Magisterarbeit, 2007
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Evaluation
2.1 Evaluationsbegriff
2.1.1 Definitionsversuch
2.1.2 Abgrenzung Evaluation und Grundlagenforschung
2.1.3 Abgrenzung Evaluation und Qualitätsmanagement
2.2 Geschichte der Evaluation
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung des Evaluationsgedankens
2.2.2 Evaluations-Generationen
2.2.3 Evaluationsgedanke
2.3 Evaluationsgegenstände
2.4 Evaluationskonzepte
2.4.1 Systematisierung nach dem Zeitpunkt der Durchführung
2.4.2 Systematisierung nach der Art der Durchführung
2.4.3 Zusammenfassung
2.5 Funktionen
2.6 Durchführung
2.6.1 Voraussetzungen
2.6.2 Auftraggeber
2.6.3 Verfahren
2.7 Evaluationsstandards
2.7.1 Nützlichkeitsstandards
2.7.2 Durchführbarkeitsstandards
2.7.3 Korrektheitsstandards
2.7.4 Genauigkeitsstandards
2.7.5 Übersicht
2.8 Evaluationen in der Weiterbildung
2.9 Probleme von Evaluationen in der Weiterbildung
3 Langzeitarbeitslosigkeit
3.1 Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit
3.2 Soziale Netzwerke im Kontext von Langzeitarbeitslosigkeit
3.3 Weiterbildung für Langzeitarbeitslose
4 Soziale und berufliche Integration
4.1 Soziale Integration
4.2 Berufliche Integration
4.3 Soziale Kompetenz
4.4 Motivation
5 Situation in der Schweiz
5.1 Arbeitslosigkeit und Sozialsystem
5.2 Arbeitsmarktliche Maßnahmen
6 Stand der Forschung
6.1 Die Arbeitslosen von Marienthal
6.2 Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen
6.2.1 Wirkungsanalysen in der Weiterbildung
6.2.2 Wirkungen von arbeitsmarktlichen Maßnahmen
7 Empirischer Teil
7.1 Jobcenter
7.2 Ziele des Jobcenters
7.2.1 Orientierung auf dem Arbeitsmarkt
7.2.2 Kennen und Nutzen der eigenen Ressourcen/Stärken
7.2.3 Erfolgreiches Bewerben
7.2.4 Förderung sozialer Kompetenz
7.2.5 Gesteigerte Motivation
7.3 Evaluationsinstrument
7.4 Fragebogenkonstruktion
7.4.1 Vorbemerkungen
7.4.2 Fragebogen
7.5 Pretest
7.6 Ergebnisse aus dem Pretest
8 Schlussbetrachtungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines fundierten Evaluationsinstruments, um den Erfolg einer Maßnahme zur beruflichen und sozialen (Re)Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt aus methodischer und didaktischer Perspektive messbar zu machen.
2.1.1 Definitionsversuch
Etymologisch betrachtet wird der Begriff Evaluation aus dem lateinischen Wort valere abgeleitet, welches mit „wert sein“ übersetz werden kann (vgl. Kluge 2002, S.263). Neben der „Bewertung“ ist im Fremdwörterbuch unter dem Begriff der Evaluation auch die „sach- u. fachgerechte Einschätzung u. Beurteilung [von Lehrplänen u. Unterrichtsprogrammen bzw. von Forschungsvorhaben] zu finden (vgl. Duden 2000, S.420). Evaluationen haben demnach immer etwas mit einer Wertschätzung oder Bewertung zu tun. Sie lassen sich inhaltlich aber unterteilen in Evaluationen, welche im Alltag stattfinden und wissenschaftliche Evaluationen. Der Begriff Evaluation wird immer häufiger auch in der Alltagssprache benutzt. In den meisten Fällen möchte damit ausgedrückt werden, dass etwas geprüft, bewertet oder beurteilt wurde. Die Nachvollziehbarkeit der Bewertung spielt in diesem Kontext in der Regel aber keine Rolle. Dagegen ist gerade diese Nachvollziehbarkeit für wissenschaftliche Evaluationen von entscheidender Bedeutung.
Wissenschaftliche Evaluationen unterscheiden sich von Alltagsevaluationen im Wesentlichen durch die Anwendung empirischer Forschungsmethoden. Weiter ist eine wissenschaftliche Evaluation immer ziel- und zweckorientiert. Es gilt eine Sache oder Maßnahme zu überprüfen, zu verbessern oder über sie zu entscheiden. Wissenschaftliche Evaluationen dienen als Planungs- und Entscheidungshilfen und haben daher auch mit der Bewertung von Handlungsalternativen zu tun. Evaluationsmaßnahmen sollen dem aktuellen wissenschaftlichen Stand bezüglich Techniken und Forschungsmethoden angepasst sein (vgl. Wottawa/ Thierau 2003, S.14).
In diesem Sinne definiert das ‘Joint Committee on Standards for Educational Evaluation’ Evaluation als „die systematische Untersuchung der Verwendbarkeit oder Güte eines Gegenstandes“ (Sanders 2000, S.25). Systematisch wird eine Untersuchung laut Peter Rossi und Howard Freemann (1993) dadurch, dass die grundlegenden Regeln für die Sammlung valider und relevanter Daten gelten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Evaluationen im Bildungsbereich ein und beschreibt das Ziel, ein Evaluationsinstrument für die berufliche und soziale (Re)Integration von Langzeitarbeitslosen zu entwickeln.
2 Evaluation: Dieses Kapitel erläutert den Evaluationsbegriff, dessen Geschichte, verschiedene Konzepte sowie Standards, und diskutiert die Herausforderungen bei der Durchführung von Evaluationen in der Weiterbildung.
3 Langzeitarbeitslosigkeit: Hier werden die Auswirkungen der Langzeitarbeitslosigkeit auf die Lebenssituation und das soziale Netzwerk der Betroffenen analysiert sowie Ansätze der Weiterbildung für diese Zielgruppe thematisiert.
4 Soziale und berufliche Integration: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Integration sowie die Bedeutung von sozialer Kompetenz und Motivation als notwendige Voraussetzungen für den Erfolg von Reintegrationsmaßnahmen.
5 Situation in der Schweiz: Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Schweizer Arbeitsmarktes, dem Sozialsystem und den spezifischen arbeitsmarktlichen Maßnahmen (AMM) zur beruflichen Eingliederung.
6 Stand der Forschung: Hier wird der Forschungsstand zu Wirkungsanalysen in der Weiterbildung anhand klassischer Studien und aktueller Programme in Deutschland und der Schweiz dargestellt.
7 Empirischer Teil: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Entwicklung des Evaluationsinstruments für das Projekt 'Jobcenter', von der Zielsetzung über die Fragebogenkonstruktion bis hin zum Pretest und der Auswertung.
8 Schlussbetrachtungen: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung einer fundierten Planung und Durchführung von Evaluationen zur Qualitätsentwicklung.
Evaluation, Weiterbildung, Langzeitarbeitslosigkeit, Soziale Integration, Berufliche Integration, Wirkungsanalyse, Arbeitsmarktliche Maßnahmen, Fragebogenkonstruktion, Soziale Kompetenz, Motivation, Qualitätsmanagement, Jobcenter, Reintegration, Bildungsqualität, Schweiz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen und der Entwicklung eines Instruments zur Erfolgsmessung bei der Reintegration von Langzeitarbeitslosen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Evaluationskonzepte, die spezifische Lebenssituation von Langzeitarbeitslosen und die praktische Anwendung von Evaluationsmethoden im Kontext von Arbeitsmarktmaßnahmen.
Das Hauptziel ist die Generierung eines standardisierten Evaluationsinstruments, das sowohl berufliche als auch soziale Aspekte der Integration in einem Weiterbildungsprojekt erfassbar macht.
Es wurde eine quantitative Methode in Form eines standardisierten Fragebogens gewählt, wobei die Konstruktion der Items auf bestehenden Theorien zu Motivation und sozialer Kompetenz basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Evaluation, Analysen zur Situation Langzeitarbeitsloser, die aktuelle Forschungslage sowie den empirischen Teil zur Entwicklung des Instruments für das Projekt 'Jobcenter'.
Die wichtigsten Begriffe sind Evaluation, Weiterbildung, Langzeitarbeitslosigkeit, (Re)Integration, Arbeitsmarktmaßnahmen und Fragebogenkonstruktion.
Aufgrund des Wunsches nach dauerhafter Einsetzbarkeit und begrenzter Ressourcen bot der standardisierte Fragebogen das beste Verhältnis zwischen Auswertungsaufwand und gewonnenen Erkenntnissen.
Die Arbeit betont, dass neben der beruflichen (Re)Integration auch die soziale Dimension essenziell ist, da Langzeitarbeitslose oft unter einem Verlust an psychosozialer Stabilität und sozialem Netzwerk leiden.
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