Magisterarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problem- und Fragestellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Das Konzertwesen
2.1 Konzerte im marktwirtschaftlichen Kontext
2.1.1 Zum Begriff des Konzerts
2.1.2 Zentrale Charakteristika des Konzertwesens
2.1.3 Ökonomische Bedeutung des Live-Konzertmarktes innerhalb der Musikindustrie
2.2 Live-Künstler im Konzertwesen
2.2.1 Allgemeine Beschreibung der Künstler- und deren Vertreterpositionen
2.2.2 Kategorisierung von Künstlern nach Gesichtspunkten der Popularität
2.2.3 Das Prinzip der Selbstorganisation im semi-professionellen Spektrum
2.3 Veranstalter im Konzertwesen
2.3.1 Allgemeine Unterscheidung von Veranstalterpositionen
2.3.2 Kategorische Einstufung von Veranstalterpositionen
2.3.3 Entwicklungen im Konzertveranstaltermarkt
2.4 Prozesse des Konzertmanagements
2.4.1 Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Veranstaltern und Künstlern
2.4.2 Zentrale Phasen des Konzertmanagements innerhalb direkter Austauschbeziehungen
2.4.3 Problemfelder des semi-professionellen Konzertmanagements
3 Das Internet und seine Rolle als virtueller Kooperationsraum
3.1 Grundlagen des Internets
3.1.1 Definition
3.1.2 Technologische Entwicklungslinien des WWW
3.1.3 Grundlegende Charakteristika des Internets
3.2 Formen virtueller Vernetzungen im Internet
3.2.1 Virtuelle Beziehungsformen
3.2.2 Computervermittelte Kommunikation
3.2.3 Kooperation in virtuellen Netzwerken
3.3 Zwischenfazit
4 Formen Virtueller Vernetzung im Konzertwesen
4.1 MySpace und weitere Systemlösungen virtueller Plattformen im Spektrum von Event- und Musikkultur
4.2 Annahmen für die Formierung virtueller Beziehungen zwischen Künstlern und Veranstaltern innerhalb virtueller Communities
4.3 Vor- und Nachteile virtueller Vernetzung im Konzertwesen
5 Systemlösungen für virtuelle Kooperationsformen im semi-professionellen Konzertmanagement
5.1 Zielsetzungen und Voraussetzungen für virtuelle Konzertmanagementprozesse
5.1.1 Zielgruppen
5.1.2 Schnittstellen für ein Online-Konzertmanagement
5.1.3 Anforderungen an die Gestaltung einer Plattform für ein Online-Konzertmanagement
5.2 Schlussfolgerungen für virtuelle Kooperationsformen im semi-professionellen Konzertmanagement
5.2.1 Möglichkeiten und Potenziale
5.2.2 Grenzen und Probleme für die Entwicklung eines virtuellen Konzertmanagementsystems
5.3 Politische Initiativen zur musikalischen Nachwuchsförderung in der Informationsgesellschaft
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich durch internetbasierte Kooperationsformen für das semi-professionelle Konzertmanagement ergeben. Ziel ist es, auf Basis einer Untersuchung der Akteursstrukturen und der Rolle des Internets ein Konzept für ein Online-Konzertmanagementsystem zu entwickeln, das insbesondere den Nachwuchsbereich unterstützt.
2.1.2 Zentrale Charakteristika des Konzertwesens
Im Folgenden sind strukturelle Universalien darzustellen, die für das Konzert im Hinblick auf seinen darbietenden Charakter allgemein von konstitutiver Bedeutung sind. Voraussetzung für das Zustandekommen eines Konzertes ist stets die schöpferische Realisation eines musikalischen Werkes, das in der Regel zuvor produziert d.h. komponiert wurde. Demgegenüber gilt spontanes, improvisierendes Musizieren, das auf zeitlicher Einheit von Produktion und Reproduktion basiert, als Sonderfall konzertanter Aufführung. Die Darbietung erfolgt durch Musizierende, die in anzahlmäßig unterschiedlichen Ensemble-Verhältnissen und -Anordnungen auftreten können. Das musikalische Repertoire ist dabei unspezialisiert, breit und individuell. Nicht zwingend erforderlich, jedoch zumeist angestrebt, ist die publikumsorientierte Ansprache und Gewinnung von Zuhörern bzw. die Teilnahme eines Präsenzpublikums. Dabei sind unterschiedliche Formen der Zugänglichkeit zu differenzieren. Öffentliche Konzerte wenden sich an ein anonymes Publikum, das in der Regel durch die Leistung eines Entgeltes eine Zutrittberechtigung erwirbt. Dies ist zugleich das wesentlichste Merkmal, wonach sich das Konzert von anderen Darbietungsformen (privates Musizieren, exklusive und/oder geschlossene Gesellschaften) wie etwa Haus- oder Kammermusik unterscheidet.
Für das Zustandekommen eines Konzerts stehen Hörer und Musiker unter Versammlungszwang. Orte der Zusammenkunft stellen daher eine weitere zwingende Voraussetzung für ein Konzert dar. Konzertstätten können neben volumenären Fassungsvermögen auch hinsichtlich ihrer ursprünglichen, baulichen Bestimmung unterschieden werden. In der Bildmonographie von SCHWAB differenziert der Autor zwischen vorrangig für Konzertveranstaltungen vorgesehene Säle (z. B. Theater- und Opernhäuser) und gelegentliche Orte des Konzertierens, unter denen beispielsweise Freiluftveranstaltungen („Open-Airs“) und Konzerte in Gaststätten zu fassen sind. Der zeitgleiche Ablauf musikalischer Reproduktion und Rezeption an einem Ort verleiht dem Konzertereignis eine besondere Art von Aura und Einmaligkeit und grenzt sich von späteren Ausprägungsformen der Musikaufführung mittels technischer Reproduktionsmittel ab. Die jeweilige Einzigartigkeit der Rahmenbedingungen eines Konzertereignisses (wie etwa räumliche Gegebenheiten, Zuhörer-Anordnung und -Reaktionen, sowie musikalische Interpretationen) verhindern dabei im Gegensatz zum technischen Warenformcharakter des Tonträgers dessen Reproduzierbarkeit und erzeugen einen besonderen kulturellen Wert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Konzertmanagements im digitalen Zeitalter ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich neuer Kooperationspotenziale.
2 Das Konzertwesen: Dieses Kapitel erläutert die Strukturen, Akteure und Funktionsweisen des Konzertwesens sowie das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Künstlern und Veranstaltern.
3 Das Internet und seine Rolle als virtueller Kooperationsraum: Hier werden die technologischen und sozialen Grundlagen des Internets sowie Formen der virtuellen Vernetzung und Kommunikation analysiert.
4 Formen Virtueller Vernetzung im Konzertwesen: Dieses Kapitel untersucht existierende Plattformen wie MySpace und Wevent hinsichtlich ihrer Eignung für das Konzertmanagement.
5 Systemlösungen für virtuelle Kooperationsformen im semi-professionellen Konzertmanagement: Das Kapitel skizziert Anforderungen an ein Online-Konzertmanagementsystem und diskutiert Potenziale sowie Grenzen.
6 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des digitalen Konzertmanagements.
Konzertmanagement, Internet, virtuelle Kooperationsformen, Musikwirtschaft, Nachwuchsförderung, Online-Konzertmanagement, Konzertwesen, soziale Netzwerke, Live-Musik, Selbstorganisation, Digitalisierung, Musikkultur, Community-Plattformen, Künstler, Veranstalter.
Die Arbeit befasst sich mit den Veränderungen im Konzertwesen durch die Digitalisierung und untersucht, wie internetbasierte Netzwerke das Konzertmanagement, insbesondere im semi-professionellen Bereich, unterstützen können.
Zentral sind die Analyse der Strukturen des Konzertmarktes, die Rolle des Internets als virtueller Interaktionsraum und die Entwicklung von Systemlösungen für die Zusammenarbeit von Künstlern und Veranstaltern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie internetbasierte Plattformen die Effizienz und Transparenz bei der Organisation von Live-Konzerten steigern können, um so den künstlerischen Nachwuchs zu fördern.
Die Arbeit verfolgt eine deduktive Methode und leitet aus den theoretischen Erkenntnissen zu Netzwerken und Konzertstrukturen eine deskriptive Darstellung ab, die heuristischen Charakter hat.
Der Hauptteil analysiert die Akteure (Künstler und Veranstalter) und deren Popularitätsgrade, die Funktionsweise des Internets als Kooperationsplattform sowie aktuelle Web-Angebote, die für das Konzertmanagement relevant sind.
Wichtige Begriffe sind Konzertmanagement, virtuelle Vernetzung, semi-professionelles Konzertwesen, Nachwuchsförderung, digitale Plattformen und soziale Netzwerke.
Sie dient dazu, Künstler und Veranstalter systematisch einzuordnen, um gezielt den „Small-Budget“-Bereich zu identifizieren, in dem der Bedarf an effizienter Selbstorganisation und Unterstützung am größten ist.
Dieser Bereich gilt als Fundament der Musikindustrie und als Quelle für kreative Innovationen, verfügt jedoch über die geringsten finanziellen Ressourcen und benötigt daher effiziente, kostengünstige digitale Lösungen für die Marktteilnahme.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

