Diplomarbeit, 2003
98 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Jugendwahlverhalten in der Bundesrepublik
2.1. Wahlbeteiligung
2.1.1. Altersstruktur der Wahlbeteiligung
2.1.2. Das Jungwählerdefizit
2.1.3. Der Jüngstwählersprung
2.1.4. Geschlechtsspezifische Wahlbeteiligung
2.1.5. Parlamentshierarchie
2.2. Parteipräferenzen
2.2.1. Wahlentscheidung der Jungwähler
2.2.2. Jungwähler als Trendverstärker
2.2.3. Geschlechtsspezifische Wahlentscheidung
2.2.4. Die Europawahlen
2.2.5. Die Bundestagswahl 2002
3. Theoretische Erklärungsmodelle des Wahlverhaltens
3.1. Die sozialstrukturellen Ansätze
3.2. Der sozialpsychologische Ansatz
3.3. Der rationale Ansatz
3.4. Die aktuelle Situation der Wahlforschung
3.5. Eine “Age-gap” des Wahlverhaltens ?
4. Die Merkmale jugendspezifischen Wahlverhaltens: Hintergründe und Erklärungsansätze
4.1. Wahlbeteiligung
4.1.1. Jungwählerdefizit
4.1.2. Jüngstwählersprung
4.2. Parteipräferenzen
4.2.1. 1972: Sozial-liberale Präferenz
4.2.2. 1983: Jungwählererfolg der Grünen
5. Sozialer Wandel und Wertewandel
5.1. Zur Theorie des Wertewandels
5.2. Sozialer Wandel: Änderung der Sozialfaktoren von Jugendlichen
5.3. Einstellungswandel: Politische Beteiligung und politische Themen
6. Jugendwahlverhalten: Lebenszyklus- oder Generationseffekte?
6.1. Theoretische Konzeptionen
6.2. Die politischen Generationen und ihr Wahlverhalten
6.3. Lebenszyklus und Wahlverhalten
6.4. Generations- und Lebenszykluseffekte im Jugendwahlverhalten
7. Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob ein spezifisches Wahlverhalten existiert, das primär durch das Alter einer Person bedingt ist, oder ob politische Prägungen durch Generationenzugehörigkeit und sozioökonomische Faktoren eine größere Rolle spielen. Im Fokus steht die Entwicklung des Jugendwahlverhaltens in der Bundesrepublik Deutschland über einen Zeitraum von 50 Jahren unter Berücksichtigung von Wertewandel und sozialen Kontextfaktoren.
1. Einleitung
Jungwähler sind eine begehrte Zielgruppe der Parteien. Zwar stellen die unter 30jährigen weniger als 20% der Wählerschaft, jedoch glauben die Parteien „wem die Jugend gehört, gehört die Zukunft“ (vgl. Rattinger 1992: 73). Die SPD sieht sich als Partei der Jugend und auch die Grünen. Es gibt aber auch richtige Jugendparteien, die auf kommunaler Ebene bereits kleine Erfolge erzielen: 1999 konnte die Jugendpartei „PETO“ in Monheim 6,1% und „KIDitiative“ in Bergisch-Gladbach 4,6% der Stimmen gewinnen.
Doch wie können Jungwähler gewonnen werden? Gibt es eine spezifische Interessenlage von Jugendlichen? Sind Jugendliche überhaupt eine einheitliche Wählergruppe? Weiterführend ist zu fragen, wie stabil das Wahlverhalten ist. Investiert eine Partei wirklich in die Zukunft, indem sie Jungwähler anspricht oder ändern sich die Parteipräferenzen im Lebensverlauf?
Bekannt ist, dass es „die Jugend“ nicht gibt, genauso wenig wie „die Erwachsenen“. Gerade in den letzten drei Jahrzehnten hat sich die Lebenspha se Jugend sehr aufgefächert. So kann ein 16jähriger bereits einen Beruf ausüben, während ein 30jähriger noch studiert und finanziell von seinen Eltern abhängig ist. Warum sollten sich also Altersdifferenzen auf das Wahlverhalten auswirken?
1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz von Jungwählern als Zielgruppe und Definition der Forschungsfrage.
2. Jugendwahlverhalten in der Bundesrepublik: Detaillierte deskriptive statistische Auswertung der Wahlbeteiligung und Parteipräferenzen seit 1953.
3. Theoretische Erklärungsmodelle des Wahlverhaltens: Gegenüberstellung soziologischer, sozialpsychologischer und rationaler Ansätze zur Erklärung von Wahlentscheidungen.
4. Die Merkmale jugendspezifischen Wahlverhaltens: Hintergründe und Erklärungsansätze: Zusammenführung empirischer Befunde mit theoretischen Erklärungen für das Jungwählerdefizit und Präferenzverschiebungen.
5. Sozialer Wandel und Wertewandel: Analyse der gesellschaftlichen Einflüsse durch Bildungsexpansion, Arbeitsmarktdynamik und Wertewandel auf die politische Einstellung der Jugend.
6. Jugendwahlverhalten: Lebenszyklus- oder Generationseffekte?: Theoretische und empirische Abwägung, ob Wahlverhalten durch das Alter (Lebensphase) oder durch die prägende Zeit (Generation) determiniert wird.
7. Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen des Wahlverhaltens.
Jugendwahlverhalten, Wahlbeteiligung, Jungwählerdefizit, Parteipräferenzen, Wertewandel, Sozialer Wandel, Generationseffekte, Lebenszykluseffekte, Politische Sozialisation, Parteibindung, Politische Partizipation, Generationsthese, Modernisierung, Politische Generationen.
Die Arbeit untersucht das Wahlverhalten der Jugend in der Bundesrepublik Deutschland über einen Zeitraum von 50 Jahren und fragt, ob es ein spezifisch "jugendliches" Wahlverhalten gibt.
Die zentralen Themen umfassen die Wahlbeteiligung von Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Parteipräferenzen, den Einfluss von Wertewandel sowie die Rolle von sozialen Faktoren wie Bildung und Arbeitsmarktsituation.
Das Ziel ist es zu klären, ob sich Wahlentscheidungen von jungen Menschen primär durch ihr Alter (Lebenszyklus) erklären lassen oder durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation, die durch historische Ereignisse geprägt wurde.
Es handelt sich um eine exploratorische Untersuchung, die sich primär auf die quantitative Analyse der Repräsentativen Wahlstatistik sowie auf die Auswertung existierender Umfragedaten und politikwissenschaftlicher Studien stützt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Erklärungsmodelle des Wahlverhaltens, diskutiert den Einfluss des sozialen Wertewandels und nimmt eine tiefergehende Trennung zwischen Lebenszyklus- und Generationeneffekten vor.
Wichtige Begriffe sind insbesondere "Generationseffekte", "Lebenszykluseffekte", "Jungwählerdefizit", "Wertewandel" und "politische Sozialisation".
Ja, insbesondere bei der Bundestagswahl 2002 und der Rückschau auf 1990 wird deutlich, wie sich die unterschiedlichen sozioökonomischen Bedingungen im Osten auf das Wahlverhalten der jungen Generation auswirken.
Die Arbeit zeigt, dass die Bildungsexpansion eine zentrale Rolle für den Wertewandel spielt und dass gebildete Jugendliche eher zu unkonventionellen Partizipationsformen wie Demonstrationen neigen als zu traditionellen Parteibindungen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

