Fachbuch, 2008
273 Seiten
Abstract
Einführung
Buddhistische Terminologie
Tibetische Medizin
Literatur
Das vorliegende Werk bietet eine fundierte, kommentierende Auseinandersetzung mit der buddhistischen Philosophie und deren praktischer Anwendung in der Tibetischen Medizin, um ein Verständnis für die holistische Sichtweise auf Gesundheit und Krankheit in diesen Traditionen zu ermöglichen.
1.1 Anatman
Der Anatman (Nicht-Selbst) ist die Lehre vom Nicht-Vorhandensein eines permanenten, autarken Selbst. Sie steht in Beziehung zu der vom bedingten Entstehen (s. 1.27 Leere), wonach sich jedes Sein in Konditionalabhängigkeit von einem anderen Sein befindet. Daher kann kein unabhängiger Wesenskern bestehen und es deshalb auch kein Atman (Selbst) als permanente Ich-Einheit geben. Diese Erkenntnis ist jedoch dem Menschen als Ausdruck seiner grundeigenen Unwissenheit verstellt; hieraus resultiert seine zentrische Positionierung des Ichs mit der sich daraus ableitenden Perspektive der Wirklichkeit (s.1.41 Realität, buddhistische) und unterhält den Dualismus (s. 1.19 Dualismus) eines dauerhaften Ich und eines dauerhaften Seins. Daher konzentrieren sich die Methoden zur Erlangung der Befreiung (s. 1.25 Karma) darauf, den Glauben an ein Ich als das wesentliche Hindernis für die Verwirklichung des Nirwana (s. 1.39 Nirwana) auszuräumen.
Der Anatman ist im Hinayana (s. 1.22 Hinayana-Buddhismus, s. 1.16 Dharma) verankert, in der Ablehnung des Vorhandenseins einer permanenten Wesenhaftigkeit gehört er zusammen mit dem Karma (s. 1.25 Karma), der Wiedergeburt (s. 1.42 Reinkarnation) sowie dem Nirwana (s. 1.39 Nirwana) zum Grundverständnis der buddhistischen Lehre.
Abstract: Eine einführende Betrachtung, die den Kontext der modernen westlichen Gesundheitsgesellschaft und die zunehmende Hinwendung zu fernöstlichen Philosophien wie dem Buddhismus und der Tibetischen Medizin beleuchtet.
Einführung: Erläutert das biopsychosoziale Modell, die untrennbare Verbindung von Körper und Geist und die Bedeutung einer ganzheitlichen Gesundheitsbetrachtung im kybernetischen Kontext.
Buddhistische Terminologie: Präsentiert eine Auswahl grundlegender buddhistischer Fachbegriffe und Konzepte in systematischer Aufarbeitung, die für das Verständnis der weiteren Lehren essentiell sind.
Tibetische Medizin: Beschreibt die theoretischen und praktischen Grundlagen des medizinischen Systems, inklusive Diagnostik, Therapieansätzen und der Rolle von Geist, Körper und Energie.
Literatur: Eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Quellen und weiterführenden Materialien, auf die sich die Arbeit stützt.
Buddhismus, Tibetische Medizin, Anatman, Karma, Reinkarnation, Erleuchtung, Geist, Bewusstsein, Meditation, Mantras, Diagnostik, Bön, Mahayana, Vajrayana, Heilkunst.
Das Buch bietet ein kommentiertes Glossar, das die komplexen philosophischen Zusammenhänge der buddhistischen Lehre und deren medizinische Anwendung in der tibetischen Tradition verständlich darlegt.
Die Themen umfassen die buddhistische Metaphysik (z.B. Leere, Karma), die Kosmologie, medizinische Diagnostik sowie spirituelle Praxisformen wie Meditation und die Verwendung von Mantras.
Das Ziel ist es, durch die Erklärung zentraler Begriffe und Zusammenhänge eine Brücke zwischen buddhistischer Philosophie und praktischer Lebensführung bzw. Heilkunst zu schlagen.
Die Arbeit basiert auf einer philologischen und philosophischen Analyse klassischer buddhistischer Schriften sowie deren Verbindung mit Erkenntnissen aus dem Bereich der Tibetischen Medizin.
Der Hauptteil ist in zwei große Sektionen untergliedert: Zuerst werden die philosophischen Grundlagen (buddhistische Terminologie) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung des tibetischen Medizinsystems.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Leerheit (Sunyata), Bedingtes Entstehen (Pratityasamutpada), dem Bardo-Zustand, Karma und dem ganzheitlichen Verständnis von Körper und Geist.
Krankheit wird als somatische Manifestation geistiger Defizite (Unwissenheit) betrachtet, die zu einem energetischen Ungleichgewicht der Körpersäfte führt.
Geister werden als real existierende (psychosomatische) Störfaktoren betrachtet, die durch die Unwissenheit der Menschen entstehen und deren Heilung eine ganzheitliche spirituelle und rituelle Herangehensweise erfordert.
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