Diplomarbeit, 2007
104 Seiten, Note: 1,3
1 THEMATISCHE EINLEITUNG
1.1 Vorwort
1.2 Onkologische Erkrankung – Krebs – Was ist das?
1.3 Zahlen und Statistiken
2 ONKOLOGISCHE ERKRANKUNGEN
2.1 Hämoblastosen
2.2 Bösartige solide Tumoren
3 THERAPIEFORMEN
3.1 Operative Entfernung
3.2 Strahlentherapie
3.3 Chemotherapie
3.4 Knochenmarktransplantation (KMT)
3.5 Alternative Behandlungsformen
3.6 Behandlung und interdisziplinäre Kooperation
3.6.1 Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
3.6.2 Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (PSAPOH)
4 THEORETISCHER HINTERGRUND
4.1 Das Jugendalter – eine theoretische Einführung
4.1.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
4.1.2 Besonderheiten bei Jugendlichen mit onkologischer Erkrankung
4.2 Die betroffene Familie
4.2.1 Die Elternebene
4.2.2 Die Geschwisterebene
5 KRANKHEITSSPEZIFISCHE BELASTUNGEN
5.1 Somatische Belastungen
5.2 Psychosoziale Belastungen
5.2.1 Verlust körperlicher und geistiger Fähigkeiten
5.2.2 Autonomie- und Selbstwertverlust
5.2.3 Hilflosigkeit und Ängste
5.2.4 Belastung und Erschöpfung betreuender Angehöriger
5.2.5 Pflege- und Versorgungsanforderung an die Eltern
5.2.6 Organisatorische Probleme
5.2.7 Trennung von Freunden und Klassenkameraden
5.2.8 Existenziell-ökonomische Situation
5.3 Von der Krankheit unabhängige Belastungen
5.4 Weitere notwendige Einschränkungen
6 PSYCHOSOZIALE VERSORGUNG UND BETREUUNG
6.1 Einzelne Aufgabenbereiche
6.1.1 Unterstützung und Begleitung in kritischen Lebenssituationen
6.1.2 Stärkung der Ressourcen, Kompetenzen und Autonomie
6.1.3 Stärkung der familiären und sozialen Strukturen
6.1.4 Unterstützung in sozial-rechtlichen Fragen
6.1.5 Förderung der Compliance
6.1.6 Behandlung spezifischer Symptome
6.1.7 Präventive Arbeit
7 PSYCHOSOZIALE NACHSORGE
7.1 Familienorientierte Rehabilitationsmaßnahmen
7.2 Jugendrehabilitationsmaßnahmen
7.2.1 Gruppentherapeutische Maßnahmen
7.2.2 Rechtliches
7.3 Rehabilitationskliniken
7.3.1 Brandenburg Klinik
7.3.2 SyltKlinik
7.3.3 Klinik Bad Oexen
7.3.4 Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe
7.3.5 Nachsorgeklinik Tannheim
7.4 Nachsorgeprojekte
7.4.1 Das Waldpiratencamp
7.4.2 Toskanafreizeit
7.4.2.1 Konzeptuelle Ziele
7.4.3 Weitere Projekte
7.4.3.1 Regenbogenfahrt
7.4.3.2 Tauchen als Therapie
7.4.3.3 Huskyprojekt
8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht die psychosoziale Nachsorge von Jugendlichen mit onkologischen Erkrankungen. Ziel ist es, die spezifischen psychischen und sozialen Belastungen in dieser kritischen Lebensphase aufzuzeigen und die Notwendigkeit sowie die Umsetzung geeigneter klinikunabhängiger und jugendspezifischer Nachsorgemaßnahmen darzustellen.
3.2 Strahlentherapie
Bei der Strahlentherapie werden therapeutisch genau bemessene, hochenergetische Strahlen eingesetzt. Diese verhindern die Vermehrung von Krebszellen und bewirken eine fortschreitende Verringerung der Tumormasse. Einige Tumoren, beispielsweise das Hodgkin-Lymphom (vgl. Kap. 2.1), reagieren sehr strahlenempfindlich. Andere wiederum, wie etwa das Osteosarkom, sind praktisch resistent gegenüber der Bestrahlung (vgl. Niethammer, 1996).
Um eine Schädigung gesunder Organe durch die Bestrahlung möglichst gering zu halten, wird die benötigte gesamte Strahlungsdosis nicht auf einmal verabreicht, sondern auf mehrere Bestrahlungen aufgeteilt. Dies hat zur Folge, dass das Kind oder der Jugendliche über mehrere Wochen täglich Bestrahlungen erhält. Die Bestrahlungen schädigen aber nicht nur die malignen Zellen, sondern auch die gesunden Zellschichten. Dadurch kommt es zu erheblichen Nebenwirkungen, die das Wohlbefinden des Kindes oder Jugendlichen stark beeinträchtigen können. Es treten akute, aber auch späte Veränderungen auf. Die Nebenwirkungen sind abhängig von der Region, in der die Bestrahlung stattgefunden hat.
Bei der Bestrahlung des Kopfes ist üblicherweise damit zu rechnen, dass Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Nach mehrmaligen Bestrahlungen kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen, wenn dies nicht schon durch eine vorangegangene Chemotherapie geschehen ist. Weiterhin kommt es im Bereich der Bestrahlungseintritts- und -austrittsstelle zu Hautreaktionen. Hautrötungen, ähnlich einem Sonnenbrand, und eine trockene Schuppung der Haut sind die Folge. Sie sind schmerzhaft und bedürfen einer gründlichen Hautpflege. Auch das Gehirn ist strahlenempfindlich, vor allem in den ersten zwei Lebensjahren, in denen sich das Gehirn noch entwickelt. Bei Kindern, die in diesem Lebensabschnitt im Bereich des Gehirns bestrahlt wurden, muss mit einer Beeinträchtigung der intellektuellen Leistungsfähigkeit gerechnet werden (vgl. Niethammer, 1996).
1 THEMATISCHE EINLEITUNG: Einleitung in das Thema der onkologischen Erkrankungen bei jungen Menschen und die Bedeutung der psychosozialen Nachsorge.
2 ONKOLOGISCHE ERKRANKUNGEN: Überblick über häufig auftretende Erkrankungsarten wie Hämoblastosen und solide Tumoren im Kindes- und Jugendalter.
3 THERAPIEFORMEN: Erläuterung der klassischen Behandlungssäulen wie Operation, Bestrahlung, Chemotherapie und Knochenmarktransplantation sowie der interdisziplinären Kooperation.
4 THEORETISCHER HINTERGRUND: Beschreibung der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter und die speziellen Herausforderungen, denen sich erkrankte Jugendliche und ihre Familien gegenübersehen.
5 KRANKHEITSSPEZIFISCHE BELASTUNGEN: Analyse der somatischen und psychosozialen Folgen einer Krebserkrankung für das Individuum und die Familie.
6 PSYCHOSOZIALE VERSORGUNG UND BETREUUNG: Beschreibung der Aufgabenbereiche und Ziele in der psychosozialen Versorgung während der Behandlung.
7 PSYCHOSOZIALE NACHSORGE: Darstellung familienorientierter Reha-Maßnahmen, jugendspezifischer Ansätze sowie verschiedener Klinikangebote und Nachsorgeprojekte.
8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Diskussion zukünftiger Herausforderungen in der psychosozialen Nachsorge.
Psychosoziale Nachsorge, Onkologie, Kindesalter, Jugendalter, Rehabilitation, Krebs, Krankheitsbewältigung, Soziale Arbeit, Familienorientierung, Therapie, Nachsorgeprojekte, Compliance, Lebensqualität, Pädiatrische Onkologie, Systemische Belastungen.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der psychosozialen Nachsorge von Kindern und Jugendlichen nach einer Krebserkrankung und beleuchtet die medizinischen sowie psychosozialen Aspekte dieses Prozesses.
Zu den Schwerpunkten zählen die medizinische Behandlung, die theoretischen Hintergründe des Jugendalters, krankheitsspezifische Belastungen sowie diverse Nachsorgekonzepte und Projekte.
Das Ziel ist es, den hohen Bedarf an psychosozialer Nachsorge zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Jugendliche mit den durch die Erkrankung entstehenden Belastungen umgehen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Konzepte, Statistiken und Informationen zu Rehabilitationskliniken und Nachsorgeprojekten.
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen, den theoretischen Hintergrund zur Adoleszenz, eine detaillierte Auflistung der körperlichen und psychosozialen Belastungen sowie eine Übersicht konkreter Nachsorgeangebote.
Wichtige Schlagworte sind Psychosoziale Nachsorge, Pädiatrische Onkologie, Krankheitsbewältigung, Lebensqualität und Rehabilitation.
Die Peer Group ist für Jugendliche essenziell, da sie beim Ablöseprozess vom Elternhaus hilft, gegenseitige Unterstützung bietet und den sozialen Kontakt zu Gleichaltrigen ermöglicht.
Diese Projekte bieten einen geschützten Raum außerhalb des klinischen Alltags, in dem Jugendliche ihre Eigenverantwortung stärken und sich ungezwungen mit anderen Betroffenen austauschen können.
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