Magisterarbeit, 2007
130 Seiten, Note: 2,00
VORWORT
Einleitung
1 Lerntheoretische Grundlagen
1.1 Instruktionalismus
1.1.1 Lernbedingungen
1.2 Konstruktivismus
1.2.1 Lernen
1.2.2 Lernbedingungen
1.2.3 Rolle der Lehrenden
1.2.4 Rolle der Lernenden
1.2.5 Systemische Benotung
1.2.6 Evaluation
2 Institution Schule
2.1 Differenzierung Regelschule und Alternativschule
2.1.1 Die Regelschule
2.1.1.1 Geschichtlicher Abriss
2.1.1.2 Rechtsgrundlage
2.1.1.3 Allgemeines Bildungsziel
2.1.1.4 Unterrichtskonzept
2.1.1.5 Leistungsbeurteilung
2.1.2 Montessorischule bzw. -klassen
2.1.2.1 Allgemeiner geschichtlicher Abriss
2.1.2.2 Die österreichische Montessori-Bewegung
2.1.2.3 Rechtsgrundlage
2.1.2.4 Bildungs- und Erziehungsaufgabe
2.1.2.5 Unterrichtskonzept
2.1.2.6 Leistungsbeurteilung
2.1.2.7 Sittliche Persönlichkeit
3 Das Kind im Grundschulalter – ein entwicklungspsychologischer Abriss
3.1 Kognitive Entwicklungstheorie von Jean Piaget
3.1.1 Stufe der „sensomotorischen Intelligenz“
3.1.2 Stufe des symbolischen oder vorbegrifflichen Denkens
3.1.3 Stufe des anschaulichen Denkens
3.1.4 Stufe des konkret-operativen Denkens
3.1.5 Stufe des formalen Denkens
3.2 Soziale und moralische Entwicklung des Kindes
4 Lernfähigkeit
4.1 Definition und Abgrenzung
4.2 Faktoren bzw. Beschreibungsdimensionen der Lernfähigkeit
4.2.1 Neugier
4.2.2 Motivation
4.2.2.1 Motivation allgemein
4.2.2.2 Leistungsmotivation
4.2.2.2.1 Das Risiko-Wahl-Modell
4.2.2.2.2 Attribution von Erfolg und Misserfolg
4.2.2.3 Lernmotivation
4.2.3 Volition
4.2.4 Strategische Komponenten
4.2.4.1 Kognitive Lernstrategien
4.2.4.2 Metakognitive Lernstrategien
4.2.4.3 Ressourcenmanagement
4.2.5 Lerntypen
4.2.5.1 Lernstile
5 Intelligenz
5.1 Intelligenzdiagnostik
5.2 Intelligenztheorien und -modelle
5.3 Intelligenztests
5.4 Intelligenz gleich Lernfähigkeit?
6 Fragestellung
6.1 Forschungsfragen & Hypothesen:
7 Erhebungsmethode
7.1 Zugang
7.1.1 Die untersuchten Klassen
7.1.2 Rolle im Feld
7.2 Erhebung
7.2.1 Das Multidimensionale Lernprofil (MLP)
7.2.2 Statistische Merkmale des MLP
7.2.3 Testdurchführung
7.2.4 KLI 4 – 5
7.2.4.1 Testaufbau Intelligenzteil (Teil I)
7.2.4.2 Statistische Merkmale des KLI 4 – 5
7.2.4.3 Testdurchführung
7.2.4.4 Ermittlung des Intelligenzquotienten
7.2.5 Beobachtung der Lehrpersonen
7.2.5.1 Gütekriterien
7.2.5.2 Unterrichtsvorbereitungen
8 Ergebnisdarstellung
8.1 Beobachtung
8.2 Unterrichtsvorbereitung
8.3 KLI 4 - 5 und MLP
8.3.1 Erste Ergebnisübersicht
8.3.2 Unterschied bezüglich LQ zwischen R-Klasse und M-Klasse (Frage 1)
8.3.3 Unterschied innerhalb der Subtestwerte zwischen der R-Klasse und der M-Klasse (Frage 2)
8.3.4 Zusammenhang zwischen den Konstrukten Intelligenz (IQ) und Lernfähigkeit (LQ) von SuS der 4. Klassen Grundschule – R-Klasse und M-Klasse (Frage 3)
8.3.5 Signifikanter Unterschied zwischen „SuS mit guten Schulleistungen“ und „SuS mit ausreichenden Schulleistungen“ bezogen auf die Höhe ihres LQ – R-Klasse und M-Klasse(Frage 4)
8.3.6 Signifikanter Unterschied zwischen „SuS mit guten Schulleistungen“ und „SuS mit ausreichenden Schulleistungen“ bezogen auf ihren IQ – R-Klasse und M-Klasse (Frage 5)
9 Zusammenfassung und Diskussion
Die Arbeit untersucht vergleichend, welchen Einfluss die unterschiedlichen Lernkulturen einer Regelschulklasse und einer Montessoriklasse auf die Lernfähigkeit von Kindern in der vierten Schulstufe haben. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die spezifischen pädagogischen Ansätze signifikante Unterschiede in der Ausprägung der Lernfähigkeit und deren Teilkomponenten bewirken.
4.2.1 Neugier
„Sei nicht so neugierig!“, wer hat diesen Satz Kindern gegenüber nicht schon einmal gehört bzw. selbst ausgesprochen. Es ist noch nicht lange her, dass Neugierde bei Kindern eine nicht gern gesehene Eigenschaft war und deshalb auch immer wieder beanstandet wurde. Inzwischen hat sich diese Einstellung gewandelt und zunehmend werden Forschungsdrang und Wissbegierde der Kinder gefördert. Es herrscht weitgehende Übereinstimmung darin, dass das aktive Erkunden der Umwelt einen positiven Effekt auf die Entwicklung eines jungen Menschen ausübt. In der allgemeinen Entwicklungspsychologie wird seit den Untersuchungen von Jean Piaget in den 40er und 50er Jahren das Neugierverhalten als zentrale Antriebskraft für die Eigentätigkeit des Kindes in seiner Auseinandersetzung mit der Umwelt betrachtet. (vgl. Piaget, 1972)
Lernwillige (Neugierige) suchen Situationen auf, die sich durch Überraschung, Widersprüchlichkeit, Komplexität oder Inkongruenz auszeichnen. (vgl. Paulus, 1999, S. 22). Ein kognitiver Konflikt entsteht. Berlyne (1974, S. 352ff) unterscheidet die Konflikte nach ihrem Auslöser:
1 Lerntheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ansätze des Instruktionalismus und Konstruktivismus, die als Basis für das Verständnis der zwei untersuchten Schultypen dienen.
2 Institution Schule: Hier erfolgt eine Abgrenzung zwischen Regelschule und Alternativschule hinsichtlich ihrer Rechtsgrundlagen, Unterrichtskonzepte und der Rolle der Lehrperson.
3 Das Kind im Grundschulalter – ein entwicklungspsychologischer Abriss: Dieser Abschnitt bietet eine Übersicht über die kognitive, soziale und moralische Entwicklung von Kindern in der vierten Schulstufe.
4 Lernfähigkeit: Hier wird das Konstrukt der Lernfähigkeit definiert und in seine Teilfaktoren wie Neugier, Motivation, Volition und Lernstrategien zerlegt.
5 Intelligenz: Dieses Kapitel behandelt Intelligenztheorien, Diagnostikmethoden und das Verhältnis zwischen Intelligenz und Lernfähigkeit.
6 Fragestellung: Die Autoren leiten aus der Theorie die zentralen Forschungsfragen und Hypothesen für ihre quasiexperimentelle Studie ab.
7 Erhebungsmethode: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign, die eingesetzten Messinstrumente (MLP, KLI 4-5) sowie die Vorgehensweise bei der Unterrichtsbeobachtung.
8 Ergebnisdarstellung: Hier werden die erhobenen Daten analysiert, statistisch ausgewertet und die Hypothesen anhand der Ergebnisse überprüft.
9 Zusammenfassung und Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung kritisch und diskutiert die pädagogischen Implikationen für den schulischen Alltag.
Lernfähigkeit, Regelschule, Montessoripädagogik, Multidimensionales Lernprofil (MLP), Konstruktivismus, Instruktionalismus, Leistungsmotivation, Intelligenz, KLI 4-5, Grundschule, Lernstrategien, Volition, Unterrichtsbeobachtung, Schulleistungen, Entwicklungspsychologie
Die Arbeit untersucht, ob die unterschiedlichen Schulphilosophien der Regelschule und der Montessoripädagogik einen messbaren Einfluss auf die Lernfähigkeit von Kindern der vierten Schulstufe haben.
Die zentralen Felder umfassen die Lerntheorien (Instruktionalismus vs. Konstruktivismus), die Entwicklung von Kindern im Grundschulalter, das Konstrukt der Lernfähigkeit und die Intelligenzdiagnostik im schulischen Kontext.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob Kinder aus einem Montessori-orientierten Unterricht eine höhere Lernfähigkeit aufweisen als Kinder aus einem Regelschulsystem.
Es handelt sich um eine quasiexperimentelle Studie, die mittels standardisierter Fragebögen (MLP), Intelligenztests (KLI 4-5) und strukturierter Unterrichtsbeobachtungen Daten erhebt und auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Lern- und Entwicklungstheorien sowie den empirischen Teil, der die Erhebungsmethode, Datenauswertung und Ergebnisdarstellung der untersuchten Klassen beschreibt.
Lernfähigkeit, Regelschule, Montessori, MLP, Intelligenz, Motivation und Lernstrategien sind die prägenden Begriffe dieser Studie.
Die Studie zeigt einen positiven, mittleren Zusammenhang zwischen Intelligenz und Lernfähigkeit, wobei die Intelligenz einen signifikanten Einfluss auf die Schulleistungen ausübt.
Die Regelschule ist durch eine hohe Lehrerdominanz und Frontalunterricht geprägt, während in der Montessoriklasse selbstständige Arbeitsphasen überwiegen und die Lehrerin eher moderierend im Hintergrund agiert.
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