Diplomarbeit, 2007
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Geschäftsprozesse und Workflows
2.2 Geschäftsprozessmodellierung
2.3 Ergonomie von Software-Applikationen
3 Betrachtungsgegenstand
3.1 Geschäftsprozessmodellierung nach Gehring
3.1.1 Erstellung von Geschäftsprozessmodellen
3.1.2 Modellierung definierter Sichten auf Geschäftsprozessmodelle
3.1.3 Geschäftsprozess-Repository
3.2 Der Eclipse Business Process Designer
3.2.1 Funktionsumfang
3.2.2 Ergonomie
3.2.3 Design und technische Realisierung
4 Anforderungsdefinition
4.1 Funktionale Anforderungen
4.1.1 Funktionalität zur Erstellung von Geschäftsprozessmodellen
4.1.2 Funktionalität zur Modellierung der definierten Sichten auf die Geschäftsprozessmodelle
4.1.3 Funktionalität zur Verwaltung eines Geschäftsprozess-Repositories
4.1.4 Funktionalität zur konsistenten Verbindung der verschiedenen Funktionalitäten
4.2 Nicht-funktionale Anforderungen
5 Entwurf
5.1 Entwurf der Benutzungsoberfläche
5.1.1 Programm-Oberfläche
5.1.2 Übersicht und Bearbeitung von Projekten und Repositories
5.1.3 Oberfläche für die Anzeige und Bearbeitung von Diagrammen von Geschäftsprozessmodellen und Sichten
5.1.4 Anzeige und Bearbeitung der Repository-Einträge
5.2 Entwurf der Datenrepräsentation
5.3 Entwurf der Anwendungslogik
6 Implementierung
7 Evaluierung
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert, wie ein Software-Werkzeug zur Unterstützung der Geschäftsprozessmodellierung nach Gehring (1999) für studentische Übungszwecke gestaltet sein muss, und entwickelt dazu ein entsprechendes Konzept sowie eine prototypische Implementierung auf Basis der Eclipse Rich Client Platform.
3.1 Geschäftsprozessmodellierung nach Gehring
Die von GEHRING (1999) erarbeitete Methode zur Modellierung von Geschäftsprozessen erstreckt sich auf folgende Punkte, welche im Folgenden näher betrachtet werden sollen:
• Erstellung von Geschäftsprozessmodellen
• Modellierung definierter Sichten auf Geschäftsprozessmodelle
• Geschäftsprozess-Repository
Bei den folgen Abschnitten zur detaillierten Beschreibung der Methode von GEHRING handelt es sich um eine Zusammenfassung und Analyse der für diese Arbeit wichtigen Ausführungen in GEHRING (1999).
3.1.1 Erstellung von Geschäftsprozessmodellen
GEHRING nutzt für seine Methode drei Modellierungsstufen: Meta-Meta-Modell (Stufe 1), Meta-Geschäftsprozessmodell (Stufe 2) sowie Geschäftsprozessmodell (Stufe 3). Stufe 3 stellt schließlich die Ebene dar, auf der die tatsächlichen Geschäftsprozesse erstellt bzw. modelliert werden können. Modelle dieser dritten Stufe sollen mit Hilfe der in dieser Arbeit zu erstellenden Software modelliert werden können.
Ausgangspunkt für die Modellierung ist das Meta-Meta-Modell von SINZ (1996), welches die Modellierung von Meta-Modellen ermöglicht, die in ihrer Form vergleichbar mit typischen objektorientierten Modellen (z.B. UML-Klassendiagramm, vgl. OMG 2003) sind. Demnach sind Meta-Modelle bestehend aus Meta-Objekttypen und Meta-Beziehen. Diese Beziehungen können als Generalisierungs- („ist ein“) oder als Zuordnungsbeziehungen („hat“) verwendet werden. Für Generalisierungsbeziehungen gelten Kardinalitäten implizit. Bei der Modellierung von Zuordnungsbeziehungen müssen sie dagegen explizit angegeben werden. Für beide durch die Beziehung verbundenen Objekte wird eine Kardinalität in Bezug auf die Beziehung angegeben, welche eine untere und eine obere Schranke beinhaltet. Es sind die natürlichen Zahlen inklusive 0 sowie „*“ für „mehrere“ als Werte zugelassen. In Vorgriff auf die folgenden Ausführungen sei hier als Beispiel die Beziehung zwischen Kontrollfluss und Ereignis in Abbildung 1 herangezogen: Ein Kontrollfluss hat entweder kein oder genau ein Ereignis („0,1“), während ein Ereignis genau einem Kontrollfluss zugeordnet ist („1,1“).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Geschäftsprozessmodellierung, Abgrenzung der Forschungsziele und Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Theoretische Fundierung der Begriffe Geschäftsprozess und Workflow sowie Darstellung ergonomischer Richtlinien für Software.
3 Betrachtungsgegenstand: Analyse der Modellierungsmethode nach Gehring und des bestehenden Eclipse Business Process Designers.
4 Anforderungsdefinition: Ableitung funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen an die zu entwickelnde Software.
5 Entwurf: Konzeptioneller Entwurf der Benutzeroberfläche, der Datenstruktur und der Anwendungslogik nach dem MVC-Entwurfsmuster.
6 Implementierung: Beschreibung der praktischen Realisierung der Anwendung unter Verwendung von Java, RCP und weiteren Frameworks.
7 Evaluierung: Prüfung und Validierung des implementierten Software-Prototyps anhand eines praktischen Modellierungsbeispiels.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion möglicher zukünftiger Erweiterungen.
Geschäftsprozessmodellierung, Gehring, Eclipse Rich Client Platform, Software-Ergonomie, Geschäftsprozess-Repository, Anforderungsdefinition, Modell-View-Controller, UML, Metamodell, Prototyping, Prozesssicht, Funktionssicht, Datensicht, Informationssysteme, Software-Entwicklung
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Software-Werkzeugs zur Unterstützung der Geschäftsprozessmodellierung nach der Methode von Gehring für studentische Übungszwecke.
Die Arbeit behandelt Geschäftsprozessmodellierung, Software-Ergonomie, den Entwurf von Datenstrukturen für Modellierungswerkzeuge und die Implementierung unter Verwendung moderner Java-Frameworks wie Eclipse RCP.
Ziel ist es, ein Software-Werkzeug zu entwerfen und prototypisch zu implementieren, das die Modellierung von Geschäftsprozessen nach Gehring möglichst umfassend unterstützt und ergonomisch für Studierende gestaltet ist.
Es erfolgt eine strukturierte Analyse der theoretischen Grundlagen und der Methode von Gehring, gefolgt von einer Anforderungsdefinition, einem softwaretechnischen Entwurf und einer prototypischen Umsetzung sowie deren abschließender Evaluierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Analyse des Betrachtungsgegenstandes, die Ableitung der Anforderungen, den konkreten Software-Entwurf nach dem MVC-Muster sowie die detaillierte Beschreibung der Implementierung und anschließende Evaluation.
Zentrale Begriffe sind Geschäftsprozessmodellierung, Gehring-Methode, Eclipse RCP, Software-Ergonomie, Geschäftsprozess-Repository und Modell-View-Controller.
Die RCP bietet umfangreiche Funktionalitäten zur Anordnung von GUI-Elementen und ermöglicht die Implementierung eigenständiger Anwendungen, was für die Zielgruppe der Studierenden eine einfache Installation und Nutzung erlaubt.
Der EBPD war unvollständig in Bezug auf die Gehring-Methode (keine Unterstützung aller Sichten), ergonomisch optimierbar und bot keine konsistente projektübergreifende Verwaltung sowie keine korrekte Abbildung der Hierarchien.
Die Software stellt durch ein zentrales Datenmodell sicher, dass Änderungen an Entitäten automatisch in allen beteiligten Diagrammen, Sichten und Repository-Einträgen propagiert und aktualisiert werden.
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