderung leisten können, indem sie Theorie und Praxis integrativ verbinden.
Literaturunterricht, Handlungs- und Produktionsorientierung, Lesekompetenz, Lesemotivation, Morton Rhue, Ich knall euch ab!, Szenisches Interpretieren, Schreibkompetenz, Sekundarstufe I, Literaturdidaktik, Schülerorientierung, Textverstehen, Perspektivenwechsel, Empathie.
Die Arbeit untersucht, wie handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden die Lesekompetenz und Motivation von Schülern in der Sekundarstufe I verbessern können.
Zentrale Themen sind die Didaktik des Literaturunterrichts, die Förderung von Leselust sowie die konkrete Anwendung von Methoden wie szenischem Spiel oder textproduktivem Schreiben an einem Jugendroman.
Das Ziel ist es, praxisnahe Unterrichtsbeispiele zu entwickeln, die Schülern einen motivierenden und ganzheitlichen Zugang zum literarischen Werk „Ich knall euch ab!“ ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch literaturdidaktische Fachliteratur und überträgt diese Konzepte in konkrete, evaluierte Unterrichtsmodelle.
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Einbettung konkrete Unterrichtsmodule für die Klassenstufen 8-10 konzipiert, durchgeführt und hinsichtlich ihrer Lernziele bewertet.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lesekompetenz, Handlungs- und Produktionsorientierung, Empathie, Literaturdidaktik und Schülerorientierung geprägt.
Der Roman eignet sich aufgrund seiner Thematik (Schulgewalt) besonders gut, um Schüler affektiv anzusprechen und sie durch die komplexe Erzählstruktur zur eigenständigen Rekonstruktion der Handlung zu bewegen.
Szenisches Interpretieren fördert die Empathie, da Schüler durch das Einnehmen von Rollen und die Gestaltung von Interaktionen die Motivation und Beweggründe der literarischen Figuren besser nachempfinden können.
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