Bachelorarbeit, 2008
33 Seiten, Note: 1,7
0 Einleitung
1. Zielvereinbarungen
1.1 Was sind Ziele und welche Anforderungen müssen sie erfüllen
1.2 Der Nutzen von Zielvereinbarungen für Altenpflegeeinrichtungen
1.3 Der Nutzen von Zielvereinbarungen für den Arbeitnehmer
1.4 Der Nutzen von Zielvereinbarungen für die mittlere Führungsebene
2. Vorraussetzungen für eine gelungene Implementierung von Zielvereinbarungsgesprächen
2.1 Die Rolle des Top-Level-Managements
2.2 Die Top-Down-Implementierung
2.3 Die Projektgruppe
2.4 Ablauf und Organisation
3. Die Arbeits- und Personalsituation in der Altenpflege
3.1 Quantitative Arbeitsbelastungen
3.2 Arbeitsunterbrechungen
3.3 Sozialer Rückhalt
3.4 Information und Mitsprache
4. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Zielvereinbarungsgesprächen als Instrument der Personalentwicklung in der stationären Altenpflege. Dabei wird analysiert, wie trotz hoher Arbeitsbelastung und schwieriger Rahmenbedingungen durch strukturierte Kommunikation zwischen mittlerer Führungsebene und Pflegepersonal ein Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen werden kann.
1.1 Was sind Ziele und welche Anforderungen müssen sie erfüllen?
„Ziele sind mehr oder weniger bewusste Intentionen bzw. Vorsätze einer Person, die sich auf zukünftige, angestrebte Resultate ihres Handelns beziehen. Ziele beinhalten zugleich kognitive Repräsentationen dieser angestrebten Handlungsresultate.“ (Hacker, W. 2005, S. 26) Der Autor drückt damit aus, dass jeder Mensch sein Handeln auf ein gestecktes Ziel ausrichtet, gleich welchen Umfang das Ziel hat. Dabei kann es sich um kleine, alltägliche Ziele handeln, beispielsweise dem Vorhaben, bis zum Abend eine unordentliche Wohnung wieder in einen sauberen und wohnlichen Zustand zu versetzen. Ein größeres Vorhaben kann der Vermögensaufbau zur finanziellen Absicherung im Alter sein. Die beiden Beispiele sollen den Facettenreichtum an möglichen Zielen verdeutlichen. Um diese Ziele zu erreichen kommt die von Hacker genannte „kognitive Repräsentation“ ins Spiel: Die Person muss sich entscheiden, welche Maßnahmen sie ergreift, um das Ziel zu erreichen. Im Falle der unordentlichen Wohnung und des Vermögensaufbaus wäre das die Reinigung und das Aufräumen der Wohnung, bzw. das regelmäßige und disziplinierte Sparen. An den beiden Exempeln werden noch zwei weitere Aspekte ersichtlich:
Zum einen die zeitlich selbstgesteckte Vorgabe zum Erreichen des Ziels. Die Person muss abwägen, in welcher Zeitspanne es realistisch ist, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Dazu ist eine Selbstreflektion der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten notwendig. Wenn jemand im Putzen ungeübt ist, dauert das Herrichten der Wohnung länger als bei geübten Hausfrauen. Möchte jemand ein Vermögen aufbauen, hat aber nur einen geringen Verdienst, dauert der Vorgang bis zur finanziellen Absicherung dementsprechend länger. Um keine Enttäuschungen zu erfahren, ist eine realistische Abschätzung und Planung somit unabdingbar.
0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Zielvereinbarungen in der Altenpflege essenziell sind, um das stagnierende Handeln von Mitarbeitern zu überwinden und Qualitätssicherung zu betreiben.
1. Zielvereinbarungen: Es werden theoretische Grundlagen wie die SMART-Formel erläutert und der spezifische Nutzen des Instruments für die Altenpflegeeinrichtung, den Mitarbeiter sowie die mittlere Führungsebene dargestellt.
2. Vorraussetzungen für eine gelungene Implementierung von Zielvereinbarungsgesprächen: Dieses Kapitel behandelt die strategischen Rahmenbedingungen, die Rolle des Managements, die Bedeutung einer Projektgruppe sowie den konkreten Ablauf und die Organisation der Gespräche.
3. Die Arbeits- und Personalsituation in der Altenpflege: Basierend auf dem BGW-DAK Gesundheitsreport 2001 wird die aktuelle belastende Arbeitssituation in der Altenpflege hinsichtlich Zeitdruck, Unterbrechungen und sozialem Rückhalt analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Zielvereinbarungen ein hohes Potenzial bieten, aber nur durch sorgfältige Implementierung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen erfolgreich realisierbar sind.
Zielvereinbarungen, Personalentwicklung, Altenpflege, Arbeitsbelastung, Führungsebene, Mitarbeiterführung, Qualitätssicherung, SMART-Formel, Arbeitszufriedenheit, Implementierung, Pflegefachkräfte, Motivation, Zeitdruck, Organisationskultur, Personalmanagement
Die Arbeit analysiert Zielvereinbarungsgespräche als moderne Methode der Personalentwicklung und untersucht deren Anwendungsmöglichkeit im spezifischen Kontext der stationären Altenpflege.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Zielen, die strategische Implementierung in Organisationen sowie die Analyse der realen Arbeitsbedingungen von Pflegefachkräften.
Das Ziel ist zu klären, ob und wie Personalentwicklung durch Zielvereinbarungen in einer Berufsgruppe realisiert werden kann, die häufig durch hohe Arbeitsbelastung und negatives Medienbild geprägt ist.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und bezieht sich zur Untersuchung der Arbeitsbedingungen auf den „Gesundheitsreport 2001 - Altenpflege“ der BGW-DAK.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Ansätzen zur Zielformulierung (KISS/SMART) die Voraussetzungen für die erfolgreiche Implementierung (z.B. Rolle des Top-Level-Managements) sowie die Arbeitsbelastungen in der Altenpflege detailliert dargelegt.
Besonders prägend sind die Begriffe Zielvereinbarungen, Personalentwicklung, Altenpflege, Arbeitsbelastung und Qualitätssicherung.
Das Top-Level-Management fungiert als Vorbild. Die Arbeit zeigt empirisch, dass der Erfolg der Implementierung korreliert mit dem Ausmaß der Beteiligung der oberen Führungsebene.
Der Alltag in der Altenpflege, geprägt durch hohen Zeitdruck und häufige Arbeitsunterbrechungen, erschwert die qualitative Umsetzung, weshalb die Schaffung angstfreier Rahmenbedingungen und Zeitressourcen zwingend erforderlich ist.
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