Diplomarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,0
2. EINLEITUNG
3. BEOBACHTUNG DES ALLTAGS
3.1 EINKAUFEN
3.2 ARBEITEN
3.2.1 Management
3.2.2 Weniger Arbeitsplätze in Hochlohnstaaten
3.2.3 Multinationalisierung
3.3 BESCHLEUNIGUNG
3.3.1 Die Reaktionen der Bevölkerung
3.3.2 Die Reaktion der Politik: Arbeitsversprechen
3.3.3 Der Staat am Standort
3.3.4 Globalisierung und Internationale Arbeitsteilung
4. STATISTISCHE RUNDSCHAU
4.1 DER BLICK DES ÖKONOMEN
4.1.1 Noch mehr Indikatoren:
4.2 RATIONALISIERUNG
4.2.1 Der erste Automatentraum
4.2.2 Mensch und Gesellschaft als Maschinen gedacht
4.2.3 Wissenschaft vom Menschen?
5. DAS PROBLEM DER SOZIOLOGIE
5.1 DISTANZIERUNG VON DER ARBEIT
5.1.1 Der Sieg des hypothetischen Imperativs
5.1.2 Monade
5.2 FREIZEIT
5.2.1 “tabula eadem materia”
6. DIE ARBEITSTEILUNG AUS DER SICHT IHRER THEORETIKER
6.1 DIE STECKNADEL
6.1.1 Egoismus
6.1.2 Individuum und Gesellschaft oder umgekehrt?
6.1.3 Das vollkommene Individuum
6.1.4 Die soziale Funktion der Arbeitsteilung ist…
6.1.5 …soziale Solidarität
6.2 DER FORTSCHRITT IN DER GESCHICHTE
6.2.1 Vertragsgesellschaft – Gesellschaftsvertrag
6.2.2 Das Milieu
6.3 FORTSCHRITT UND VERÄNDERUNG REVISITED
7. PHILOSOPHISCHER IDEALISMUS UND WERTVERGESELLSCHAFTUNG
7.1 NOCH EINMAL ANTIKE
7.2 WERTMESSUNG – EINE NEUE SUBSTANZ
7.2.1 Abstraktion oder Erfindung einer neuen Welt
7.2.2 Idealismus – Vorrang für das Abstrakte!
7.2.3 Das Kostenuniversum erlernen
7.2.4 Wirtschaft beruht auf Gemeinschaft
7.3 ZUM LETZTEN MAL: DER EINKAUF:
8. AUSBLICK
8.1 RENAISSANCE DES HANDWERKS?
8.2 RÜCKKEHR DER INDIVIDUALITÄT?
8.2.1 Neue Arbeitsteilung im Betrieb
8.2.2 Die Drückeberger des Milieus oder verantwortungslose Soziologie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Rationalisierung und der zunehmenden Arbeitsteilung auf das moderne Leben. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie sich der Alltag des Menschen unter den Bedingungen eines globalen Konkurrenzkampfes und einer fortgeschrittenen Ökonomisierung gestaltet, und ob die resultierenden sozialen Strukturen sowie die zunehmende Austauschbarkeit der Individuen die menschliche Existenz und Identität gefährden.
3.2.1 Management
Heute heißen die für dieses Zusammenfügen und Verteilen der Waren verantwortlichen Manager. Sie beschreiben ihre Aufgabe und Tätigkeit z. b. folgendermaßen.
„SZ: Der Computermarkt zählt inzwischen zu den umkämpftesten überhaupt. Sie wollen der Konkurrenz im laufenden Jahr dennoch Marktanteile abnehmen – und doppelt so schnell wachsen wie die Branche. Wie kann das klappen?
Bischoff: Ganz einfach: Wir müssen aggressiver werden und den anderen mehr wehtun, als sie uns. Im Konkurrenzkampf waren wir bisher sicherlich zu brav.“
„Wir wollen wieder in die Rolle des Angreifers.“
Als Unternehmer befindet man sich in einer von der Institution Markt strukturierten Umgebung. Der Modus in dem Manager mit anderen Firmen, die ähnliche Produkte anbieten, umgehen ist der der Konkurrenz. Ziel dieser Handlungen ist das Sichern von Marktanteilen. Wer einen größeren Anteil am Markt hat, beliefert mehr Kunden.
BEOBACHTUNG DES ALLTAGS: Dieses Kapitel untersucht die alltäglichen Handlungen des modernen Menschen – insbesondere Einkaufen und Arbeiten – und deren Einbindung in ökonomische Tauschverhältnisse.
STATISTISCHE RUNDSCHAU: Hier werden Arbeitslosenquoten als zentraler Indikator für die soziale Integration in die moderne Arbeitswelt statistisch belegt und interpretiert.
DAS PROBLEM DER SOZIOLOGIE: Dieses Kapitel thematisiert die Schwierigkeiten der Soziologie, das Verhalten des Menschen als Individuum im Rahmen struktureller Zwänge und Gesetzmäßigkeiten wissenschaftlich zu erfassen.
DIE ARBEITSTEILUNG AUS DER SICHT IHRER THEORETIKER: Eine historische Analyse der theoretischen Begründungen von Arbeitsteilung durch Denker wie Adam Smith und Émile Durkheim, die deren ambivalente gesellschaftliche Funktion beleuchtet.
PHILOSOPHISCHER IDEALISMUS UND WERTVERGESELLSCHAFTUNG: Diese Sektion untersucht die philosophische Abstraktion hinter dem Warentausch und wie sich das moderne Kostenuniversum als neue Realität in das Bewusstsein des Menschen einschreibt.
AUSBLICK: Das letzte Kapitel reflektiert über die Möglichkeiten einer Renaissance des Handwerks und neue, flexiblere Formen der Arbeitsteilung sowie deren Auswirkungen auf die menschliche Individualität.
Arbeitsteilung, Rationalisierung, Markt, Globalisierung, Konsument, Management, Soziologie, Prekarisierung, Automatisierung, Wertmessung, Identität, Konkurrenzkampf, Individuum, Geschichte, Solidarität.
Die Diplomarbeit analysiert die Bedingungen und Folgen der Rationalisierung sowie der Arbeitsteilung in der modernen Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf den Alltag und die Identität des Menschen.
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Beobachtung alltäglicher Praktiken (Einkauf, Arbeit, Freizeit), die Kritik an der ökonomischen Rationalität sowie die historische Entwicklung der Arbeitsteilung.
Das Ziel ist es zu ergründen, wie das Individuum in einer durch Konkurrenz und Arbeitsteilung strukturierten Welt handelt und welche Rolle dabei ökonomische Zwänge bei der Gestaltung menschlicher Identität spielen.
Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Arbeit, die qualitative Analysen, soziologische Theorien und historische Einordnungen kombiniert, um die Mechanismen der modernen Marktgesellschaft offenzulegen.
Der Hauptteil behandelt die Entstehung der Marktgesellschaft, die Distanzierung des Individuums von seiner Arbeit, die theoretischen Ansätze zur Arbeitsteilung sowie die philosophische Analyse des Wertbegriffs.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsteilung, Rationalisierung, Markt, Prekarisierung, Globalisierung und Individualität charakterisiert.
Das Kostenuniversum beschreibt die Notwendigkeit des modernen Menschen, alle Lebensbereiche und Bedürfnisse in Geldwerten zu berechnen und als ökonomische Faktoren zu begreifen.
Der Autor kritisiert eine "Befreiungssoziologie", die Individuen vollständig als Produkte ihrer sozialen Verhältnisse darstellt und ihnen dadurch die persönliche Verantwortung für ihr Handeln abspricht.
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