Diplomarbeit, 2008
103 Seiten, Note: Guter Erfolg
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung
1.3 Wissenschaftliche Relevanz
1.4 Ziele und Abgrenzung der Arbeit
1.5 Methodisches Vorgehen
1.6 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Daten, Information und Wissen
2.1.1 Wissensarten
2.1.1.1 Individuelles versus kollektives Wissen
2.1.1.2 Implizites versus explizites Wissen
2.1.1.3 Prozedurales versus deklaratives Wissen
2.1.1.4 Abstraktes versus konkretes Wissen
2.1.1.5 Organisationales Wissen
2.2 Wissensarbeit
2.3 Vier Formen der Wissensumwandlung
2.3.1 Sozialisation
2.3.2 Externalisierung
2.3.3 Kombination
2.3.4 Internalisierung
2.4 Wissenstransfer
2.5 Wissensträger und -rollen
2.6 Wissensmanagement
2.7 Prozess
2.7.1 Wissensintensiver Prozess
2.7.2 Wissensintensiver Geschäftsprozess
2.7.3 Wissensprozess
2.7.4 Wissensmanagement-Prozess
3 Modelle des Wissensmanagements
3.1 Abgrenzung zu den Modellen
3.2 Bausteine des Wissensmanagements nach Probst
3.2.1 Normatives Wissensmanagement
3.2.2 Strategisches Wissensmanagement
3.2.3 Operatives Wissensmanagement
3.2.3.1 Wissensidentifizierung
3.2.3.2 Wissenserwerb
3.2.3.3 Wissensentwicklung
3.2.3.4 Wissens(ver-)teilung
3.2.3.5 Wissensnutzung
3.2.3.6 Wissensbewahrung
3.3 Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi
3.4 Prozessorientiertes Wissensmanagement
3.4.1 Modellbasiertes Wissensmanagement (Allweyer)
3.4.2 Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement (Heisig)
3.4.3 Prozessorientiertes Wissensmanagement (Remus)
3.4.4 eTOM enhanced Telecom Operations Map®
3.4.5 Synthese
4 Empirische Untersuchung
4.1 Untersuchungsumfeld
4.2 Forschungsdesign
4.3 Befragung
4.3.1 Problemzentriertes Interview
4.3.2 Aufbau des Interviews
4.4 Auswertung der Interviews
4.4.1 Festlegung des Materials
4.4.2 Analyse der Entstehungsgeschichte
4.4.3 Formale Charakteristika des Materials
4.4.4 Richtung der Analyse
4.4.5 Theoretische Differenzierung der Fragestellung
4.4.6 Bestimmung der Analysetechnik und Festlegung des konkreten Ablaufmodells
4.4.7 Definition der Analyseeinheiten
4.4.8 Analyseschritte mittels Kategoriensystem
4.4.9 Rücküberprüfung des Kategoriesystems an Theorie und Material
4.4.10 Interpretation der Ergebnisse in Richtung der Hauptfragestellung
4.4.11 Anwendung der inhaltsanalytischen Gütekriterien
4.5 Ergebnisse der Studie
4.5.1 Externes Wissen
4.5.2 Wissensverteilung innerhalb des Unternehmens
4.5.3 Wissenstransfer-Prozess
4.5.4 Kollektives Wissen
4.5.5 Ausprägung der Wissensmanagement-Bausteine
4.5.6 Wissenstransfer
4.5.7 Wissensarten
4.5.8 Wissensträger
4.5.9 Abwehrreaktion und Risiko
4.5.10 Idealtypischer Prozess
4.5.11 enhanced Telecom Operations Map®
4.5.12 Vergleich IT-Unternehmen und Telekomunternehmen
4.6 Schlussfolgerung
5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Das Hauptziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die Untersuchung und der Vergleich von institutionalisierten Wissenstransfer-Prozessen innerhalb der technischen Abteilungen (Netzplanung und Netzbetrieb) bei vier österreichischen Telekommunikationsunternehmen. Hierbei soll insbesondere analysiert werden, wie externes Wissen akquiriert, intern verteilt und kollektives Wissen aufgebaut wird, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.
2.7.3 Wissensprozess
Wissensprozesse befassen sich mit Wissensmanagement-Aktivitäten, die im direkten Zusammenhang mit der Verarbeitung, Steuerung und Verwaltung von Wissen stehen. Sie organisieren die Wissensbasis des Unternehmens und stellen z. B. auf die Wissensmanagement-Bausteine nach Probst (siehe Abbildung 9, innerer Kasten) ab. Seinfeld sieht relevante Wissensprozesse in der Einbringung von Wissen in den Wissensbestand, Verbreitung von Wissen, Wartung von Wissen im laufenden Betrieb und im Vergessen von Wissen. Im Wissensprozess werden demnach Wissensmanagement-Aktivitäten realisiert. Die eigentliche Wissensverarbeitung findet in den Einzel- oder Gruppenkonversationen innerhalb der Unternehmen statt.
In diesem Zusammenhang ist bei der Wissensverarbeitung die Externalisierung und Sozialisation aus dem Wissensmanagement-Modell von Nonaka/Takeuchi besonders zu berücksichtigen.
Für diese Arbeit definiert sich der Terminus Wissensprozess als die Aktivitäten der einzelnen Bausteine nach Probst. Die einzelnen hier zur Anwendung kommenden Bausteine Wissensidentifizierung, -erwerb, -entwickelung und -(ver-)teilung (siehe Kapitel 3.2.3) stellen den eigentlichen Wissensprozess in einzelnen Teilschritten dar.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Motivation, Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit und steckt den wissenschaftlichen Rahmen ab.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Daten, Information und Wissen sowie deren Umwandlungsprozesse und die Rolle der Wissensarbeit definiert.
3 Modelle des Wissensmanagements: Dieses Kapitel stellt etablierte Modelle von Probst, Nonaka/Takeuchi sowie prozessorientierte Ansätze wie eTOM vor.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt widmet sich der qualitativen Analyse der Wissenstransfer-Prozesse in ausgewählten Telekommunikationsunternehmen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und Ansätze für weiterführende Fragestellungen aufgezeigt.
Wissenstransfer, Wissensmanagement, Telekommunikation, Wissensprozess, Wissensträger, Wissensentwicklung, Organisationswissen, Wissensidentifizierung, Wissensverteilung, Prozessorientierung, eTOM, empirische Sozialforschung, qualitative Inhaltsanalyse, Netzplanung, Netzbetrieb.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wissenstransfer in den technischen Abteilungen österreichischer Telekommunikationsunternehmen und untersucht, wie Wissen zwischen Netzplanung und Netzbetrieb effizient übertragen werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Wissensmanagement-Bausteinen, die Analyse prozessorientierter Wissensflüsse sowie die Anwendung theoretischer Wissensmodelle auf die Praxis der Telekommunikationsbranche.
Die Arbeit zielt darauf ab, zu klären, ob es institutionalisierte Prozesse des Wissenstransfers gibt und wie externes technisches Wissen in den betrieblichen Alltag integriert wird.
Der Autor führt eine qualitative empirische Studie durch, die auf problemzentrierten Interviews und einer anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wissensmanagements, die Vorstellung relevanter Modelle (Probst, Nonaka/Takeuchi, eTOM) und eine detaillierte empirische Auswertung.
Wesentliche Begriffe sind Wissenstransfer, Wissensmanagement, Telekommunikationsnetzwerke, Prozessorientierung und die Abgrenzung von implizitem und explizitem Wissen.
eTOM dient als industrielles Referenzmodell für Geschäftsprozesse in der Telekommunikation, um die identifizierten Wissensaktivitäten in einen strukturierten Prozessrahmen einzuordnen.
Der Autor entwickelte auf Basis der Interviews ein Modell, das durch Webinterfaces, Dokumentenmanagement und periodische, persönliche Workshops den Wissenstransfer zwischen Herstellern und Netzbetreibern optimieren soll.
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