Examensarbeit, 2008
89 Seiten, Note: 1,0
0. Problemaufriss
0.1 Erziehungskrise und Zusammenarbeit
0.2 Zielsetzung der Arbeit
1. Begriffserklärungen
1.1 Definition Eltern
1.2 Definition Elternarbeit
1.3 Definition Elternmitarbeit
2. Rechtliche Grundlagen der Elternmitarbeit
3. Die Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus
3.1 Erläuterungen zur Elternmitarbeit
3.2 Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus
3.3 Formen der Elternarbeit und -mitarbeit
3.3.1 Elternarbeit
3.3.2 Elternmitarbeit
3.4 Probleme in der Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus
3.5 Mögliche Lösungsansätze
3.5.1 Information und Kontakt
3.5.2 Unterrichtshospitation und Hausbesuch
4. Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe
4.1 Brüche beim Übergang
4.2 Erleichterungen des Übergangs
5. Abschluss des theoretischen Teils und Hypothesenbildung
Hypothesen
6. Untersuchungsgegenstand
6.1 Überblick über mögliche Forschungsmethoden
6.1.1 Die standardisierte Befragung
6.1.2 Das Experteninterview
6.2 Auswahl der Forschungsmethode
6.3 Zur Durchführung von leitfadengestützten Experteninterviews
6.4 Zur Auswertung von Experteninterviews
6.4.1 Die Zusammenfassung als Teil qualitativer Inhaltsanalysen
7. Durchführung der Interviews
7.1 Festlegung des Materials
7.2 Analyse der Entstehungssituation
7.3 Formale Charakteristika des Materials
7.4 Inhalt der Interviews
8. Auswertung der Experteninterviews
8.1 Darstellung der Ergebnisse
8.2 Überprüfung der Hypothesen und Interpretation der Ergebnisse
9. Schluss und Ausblick
10. Literatur
11. Elektronische Quellen
Die Arbeit untersucht die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus, insbesondere im Kontext des Übergangs von der Grundschule in die Sekundarstufe I, und analysiert dabei die Sichtweisen von Lehrkräften und Elternvertretern durch Experteninterviews.
0. Problemaufriss
Im Zuge der Ergebnisbetrachtung der letzten OECD1-Bildungsstudie PISA2 aus dem Jahre 2006 stehen die Schulen erneut verstärkt im Zentrum des Interesses um den aktuellen Bildungs- und Kompetenzstand der Jugend in der Bundesrepublik Deutschland. Die Auswertung der dritten internationalen Vergleichsstudie3 brachte, insbesondere auf das deutsche Schulwesen bezogen, einige überraschende und durchaus positiv zu bewertende Erkenntnisse hervor. In allen drei Kompetenzbereichen4 konnten positive Veränderungen im Vergleich zur ersten PISA-Studie aus dem Jahre 2000 festgestellt werden. Deutschland erreichte damit eine Position, die deutlich im Durchschnitt der OECD-Staaten lag.
So positiv diese Entwicklung auch klingen mag, darf sie nicht über ein gravierendes Problem des deutschen Bildungssystems hinwegtäuschen: "Die Befunde aus PISA 2000 haben gezeigt, wie stark in Deutschland die soziale Herkunft und die Kompetenz von Jugendlichen zusammenhängen", schreiben Ehmke und Baumert im Bericht des PISA-Konsortiums Deutschland zur Vergleichstudie 2006 (2007, 309). Demnach gab es in den Jahren 2000 und 2003 nur wenige OECD-Staaten, in denen der Erwerb von Kompetenzen in den untersuchten Bereichen stärker an die soziale Herkunft geknüpft war als in Deutschland.
Unter diesem Gesichtspunkt rückten neben den Schulen auch die Elternhäuser verstärkt in den Mittelpunkt der Diskussion um bessere Bildungschancen für Schülerinnen und Schüler aller sozialen Schichten. Auf der Suche nach möglichen Ursachen für die alarmierenden Ergebnisse der vorangegangenen Vergleichsstudien wurden dem deutschen Bildungssystem unter anderem eine Erziehungskrise (vgl. Korte 2004, 6) sowie gravierende Abstimmungsprobleme zwischen Schulen und Elternhäusern diagnostiziert (vgl. Bittlingmayer 2007, 8f.).
0. Problemaufriss: Einleitung in die Thematik vor dem Hintergrund der PISA-Studien, welche die enge Verknüpfung von sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb in Deutschland aufzeigen.
1. Begriffserklärungen: Definition der zentralen Begriffe „Eltern“, „Elternarbeit“ und „Elternmitarbeit“ zur terminologischen Abgrenzung im Rahmen der Untersuchung.
2. Rechtliche Grundlagen der Elternmitarbeit: Darstellung der verfassungsrechtlichen und schulrechtlichen Rahmenbedingungen für die Einbindung der Eltern in das Schulleben.
3. Die Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus: Analyse der theoretischen Aspekte von Elternarbeit, existierender Probleme in der Kommunikation und möglicher Lösungsansätze.
4. Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen und Brüche, die mit dem Wechsel in die Sekundarstufe I verbunden sind.
5. Abschluss des theoretischen Teils und Hypothesenbildung: Zusammenfassung des theoretischen Rahmens und Formulierung der leitenden Hypothesen für den empirischen Teil.
6. Untersuchungsgegenstand: Beschreibung der gewählten qualitativen Forschungsmethode (Experteninterviews) und deren theoretische Begründung.
7. Durchführung der Interviews: Dokumentation der Durchführung der Experteninterviews mit Lehrkräften und Elternvertretern sowie der Analyse des Datenmaterials.
8. Auswertung der Experteninterviews: Präsentation und Interpretation der empirischen Ergebnisse sowie Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
9. Schluss und Ausblick: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit und Reflexion der Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Elternarbeit, Elternmitarbeit, Schule, Elternhaus, Erziehungspartnerschaft, PISA-Studie, Sekundarstufe I, Grundschule, Übergang, Experteninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, Kommunikation, Schulleitung, Lehrerkollegium, Bildungsbeteiligung.
Die Arbeit analysiert die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus und beleuchtet dabei, wie sich diese Kooperation von der Grundschule in den Übergang zur Sekundarstufe I verändert.
Im Fokus stehen die Definitionen von Elternarbeit, rechtliche Grundlagen, auftretende Probleme in der Kommunikation, die Rolle der Schulleitung und die Auswirkungen des Schulwechsels.
Das Ziel ist es, Problemfelder in der Zusammenarbeit aufzudecken und durch Experteninterviews praxisbezogene Einblicke und Ansätze für eine gelingende Erziehungspartnerschaft zu gewinnen.
Der Autor führt eine qualitative Untersuchung durch, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Lehrkräften und Elternvertretern, die nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Analyse des Verhältnisses sowie einen empirischen Teil, der durch Interviews an zwei Bremer Schulen Erkenntnisse über die Praxis liefert.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Sekundarstufe I, Übergang und Experteninterviews.
Die Studie zeigt, dass die Grundschule als familiär und partizipativ wahrgenommen wird, während das Gymnasium als „Lernfabrik“ mit anonymen Strukturen die Kooperation deutlich erschwert.
Die Schulleitung ist die entscheidende Einflussgröße: Wenn diese Elterninteresse als Chance statt als Einmischung betrachtet, wird die Kooperation als konstruktiver und positiver erlebt.
Sie ermöglichen es, subjektive Relevanzsysteme und tiefgreifende Erfahrungen der Beteiligten zu erfassen, die durch standardisierte Umfragen nicht in dieser Tiefe sichtbar wären.
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