Masterarbeit, 2005
102 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Barrierefreie Informationstechnik – Grundlagen und Rahmenbedingungen
2.1 Usability – Accessibility – barrierefreie Informationstechnik
2.1.1 Usability
2.1.2 Accessibility und barrierefreie Informationstechnik
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen barrierefreier Informationstechnik
2.2.1 Wichtige Gesetze außerhalb Europas
2.2.2 Initiativen auf der Ebene der Europäischen Union
2.2.3 Barrierefreie Informationstechnik im Bundesrecht
2.2.4 Barrierefreie Informationstechnik im Landesrecht
3. Auswirkungen der barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten auf Bibliotheken
3.1 Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen
3.2 Organisatorische Auswirkungen
4. Grundsätze für die barrierefreie Gestaltung bibliothekarischer Internetangebote
4.1 Die Bestimmungen der BITV und ihre Relevanz für die Internetangebote von Bibliotheken
4.1.1 Äquivalente Alternativinformationen zu Audio-, Bild- und Video-Inhalten
4.1.2 Farbgebung und kontrastreiche Darstellung
4.1.3 Standardkonformer Gebrauch von (X)HTML und CSS
4.1.4 Kennzeichnung von Sprachwechseln und Abkürzungen
4.1.5 Bestimmungsgemäße Verwendung von Tabellen
4.1.6 Maximale Geräte- und Software-Unabhängigkeit
4.1.7 Nutzerkontrolle über zeitgesteuerte Inhalte
4.1.8 Direkte Zugänglichkeit aller Benutzerschnittstellen
4.1.9 Geräteunabhängige Bedienbarkeit
4.1.10 Berücksichtigung älterer Zugangssoftware und älterer assistiver Technologien
4.1.11 Verwendung von öffentlich und vollständig dokumentierten Technologien
4.1.12 Bereitstellung von Kontextinformationen und Orientierungshilfen
4.1.13 Übersichtlichkeit von Navigationsmechanismen
4.1.14 Verständlichkeit der angebotenen Inhalte
4.2 Trennung von Inhalt und Darstellung
4.3 Standardkonformität als Voraussetzung für Barrierefreiheit
4.3.1 Standards für die Inhaltsseite: HTML und XHTML
4.3.2 Standard für die Darstellungsseite: CSS
5. Die spezifischen Problembereiche bibliothekarischer Websites im Hinblick auf Barrierefreiheit
5.1 Online-Kataloge (Web-OPACs)
5.2 Bibliografische und Volltext-Datenbanken
5.3 PDF als De-facto-Standard für digitale Dokumente
5.4 Multimediainhalte
6. Hinweise für die praktische Umsetzung
6.1 Erstellungsprozess
6.2 Validierungsprozess
6.3 Testprozess
6.4 Pflegeprozess
7. Schlusswort
Ziel der Arbeit ist es, Bibliotheken in Deutschland bei der barrierefreien Gestaltung ihrer Internetauftritte zu unterstützen. Die Studie klärt begriffliche Grundlagen sowie rechtliche Rahmenbedingungen und analysiert die spezifischen technischen Anforderungen und Herausforderungen für bibliothekarische Informationsangebote, um den Zugang für Menschen mit Behinderungen zu verbessern.
4.1.1 Äquivalente Alternativinformationen zu Audio-, Bild- und Video-Inhalten
Die in Anlage 1 der BITV aufgeführten technischen Richtlinien sind gegliedert in insgesamt 14 »Anforderungen«, die als Hauptpunkte zu verstehen, und 66 »Bedingungen«, die den Anforderungen als Unterpunkte zugeordnet sind.68 Gleich die erste Anforderung ist ein Beispiel für einen Punkt der BITV, der keinesfalls zu vernachlässigen ist,69 dessen Umsetzung jedoch nicht für alle Bibliotheken mit größerem Aufwand verbunden sein dürfte. Es geht dabei um die Bereitstellung äquivalenter Inhalte für alle visuellen und Audio-Inhalte. Solange die Internetpräsenz einer Bibliothek keine Multimedia-Präsentationen und keine Imagemaps als visuelle Navigationsinstrumente enthält,70 ist von den fünf Bedingungen zu Anforderung 1 überhaupt nur eine, nämlich Bedingung 1.1 zu berücksichtigen, die sich auf die Bereitstellung von Textäquivalenten für jedes »Nicht-Text-Element« (1.1) bezieht. Im Wesentlichen werden dies Grafiken sein, die entweder der Illustration oder der Navigation dienen.
In der Praxis sind es drei (X)HTML-Attribute,71 die zu dem Zweck eingesetzt werden sollten, alternative Textinformationen für Nutzer bereitzustellen, die den visuellen Informationsträger nicht wahrnehmen können. Die Verwendung des alt-Attributs zusammen mit dem img-Element zur Einbindung von Grafiken ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Im Quelltext einer auf Barrierefreiheit ausgelegten Webseite darf es niemals fehlen. Allerdings sollte der Attributwert leer bleiben, wenn die Grafik keinerlei Informationswert besitzt und z. B. zu Layout-Zwecken oder als Platzhalter benutzt wird. Denn so ist gewährleistet, dass alternative Ausgabe-Software wie etwa Screenreader die Grafik überspringen und somit den Benutzer nicht mit überflüssigen Informationen behelligen.
Bei informationstragenden Grafiken erfüllt das alt-Attribut seinen Zweck nur, wenn sein Wert eine echte Alternativinformation zur Grafik ist, d. h., wenn der Alternativtext den Gehalt oder die Funktion einer Grafik korrekt und verständlich beschreibt. Häufig anzutreffende, von manchen HTML-Generatoren automatisch erzeugte Alternativtexte wie »Bild3« oder »zt_25.gif« schaffen eher zusätzliche Nutzungsbarrieren als dass sie zu deren Abbau beitragen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderung der barrierefreien Internetgestaltung für Bibliotheken ein und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext rechtlicher Vorgaben sowie die Zielsetzung der Studie.
2. Barrierefreie Informationstechnik – Grundlagen und Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Usability und Accessibility und gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Barrierefreiheit auf nationaler und internationaler Ebene.
3. Auswirkungen der barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten auf Bibliotheken: Hier werden die sozialen, wirtschaftlichen und organisatorischen Konsequenzen einer barrierefreien Webpräsenz für Bibliotheken beleuchtet.
4. Grundsätze für die barrierefreie Gestaltung bibliothekarischer Internetangebote: Das Kapitel erläutert detailliert die Anforderungen der BITV sowie die technischen Grundprinzipien wie Standardkonformität und die Trennung von Inhalt und Darstellung.
5. Die spezifischen Problembereiche bibliothekarischer Websites im Hinblick auf Barrierefreiheit: Diese Sektion behandelt die Herausforderungen bei der Barrierefreiheit von dynamischen Inhalten wie Online-Katalogen (OPACs), Datenbanken, PDF-Dokumenten und Multimediainhalten.
6. Hinweise für die praktische Umsetzung: Das Kapitel liefert praxisnahe Leitlinien für die Gestaltung, Validierung, das Testen und die kontinuierliche Pflege barrierefreier Webangebote.
7. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Barrierefreiheit einen kontinuierlichen Prozess darstellt, um das Ziel einer Bibliothek für alle zu erreichen.
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Die Master's Thesis befasst sich mit der barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten deutscher Bibliotheken unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben und technischer Standards.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Grundlagen (BITV), technische Anforderungen an barrierefreies Webdesign, spezifische Herausforderungen bei dynamischen Inhalten wie OPACs sowie praktische Umsetzungsschritte für Bibliotheken.
Das Ziel ist, Bibliotheken Informationen an die Hand zu geben, um ihre Internetauftritte barrierefrei zu gestalten und so den Zugang zu Informationen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu rechtlichen und technischen Grundlagen, ergänzt durch die Auswertung von Statistiken zur Barrierefreiheit sowie eine empirische Bestandsaufnahme bei Softwareherstellern für Bibliothekssysteme.
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen der BITV, technische Prinzipien wie die Trennung von Inhalt und Darstellung sowie spezielle Problemfelder wie Web-OPACs, Datenbanken, PDFs und Multimediainhalte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Barrierefreiheit, Bibliotheken, BITV, Web-Design, Usability, Standardkonformität und Online-Kataloge charakterisiert.
Sie erleichtert es assistiven Technologien, den Inhalt strukturiert auszugeben, und ermöglicht es Benutzern, die Darstellung individuell anzupassen, was besonders für Menschen mit Sehbehinderungen von großer Bedeutung ist.
Bibliotheken sollten primär auf (X)HTML setzen. Wenn PDFs unverzichtbar sind, müssen sie als "Tagged PDF" erstellt und idealerweise mit Zusatzsoftware wie Adobe Acrobat barrierearm aufbereitet werden.
Die größte Hürde ist oft die Abhängigkeit von Softwareherstellern, da viele OPAC-Module dynamisch generierten Code erzeugen, der ohne spezielle Konfiguration nicht den Anforderungen an Barrierefreiheit entspricht.
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