Fachbuch, 2008
75 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Zielsetzung
2 Wertermittlung in der Theorie
2.1 Allgemeine Aufgabe der Wertermittlung
2.2 Bewertungsgelegenheiten
2.3 Ziele der Wertermittlung
2.4 Verfahren zur Wertermittlung
2.5 Definition branchenspezifischer Bewertungsbegriffe
2.6 Branchenrelevante Bewertungsstandards
3 Einführung in die Bewertung von Hotelimmobilien
3.1 Sonder-, Management- oder Betreiberimmobilie ?
3.2 Bewertungsrelevante Faktoren
3.3 Situationen für Wertermittlungen
4 Bewertung von Hotelimmobilien nach §194 BauGB
4.1 Das Ertragswertverfahren nach §194 BauGB
4.1.1 Allgemeines Pachtwertverfahren
4.1.2 Die ertragskraftorientierte Pachtwertmethode (sog. EOP-Methode)
4.2 Sachwertverfahren nach §§ 21 bis 25 WertV
4.3 Vergleichswertverfahren gemäß §§ 13 und 14 WertV
4.4 Abgekürztes Ertragswertverfahren
5 Ertragswertverfahren bzw. DCF-Verfahren bei der Hotelwertermittlung
5.1 Historischer Abriss
5.2 Grundmodell des Ertragswertverfahrens
5.3 Barwert
5.3.1 Wertermittlungsstichtag
5.3.2 Cashflow-Prognose
5.3.2.1 Betriebskonzept
5.3.2.2 Festlegung der unterstellten Preisentwicklung
5.3.2.3 Festlegung der Gesamtfinanzierungsstruktur
5.3.2.4 Ausschüttungspolitik der Cashflows über den Betrachtungszeitraum
5.3.2.5 Zusammensetzung des bewertungsrelevanten Cashflows
5.3.3 Kalkulationszinssatz im Ertragswertverfahren
5.3.3.1 Ermittlung und Festlegung des Basiszinssatzes
5.3.3.2 Praxisrelevante Ansätze zur Festlegung des Risikozuschlages
5.3.3.2.1 Orientierung an der zu diskontierenden Ertragsverteilung
5.3.3.2.2 Risikozuschlag durch Einbeziehung des CAPM
5.3.3.2.3 Festlegung des Risikozuschlags mit Hilfe eines Multiplikators
5.3.3.2.4 Weitere in der Wertermittlungspraxis angewandte Hilfsverfahren
5.3.4 Ableitung des Ertragswertes und Market Value
5.3.5 Klassische Fehler im Zusammenhang mit Hotelbewertungen
6 Abschließende Diskussion
6.1 Interpretation und Einordnung der Ergebnisse
6.2 Ausblick über die zukünftige Wertermittlungspraxis
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Prozess der Hotelwertermittlung methodisch darzustellen und insbesondere die branchenspezifischen Besonderheiten sowie deren Einfluss auf die Ermittlung des "Market Value" mittels des Discounted Cashflow-Verfahrens zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.
3.1 Sonder-, Management- oder Betreiberimmobilie ?
Im Zusammenhang mit der Bewertung von gewerblichen Immobilien stellt die Hotelimmobilie eine Ausnahme dar. Als Sonder- bzw. Betreiberimmobilie besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Immobilienwert und Betreiber, da das Gebäude lediglich als bloßer Produktionsfaktor anzusehen ist. Das liegt zum einen an den hohen Investitionskosten bei der Errichtung einer Hotelimmobilie sowie der erschwerten Umnutzung zu einem späteren Zeitpunkt. Im Gegensatz zu anderen gewerblichen Branchen ist zudem die betriebswirtschaftliche Bewertung der Ertragsstruktur mit seinen beeinflussbaren Variablen für branchenfremde nur schwer nachvollziehbar.
Diese Punkte stellen im Wesentlichen den Unterschied zu Büro-, Wohn- oder Geschäftsimmobilien dar, „deren Wert in der Regel allein aus der Höhe der erzielbaren Mieten reduziert“ und unabhängig vom Erfolg des Mieters ist. Ergänzend ist hinzuzufügen, dass sich die Wertermittlung bei den obengenannten Immobilien insbesondere auf Marktmieten und vermietete Flächen stützen, deren Werte weitestgehend transparent vorliegen. Die Wertermittlung für eine Immobilie kann sich somit für einen bestimmten Standort über einen „Vergleich“ ergeben.
Diese Verfahrensweise lässt sich bei Hotelimmobilien nicht Eins zu Eins adaptieren, da ein Hostel nicht zwingend einen geringeren Wert haben muss als ein 3-Sterne-Hotel und diesbezüglich Vergleichswerte nicht vorliegen. Durch die unflexible Nutzungsmöglichkeit ist zudem eine getrennte Betrachtung von Immobilie und Hotelbetrieb unzweckmäßig. Vielmehr sind im Zusammenhang mit der Hotelbewertung die wesentlichen bewertungsrelevanten Faktoren für das gesamte Objekt zu untersuchen.
1. Einleitung: Darstellung der Einflussfaktoren auf Immobilienmärkte durch die Globalisierung und die daraus resultierende Diskussion zwischen traditionellen deutschen und modernen internationalen Wertermittlungsverfahren.
2 Wertermittlung in der Theorie: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, inklusive der verschiedenen Funktionslehren und der Systematisierung von Bewertungsanlässen und -zielen.
3 Einführung in die Bewertung von Hotelimmobilien: Analyse der Besonderheiten von Hotels als Betreiberimmobilien und Identifikation der für eine Bewertung relevanten Standort- und Managementfaktoren.
4 Bewertung von Hotelimmobilien nach §194 BauGB: Vorstellung der klassischen deutschen Bewertungsverfahren wie Ertragswert-, Sachwert- und Vergleichswertverfahren im spezifischen Kontext der Hotelbewertung.
5 Ertragswertverfahren bzw. DCF-Verfahren bei der Hotelwertermittlung: Detaillierte Untersuchung des Discounted Cashflow-Verfahrens, der Ermittlung von Cashflows sowie der problematischen Festlegung des Kapitalisierungszinssatzes.
6 Abschließende Diskussion: Zusammenfassende Interpretation der Bewertungsproblematiken und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Wertermittlungspraxis im Hotelbereich.
Hotelimmobilien, Wertermittlung, Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow-Verfahren, Market Value, Kapitalisierungszinssatz, Betreiberimmobilie, Cashflow-Prognose, Hotelbewertung, Verkehrswert, Risikozuschlag, Hotelmanagement, Immobilienfinanzierung, Pachtvertrag.
Die Arbeit behandelt die methodischen Herausforderungen und Spezifika bei der Wertermittlung von Hotelimmobilien unter Berücksichtigung branchenspezifischer Besonderheiten.
Die zentralen Felder sind die Bewertungsmethodik (insb. Ertragswert- und DCF-Verfahren), die Analyse von Cashflows im Hotelbetrieb sowie die komplexe Ermittlung von Kapitalisierungszinssätzen.
Das Ziel ist es, den Wertermittlungsprozess für Hotels bis zur Ableitung eines "Market Value" unter Nutzung des DCF-Verfahrens darzustellen und die Anwendungsgrenzen gängiger Modelle aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur und Standards (IdW), ergänzt durch die methodische Aufarbeitung von Praxisbeispielen und Cashflow-Berechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die Einführung in die spezifische Hotelbewertung, die Erörterung gesetzlicher Verfahren nach BauGB sowie die detaillierte Analyse moderner DCF-Modelle und deren Risikokomponenten.
Wichtige Begriffe sind Hotelimmobilien, Wertermittlung, Ertragswertverfahren, DCF-Verfahren, Market Value und Kapitalisierungszinssatz.
Da das Hotelgebäude lediglich als Produktionsfaktor dient, ist der Wert direkt vom operativen Erfolg des Betreibers abhängig, was eine getrennte Betrachtung von Immobilie und Betrieb erschwert.
Aufgrund der branchenspezifischen Risiken (z.B. Standort, Management, Kapitalstruktur) sind Risikozuschläge entscheidend, da sie die erhöhte Unsicherheit in den Kapitalisierungszinsfuß überführen.
Das CAPM wird als marktgestützte Methode zur Ermittlung des Risikozuschlags diskutiert, wobei der Autor kritisch anmerkt, dass die notwendigen Daten für nicht börsennotierte Hotelbetriebe schwer zugänglich sind.
Zu den Fehlern zählen unter anderem eine oberflächliche Vergangenheitsanalyse, das Ignorieren von Instandhaltungsrücklagen (FF&E), irreführende Preisvergleiche und ein unreflektierter Einsatz allgemeiner Branchenkennzahlen.
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