Bachelorarbeit, 2008
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Themeneinführung
1.2 Inhalt und Untersuchungsziele
2. Die historische Entwicklung des Marathons
2.1 Schlacht von Marathon und Sage vom Marathon-Boten
2.2 Erster olympischer Marathon und Spyridon Louise
2.3 Entstehung der Marathon-Distanz
2.4 Marathon als Zuschauersport zu Beginn des 20. Jahrhunderts
3. Der Marathon-Boom
3.1 Aufstieg des Marathons
3.1.1 Professionalisierung von Marathon-Läufern
3.1.2 Entwicklung der Läuferzahlen
3.1.3 Entwicklung der Marathon-Veranstaltungen
3.2 Marathon als Frauensport
3.3 Profiteure der Marathon-Entwicklung
3.4 Gründe des Marathon-Booms
3.5 Marathon-Entwicklung der letzten fünf Jahre
4. Marathon-Laufen im Bergischen Land
4.1 Bedeutung des Marathons im Bergischen Land
4.1.1 Marathon-Situation im Bergischen Land
4.1.2 Laufbedingungen im Bergischen
4.1.3 Bergische Städte als Lauf-Entwicklungshelfer
4.1.4 Laufvereine im Bergischen
4.1.5 Marathons in der Umgebung des Bergischen
4.2 Laufverhalten der bergischen Marathon-Läufer
4.2.1 Empirische Untersuchung der bergischen Marathon-Läufer
4.2.2 Charakteristik der bergischen Marathon-Läufer
4.2.3 Laufgewohnheiten der bergischen Marathonis
4.2.4 Trainings- und Wettkampforte der bergischen Marathonis
4.3 Pushfaktoren für den Marathon-Boom in Remscheid
4.3.1 Remscheider Marathon-Projekt
4.3.2 Remscheider „Röntgenlauf“
4.3.3 Lauf-Berichterstattung in der lokalen Presse
5. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die weltweite Entwicklung des Marathons zum modernen Massen- und Gesellschaftssport sowie die regionalen Ausprägungen dieses Phänomens im Bergischen Land. Ziel ist es, die Gründe für den "Marathon-Boom", die Rolle von Pushfaktoren sowie das Laufverhalten der regionalen Läufer auf Basis einer empirischen Befragung zu analysieren.
2.1 Schlacht von Marathon und Sage vom Marathon-Boten
Die Sage, die für die Distanz des ersten Marathon-Wettbewerbs bei den ersten olympischen Spielen und somit auch für die heutige Marathon-Distanz verantwortlich ist, erzählt von einem Griechen, der im Jahr 490 vor Christus den Sieg der Griechen über die Perser verkündet habe. Diese beiden Völkergruppen bekämpften sich am 12. September 490 vor Christus auf einem riesigen Schlachtfeld, das bei der Kleinstadt Marathon lag. Die Stadt Marathon liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich von der griechischen Hauptstadt Athen. Bei dem Kampf ging es um territoriale Gebiete, wobei die Perser in deutlicher Überzahl waren. Die Perser unter dem Großkönig Dareios I. hatten Griechenland angegriffen und wollten nun die Hauptstadt in ihren Besitz nehmen. Doch die Athener waren trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit siegreich und konnten die Perser vertreiben. Daraufhin gab der zuständige Feldherr namens Miltiades einem Landsmann den Befehl, die Kunde über den errungenen Sieg nach Athen zu übermitteln.
Hierbei gibt es zwei verschiedene Versionen, wie dies passiert sein solle beziehungsweise welche Identität der Bote gehabt habe. Laut erster Version habe es sich bei dem Nachrichtenübermittler um einen Soldaten gehandelt, der kurz zuvor noch mitgekämpft habe und mit samt seiner rund 20 Kilogramm schweren Rüstung ins 40 Kilometer entfernte Athen gelaufen sei. Dort habe er den Palast erreicht und den in Unwissenheit über den Ausgang des Kampfes befindlichen Stadtherren verkündet „Seid gegrüßt. Wir haben gesiegt.“ Nach diesen beiden Sätzen sei er zusammengebrochen und verstorben.
1. Einleitung: Einführung in die Faszination Marathon, Darstellung des rasanten Trends zum Breitensport und Definition der Untersuchungsziele der Arbeit.
2. Die historische Entwicklung des Marathons: Erläuterung der antiken Mythenbildung, des ersten olympischen Marathons 1896 und der Standardisierung der Distanz 1921.
3. Der Marathon-Boom: Analyse der Leistungsexplosion, Professionalisierung, der Entwicklung der Läuferzahlen und des Wandels zum Frauensport sowie der Gründe für den allgemeinen Trend.
4. Marathon-Laufen im Bergischen Land: Detaillierte regionale Analyse der Marathon-Situation im Bergischen Land, inklusive empirischer Befragung von 255 Läufern und Identifikation lokaler Pushfaktoren.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Marathon-Booms und Prognose über die zukünftige Entwicklung sowie die Stagnation zugunsten kürzerer Laufdistanzen.
Marathon, Laufboom, Bergisches Land, Remscheid, Marathon-Projekt, Röntgenlauf, Sportsoziologie, Breitensport, Laufverhalten, empirische Untersuchung, Marathon-Distanz, Frauensport, Pushfaktoren, Stadtentwicklung, Laufvereine
Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Marathons von einer historischen, teils mythologisch begründeten Disziplin hin zu einem globalen Breitensport-Phänomen mit einem spezifischen Fokus auf die regionale Situation im Bergischen Land.
Die zentralen Themen umfassen die historische Genese, den globalen Aufstieg der Läuferzahlen, die Professionalisierung und Kommerzialisierung sowie die soziologische Betrachtung des Laufverhaltens im Bergischen Land.
Das Ziel ist es, die weltweite Marathon-Entwicklung zu skizzieren und diese Erkenntnisse durch eine eigene empirische Untersuchung der bergischen Läuferschaft in den regionalen Kontext zu übertragen, um lokale Besonderheiten zu erklären.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur historischen und globalen Entwicklung sowie eine empirische quantitative Untersuchung mittels Befragung von 255 Marathon-Läufern im Bergischen Land.
Im Hauptteil werden neben den allgemeinen Trends des Marathon-Booms insbesondere die regionale Lauf-Infrastruktur, Vereinstrukturen, Pushfaktoren wie das Remscheider Marathon-Projekt und das individuelle Laufverhalten der befragten Probanden detailliert untersucht.
Neben dem zentralen Begriff "Marathon" sind Begriffe wie Laufboom, Bergisches Land, Remscheid, Röntgenlauf und empirische Untersuchung für diese Publikation maßgeblich.
Das Projekt wird als entscheidender Pushfaktor für den überdurchschnittlichen Marathon-Boom in Remscheid identifiziert, da es durch gezielte Betreuung viele Laufneulinge nachhaltig für den Marathon-Sport gewinnen konnte.
Die Lokalpresse, insbesondere der "Remscheider Generalanzeiger", dient als Multiplikator, der durch exzessive Berichterstattung und Sponsoring das öffentliche Interesse am Laufsport hoch hält und die Identifikation mit lokalen Events wie dem Röntgenlauf fördert.
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