Diplomarbeit, 2008
123 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 CASH POOLING: BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE BETRACHTUNG
2.1 CASH POOLING ALS INSTRUMENT DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS
2.1.1 Liquiditätsmanagement im Konzern
2.1.2 Definition des Cash Poolings
2.1.3 Abgrenzung des Cash Poolings zu wesentlichen anderen Möglichkeiten des Liquiditätsmanagements
2.1.3.1 Netting
2.1.3.2 Matching
2.1.3.3 Ergebnis
2.1.4 Methoden des Cash Poolings und ihr Ablauf
2.1.4.1 Physisches Cash Pooling
2.1.4.1.1 Zero Balancing
2.1.4.1.2 Target Balancing
2.1.4.1.3 Settlement Pooling
2.1.4.2 Notional Cash Pooling
2.1.4.3 Kombination
2.2 BEWERTUNG DES CASH POOLINGS AUS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER SICHT
2.2.1 Vorteile des Cash Poolings
2.2.1.1 Optimierung des Zinsergebnisses
2.2.1.2 Zentrale Liquiditätssteuerung
2.2.1.3 Verbesserung der Bilanzkennzahlen
2.2.2 Risiken des Cash Poolings
2.2.2.1 Entstehen einer Haftungsgemeinschaft
2.2.2.2 Liquiditätsentzug / Bonitätsverschlechterung
2.2.2.3 Verlust von Finanzierungsalternativen
2.3 ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DES KONZERNWEITEN CASH POOLINGS AUS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER SICHT
3 CASH POOLING: KONZERNWEITE IMPLEMENTIERUNG
3.1 EINFÜHRUNG IN DEN IMPLEMENTIERUNGSPROZESS BEIM KONZERN XY
3.2 MAßNAHMENKATALOG DER CASH POOL-IMPLEMENTIERUNG
3.2.1 Bestimmung der Pool-Teilnehmer und des Zielkontos
3.2.2 Geschwindigkeit des Implementierungsprozesses
3.2.3 Bankenauswahl
3.2.4 Implementierung der technischen und buchhalterischen Voraussetzungen
3.2.5 Auswahl der Pooling-Methode
3.2.6 Nationale Meldepflichten
3.2.7 Vertragliche Gestaltung des Cash Poolings
3.2.7.1 Konzernexterner Vertrag
3.2.7.2 Konzerninterner Vertrag
3.3 STEUERLICHE ASPEKTE BEI DER IMPLEMENTIERUNG DES CASH POOLINGS
3.3.1 Quellensteuer
3.3.2 Verrechnungspreise
3.3.3 Unterkapitalisierung / Zinsschranke
3.3.3.1 Unterkapitalisierungsvorschriften in Österreich
3.3.3.2 Zinsschranke in Deutschland
3.3.4 Österreichische Rechtsgeschäftsgebühr
3.3.4.1 Urkundenprinzip
3.3.4.2 Qualifikation einer Cash Pool-Vereinbarung als Darlehens- oder Kreditvertrag
3.3.5 Gewerbesteuerliche Hinzurechnung
3.4 ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DES IMPLEMENTIERUNGSPROZESSES BEIM KONZERNWEITEN CASH POOLING
4 CASH POOLING: GESELLSCHAFTSRECHTLICHE BETRACHTUNG VOR DEM HINTERGRUND DES MOMIG
4.1 INTENTION DES MOMIG UND DESSEN BEZUG ZUM CASH POOLING
4.1.1 Gründe und Ziele des MoMiG
4.1.2 Handlungsbedarf beim Cash Pooling
4.2 WESENTLICHE MERKMALE DES KONZERNS
4.2.1 Herrschendes Unternehmen
4.2.2 Abhängiges Unternehmen
4.2.2.1 Vertragskonzern
4.2.2.2 Faktischer Konzern
4.2.3 Einheitliche Leitungsmacht
4.2.4 Konzerneigenschaft des Konzerns XY
4.3 KAPITALAUFBRINGUNG IM RAHMEN DES CASH POOLINGS VOR DEM HINTERGRUND DES MOMIG
4.3.1 Vorstellung der Problemsituation
4.3.2 Bisherige Rechtslage
4.3.2.1 Verdeckte Sacheinlage
4.3.2.1.1 Definition des Begriffs „verdeckte Sacheinlage“
4.3.2.1.2 Wesentliche Tatbestandsmerkmale der verdeckten Sacheinlage
4.3.2.1.2.1 Sacheinlagefähigkeit
4.3.2.1.2.2 Abrede
4.3.2.1.2.3 Personenidentität zwischen Inferent und Zahlungsempfänger
4.3.2.1.3 Rechtsfolge
4.3.2.1.4 Heilung
4.3.2.2 „Einfaches Hin- und Herzahlen“
4.3.2.2.1 Definition des Begriffs „einfaches Hin- und Herzahlen“
4.3.2.2.2 Wesentliche Tatbestandsmerkmale des „einfachen Hin- und Herzahlens“
4.3.2.2.2.1 Abrede
4.3.2.2.2.2 Personenidentität zwischen Inferenten und Zahlungsempfänger
4.3.2.2.2.3 Leistung nicht zur endgültig freien Verfügung der Geschäftsführer
4.3.2.2.3 Rechtsfolge
4.3.2.2.4 Heilung
4.3.2.3 Kapitalaufbringung bei der GmbH & Co.KG
4.3.2.4 Zusammenfassung der Bewertung der Rechtsprechung bzgl. der verdeckten Sacheinlage und des „einfachen Hin- und Herzahlens“ in der Fachliteratur
4.3.3 Lösungsansatz des MoMiG
4.3.3.1 Verdeckte Sacheinlage
4.3.3.1.1 Neuregelung des § 19 Abs. 4 GmbHG-E
4.3.3.1.2 Begründung der Neuregelung
4.3.3.2 „Einfaches Hin- und Herzahlen“
4.3.3.2.1 Neuregelung des § 8 Abs. 2 S. 2 GmbHG-E
4.3.3.2.2 Begründung der Neuregelung
4.3.3.3 Bewertung der Neuregelungen des MoMiG in der Fachliteratur
4.4 KAPITALERHALTUNG IM RAHMEN DES CASH POOLINGS VOR DEM HINTERGRUND DES MOMIG
4.4.1 Vorstellung der Problemsituation
4.4.2 Bisherige Rechtslage
4.4.2.1 Wesentliche Tatbestandsmerkmale des § 30 Abs. 1 GmbHG
4.4.2.1.1 Unterbilanz
4.4.2.1.2 Auszahlung
4.4.2.1.3 Zeitpunkt der Auszahlung
4.4.2.1.4 Stehenlassen von Darlehen
4.4.2.1.5 Auszahlungsempfänger
4.4.2.2 Rechtsfolge
4.4.2.3 Anwendbarkeit des § 30 Abs. 1 GmbHG auf die GmbH & Co.KG
4.4.2.4 Einfluss des Konzernrechts auf die Kapitalerhaltung nach § 30 Abs. 1 GmbHG
4.4.2.4.1 Faktischer Konzern
4.4.2.4.2 Vertragskonzern
4.4.2.5 Existenzvernichtender Eingriff
4.4.2.6 Zusammenfassung der Bewertung der Rechtsprechung bzgl. § 30 Abs. 1 GmbHG in der Fachliteratur
4.4.3 Lösungsansatz des MoMiG
4.4.3.1 Neuregelung des § 30 Abs. 1 GmbHG-E
4.4.3.2 Begründung der Neuregelung
4.4.3.3 Bewertung der Neuregelung des MoMiG in der Fachliteratur
4.5 DIE NEUREGELUNGEN VOR EUROPARECHTLICHEM HINTERGRUND
4.5.1 Anwendungsbereich des Art. 56 Abs. 1 EGV
4.5.1.1 Räumlicher und persönlicher Anwendungsbereich des Art. 56 Abs. 1 EGV
4.5.1.2 Sachlicher Anwendungsbereich des Art. 56 Abs. 1 EGV
4.5.2 Spezialregelung im Gemeinschaftsrecht
4.5.3 Beschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit
4.5.4 Rechtfertigung der Beschränkung
4.5.4.1 Rechtfertigung gem. Art. 58 EGV
4.5.4.2 Rechtfertigung aus zwingenden Gründen
4.5.5 Verhältnismäßigkeit der Beschränkung
4.5.5.1 Legitimes Ziel
4.5.5.2 Geeignetheit
4.5.5.3 Erforderlichkeit
4.5.5.4 Angemessenheit
4.5.6 Ergebnis
4.6 ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DER AUSWIRKUNGEN DES MOMIG AUF DAS KONZERNWEITE CASH POOLING
5 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das Cash Pooling als Instrument des konzernweiten Liquiditätsmanagements einer GmbH vor dem Hintergrund des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG). Ziel ist es, die betriebswirtschaftlichen Vorteile und Risiken des Cash Poolings zu analysieren, den Implementierungsprozess bei einer Unternehmensgruppe praxisnah darzustellen und die gesellschaftsrechtlichen Einflüsse des deutschen GmbH-Rechts sowie die Auswirkungen der MoMiG-Neuregelungen auf das Cash Pooling zu erörtern.
2.1.1 Liquiditätsmanagement im Konzern
Das konzernweite Liquiditätsmanagement umfasst alle konzerninternen Aktivitäten, die auf die zielgerichtete Steuerung der Liquidität einer Unternehmensgruppe ausgerichtet sind. Ziele des Cash-Managements sind die Sicherung der Zahlungsfähigkeit, die Minimierung der Finanzierungskosten und die Maximierung der Geldanlageerträge.
I.d.R. wird das Liquiditätsmanagement über Cash-Management-Systeme, insbesondere über EDV-gestützte Kommunikationsformen wie dem Electronic Banking, zwischen Banken und Unternehmen abgewickelt.
Zu den Aufgaben des Cash-Managements gehören die Liquiditätsplanung, d. h. die Prognose der zu erwartenden Zu- und Abgänge liquider Mittel, die Liquiditätsdisposition, d. h. die Organisation des Zahlungsverkehrs und die zinsoptimale Aufnahme und Anlage fehlender bzw. überschüssiger Liquidität, und die Liquiditätskontrolle, das impliziert die permanente Überprüfung von Effizienzsteigerungspotenzialen.
Die Einführung des Euro als europäischer Einheitswährung und die damit verbundenen Erleichterungen für den europäischen Handel haben zusammen mit wesentlichen Fortschritten in der Informationstechnologie dafür gesorgt, dass das Liquiditätsmanagement gerade für den Mittelstand an Bedeutung gewonnen hat.
Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht die Frage, ob ein Unternehmen Liquiditätsmanagement betreibt, sondern vielmehr die Frage, wie effizient das Liquiditätsmanagement betrieben wird.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz des Cash Poolings im Rahmen der Unternehmensfinanzierung und Vorstellung der Zielsetzung dieser Diplomarbeit.
2 CASH POOLING: BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE BETRACHTUNG: Detaillierte Analyse des Cash Poolings als Liquiditätsmanagement-Instrument, inklusive Definition, Methoden (physisch vs. notional) sowie betriebswirtschaftlicher Chancen und Risiken.
3 CASH POOLING: KONZERNWEITE IMPLEMENTIERUNG: Darstellung des konkreten Implementierungsprozesses bei einem Unternehmen, inklusive Auswahl der Teilnehmer, technischer Voraussetzungen, steuerlicher Aspekte und vertraglicher Gestaltung.
4 CASH POOLING: GESELLSCHAFTSRECHTLICHE BETRACHTUNG VOR DEM HINTERGRUND DES MOMIG: Untersuchung der gesellschaftsrechtlichen Anforderungen, insbesondere zur Kapitalaufbringung und -erhaltung, und Bewertung der MoMiG-Neuregelungen.
5 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Cash Poolings unter Berücksichtigung der gesetzlichen Änderungen.
Cash Pooling, Liquiditätsmanagement, Konzern, GmbH, MoMiG, Kapitalaufbringung, Kapitalerhaltung, physisches Pooling, Notional Pooling, Cash-Management, Konzerngesellschaft, Zinsschranke, verdeckte Sacheinlage, GmbH & Co.KG, Liquiditätssteuerung
Die Arbeit behandelt die Implementierung und die gesellschafts- sowie steuerrechtliche Beurteilung von Cash Pooling-Systemen in Konzernen vor dem Hintergrund des MoMiG.
Zentral sind die betriebswirtschaftliche Ausgestaltung des Cash Poolings, die rechtlichen Aspekte der Kapitalaufbringung und -erhaltung im deutschen GmbH-Recht sowie die steuerliche Optimierung bei grenzüberschreitenden Cash-Strukturen.
Das primäre Ziel ist es, für den "Konzern XY" eine Entscheidungsgrundlage für die Implementierung eines Cash Poolings zu schaffen und aufzuzeigen, wie die rechtlichen Herausforderungen des MoMiG bewältigt werden können.
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode verwendet, die auf einer Literaturanalyse sowie auf der Erörterung aktueller BGH-Rechtsprechung und gesetzlicher Neuregelungen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine betriebswirtschaftliche Analyse, einen Maßnahmenkatalog für die Implementierung und eine tiefe gesellschaftsrechtliche Untersuchung der Kapitalaufbringungs- und -erhaltungsvorschriften.
Die wichtigsten Begriffe sind Cash Pooling, MoMiG, GmbH, Kapitalaufbringung, Kapitalerhaltung, Liquiditätsmanagement, physisches Pooling und Zinsschranke.
Das November-Urteil stellte die Darlehensgewährung an Gesellschafter in ein neues Licht, indem es diese als Auszahlung wertete und damit die Kapitalerhaltungsvorschriften für das Cash Pooling deutlich verschärfte.
Das MoMiG führt eine bilanzielle Betrachtungsweise ein, die bei vollwertigem Rückzahlungsanspruch das Cash Pooling auch in der Unterbilanz unbedenklich macht und somit die Rechtssicherheit für Unternehmen maßgeblich erhöht.
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