Masterarbeit, 2006
92 Seiten, Note: 5,25
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung
1.3 Zielsetzung
1.4 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen des Issues Managements
2.1 Begriffsklärung: Issues
2.1.1 Lebenszyklus eines Issue
2.1.2 Klassifizierung von Issues
2.2 Begriffsdefinition: Issues Management
2.2.1 Prozessablauf
2.2.2 Rollen, Funktionen und Verantwortungsbereiche
2.2.3 Technologische Unterstützung
2.3 Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen
2.3.1 Stand der aktuellen Literatur
2.3.2 Hypothesenbildung
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Methode der Datenerhebung
3.1.1 Web-Survey
3.1.2 Der Fragebogen
3.2 Untersuchungsgegenstand
3.2.1 Grundgesamtheit und Stichprobe
3.2.2 Stichprobenbildung
3.3 Durchführung
4 Diskussion der Ergebnisse
4.1 Struktur der Stichprobe
4.2 Bedeutung und Einsatz des Issues Managements
4.2.1 Branchenzugehörigkeit
4.2.2 Unternehmensgrösse
4.2.3 Internationalität
4.2.4 Zwischenfazit
4.3 Organisatorische Verankerung und Verknüpfung des Issues Managements
4.4 Umsetzungsdauer und Prozessstrukturierung
4.5 Suche und Identifikation von potenziellen Issues
4.5.1 Verwendung von vordefinierten Kriterien
4.5.2 Medien
4.5.3 Mitarbeiter
4.6 Bewertung der Issues
4.6.1 Analyse der identifizierten Issues
4.6.2 Priorisierung und Selektion der identifizierten Issues
4.7 Rollen, Funktionen und Verantwortungsbereiche
4.8 Technologische Unterstützung
4.9 Systematisches Issues Management
4.9.1 Haupthypothese: Mitarbeiter
4.9.2 Haupthypothese: Medien
4.9.3 Unterhypothese 1: Sensible Branche
4.9.4 Unterhypothese 2: Internationalität
5 Implikationen für das Management
5.1 Organisatorische Massnahmen
5.1.1 Prozessstrukturierung
5.1.2 Rollen, Funktionen und Verantwortungsbereiche
5.1.3 Technologische Unterstützung
5.2 Prozessphase der Suche und Identifikation von Issues
5.2.1 Verwendung von vordefinierten Kriterien
5.2.2 Medien
5.2.3 Mitarbeiter
5.3 Prozessphase der Bewertung der identifizierten Issues
5.4 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Master-Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung von Issues Management in Unternehmen. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie ein systematischer Issues Management Prozess gestaltet sein muss, um aufkommende relevante Themen frühzeitig zu erkennen, zu evaluieren und erfolgreich zu steuern.
1.1 Problemstellung
Häufig beschriebene Faktoren, wie etwa die steigende Komplexität und Dynamik von Umweltbedingungen, die Globalisierung, der gesellschaftliche Wertewandel und Pluralismus, haben klar gemacht, dass langfristiger ökonomischer Erfolg von Unternehmen nicht nur über „marktorientierte Geschäftstätigkeit“ zu erzielen ist, sondern den Einbezug des gesellschaftlichen Umfelds notwendig macht. Zudem führt die „gesellschaftliche Exponiertheit“ von Unternehmen zu einer ständigen Beobachtung durch verschiedene Gruppen aus der Öffentlichkeit und zu latenten Konfliktherden mit Interessengruppen, die jederzeit gefährlich werden können. Das Erreichen von Unternehmenszielen wird daher von den Interessen der Öffentlichkeit beeinflusst und individuellen Anspruchsgruppen gelingt es immer mehr, die Medien und eine breite Öffentlichkeit für ihre Anliegen zu mobilisieren. Wenn diese Anliegen ignoriert oder unterschätzt werden, drohen ökonomische Konsequenzen, wie beispielsweise Konsum-Boykotte oder Vorschriften für Produktion oder Vermarktung. Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverluste sowie Imageschäden können folgen. Eine langfristig erfolgreiche Existenz von Unternehmen ist daher nicht ohne externe Verantwortlichkeit möglich und unternehmerischer Erfolg hängt zunehmend davon ab, inwieweit sich Unternehmen gegenüber Anspruchsgruppen legitimieren können.
Im Rahmen der Organisationspolitik gewinnt deshalb das Management kommunikativer Beziehungen zu Anspruchsgruppen an Relevanz. An dieser Stelle setzt das Issues Management an, indem es auf Basis einer systematischen Beobachtung relevanter Umweltbereiche entscheidungsrelevante Informationen über mögliche Themen und Erwartungen von Anspruchsgruppen liefert, die die Handlungsspielräume des Unternehmens und die Erreichung ihrer Ziele tangieren können. Issues Management ermöglicht eine proaktive Auseinandersetzung mit konflikthaltigen Sachverhalten und unterstützt das Unternehmen bei der Bewältigung von Ungewissheit und Risiko.
1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Thema Issues Management als strategisches Frühwarninstrument und leitet aus der zunehmenden gesellschaftlichen Exponiertheit von Unternehmen die Forschungsfrage ab.
2 Theoretische Grundlagen des Issues Managements: Es werden die begrifflichen Grundlagen, der Prozessablauf, relevante Rollen und die Bedeutung technologischer Unterstützung für ein systematisches Issues Management erörtert.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die Durchführung einer Online-Befragung (Web-Survey) als Datenerhebungsmethode und beschreibt die Stichprobenbildung unter deutschsprachigen Unternehmen.
4 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden analysiert, wobei Schwerpunkte auf der organisatorischen Verankerung, der Suche, Identifikation und Bewertung von Issues in der Praxis liegen.
5 Implikationen für das Management: Basierend auf den Studienergebnissen werden Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Prozessstrukturierung, Rollenfestlegung und technologischen Unterstützung für Unternehmen abgeleitet.
Issues Management, Unternehmenskommunikation, Public Relations, Frühwarnfunktion, Stakeholder-Management, Prozessstrukturierung, Datenerhebung, Online-Befragung, Unternehmenssteuerung, Risikomanagement, Anspruchsgruppen, Strategische Planung, Prozessmanagement, Unternehmensrelevanz, Krisenprävention.
Die Master-Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz und der operativen Umsetzung von Issues Management in Unternehmen im deutschsprachigen Raum.
Im Fokus stehen die theoretische Definition des Issues Managements, die empirische Erfassung der Anwendung in Unternehmen sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für das Management.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie ein systematischer Issues Management Prozess gestaltet sein muss, damit ein Unternehmen relevante Themen frühzeitig erkennt, evaluiert und steuern kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Studie, die mittels einer Online-Befragung (Web-Survey) unter 92 Unternehmen durchgeführt wurde.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der Datenerhebung hinsichtlich der organisatorischen Verankerung, der Methoden der Suche und Identifikation von Issues sowie deren Bewertung und Priorisierung.
Kernbegriffe sind Issues Management, strategische Unternehmensführung, Stakeholder-Management, Prozessstrukturierung und empirische Untersuchung.
Die Studie zeigt einen direkten Zusammenhang: Grössere Unternehmen verfügen eher über Ressourcen und Strukturen, um Issues Management systematisch zu betreiben als kleinere Betriebe.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen primär klassische Leitmedien und Fachzeitschriften nutzen, während Online-Medien bei der Suche nach Issues bisher weniger intensiv oder systematisch eingesetzt werden.
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