Bachelorarbeit, 2008
95 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau und Gliederung
2. Die neue Gesundheitskarte
2.1 Ziele der Einführung der neuen Gesundheitskarte
2.2 Rechtliche Grundlagen
2.3 Technische Grundlagen
2.4 Funktionen - Vorbemerkung
2.4.1 Administrative Funktionen - Pflichtdaten
2.4.2 Medizinische Funktionen – Freiwillige Daten
2.5 Gestaltung der elektronischen Gesundheitskarte:
2.6 Der Heilberufsausweis
3. Entwicklung, Akzeptanz und Kosten-Nutzen der eGK
3.1 Entwicklung, zeitlicher Ablauf und Stand der Pilotprojekte
3.2 Schwierigkeiten beim Aufbau der Telematikinfrastruktur
3.3 Die Akzeptanz beteiligter Akteure
3.3.1 Aus ärztlicher Sicht
3.3.2 Aus Versichertensicht
3.3.3 Sonstige Akteure
3.4 Kosten-Nutzen-Analyse
3.4.1 Voraussichtliche Kosten
3.4.2 Voraussichtliche Nutzen/Einsparpotentiale
3.4.3 Finanzierung
3.4.4 Pro und Contra eGK und ihrer Funktionen
4. Europäische Gesundheitskarten
4.1 Österreich
4.2 Frankreich
4.4 Zukünftige gemeinsame Kartentelematikanwendung in Europa
5. Ausblick / Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Einführung und den aktuellen Entwicklungsstand der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) im deutschen Gesundheitswesen zu geben. Dabei wird untersucht, wie die technologische Modernisierung zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen kann, welche Herausforderungen bei der Implementierung bestehen und inwieweit die Akzeptanz bei den beteiligten Akteuren sowie ein positiver Kosten-Nutzen-Effekt zu erwarten sind.
2.3 Technische Grundlagen
Im Unterschied zur gegenwärtigen Krankenversichertenkarte wird die eGK nicht nur administrative Daten, sondern auch medizinische Informationen aller Art speichern können. Letztere Daten werden zukünftig allerdings nicht direkt auf der eigentlichen Karte gespeichert sein, sondern verschlüsselt auf Großrechnern in einem Netzwerk (der s.g. Telematikinfrastruktur). Auf der Karte selbst werden nur die Verweise auf die Speicherorte und der jeweilige Schlüssel zur Dechiffrierung der entsprechenden Informationen enthalten sein.
Die Speicherkapazität der Karte soll bei 64 Kilobytes (KB) liegen, davon ca. 15 KB für das Kartenbetriebssystem (s.g. Overheaddaten). Im Vergleich dazu hat die bisherige KVK nur eine Speicherkapazität von 256 Bytes. In Zeiten, in denen man bei Speichermedien eher von Gigabytes (GB) redet, hört sich die Speichergröße der neuen Karte zunächst nicht besonders hoch an. Doch wenn man davon ausgeht, dass eine DinA4 Seite ca. 4 Kilobytes Text (mit 63 Zeilen zu je 80 Zeichen) enthält, kann man schon ermessen, dass es ein ausreichend großer Speicher für zu transportierende Daten vorhanden ist. Dies erweist sich auch deshalb als ausreichend, da größere Datenmengen ohnehin nicht auf der Karte selber gespeichert werden sollen.
Zudem kommt noch eine besondere Funktionsanforderung an die Karte hinzu, und zwar die Möglichkeit, einzelne Daten verstecken und wieder sichtbar machen zu können, ohne sie gleichzeitig löschen zu müssen. Diese Anforderung (Aktivate/Deaktivate Record) führt dazu, dass nicht jede derzeit auf dem Markt erhältliche Chipkarte zum Einsatz kommen kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung im deutschen Gesundheitswesen und den Wunsch nach Vernetzung sowie die Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2. Die neue Gesundheitskarte: Dieses Kapitel beschreibt die Ziele, die rechtlichen und technischen Grundlagen sowie die Funktionsbereiche der eGK inklusive der Gestaltung und der Rolle des Heilberufsausweises.
3. Entwicklung, Akzeptanz und Kosten-Nutzen der eGK: Hier werden der zeitliche Ablauf, technische Schwierigkeiten beim Aufbau der Infrastruktur, die Akzeptanz bei verschiedenen Akteuren sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse detailliert dargelegt.
4. Europäische Gesundheitskarten: Dieses Kapitel vergleicht den Stand der Technik und die Ansätze zur Einführung von Gesundheitskarten in Österreich und Frankreich mit der deutschen Lösung.
5. Ausblick / Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zu erwartende Entwicklung und die Bedeutung der eGK als Katalysator für ein modernes Gesundheitswesen.
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Die Arbeit analysiert die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) als zentrales IT-Projekt zur Modernisierung des deutschen Gesundheitswesens.
Die zentralen Themen umfassen die technischen Spezifikationen, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Akzeptanz bei den Akteuren sowie die ökonomische Bewertung der Einführung.
Das primäre Ziel ist es, eine fundierte Übersicht über den aktuellen Stand und die zukünftigen Möglichkeiten der eGK zu geben und dabei sowohl Chancen als auch Implementierungsprobleme aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung existierender Studien und Gutachten sowie der Analyse von Ergebnissen aus Testregionen.
Im Hauptteil werden neben den Funktionen der eGK und dem Heilberufsausweis insbesondere die Akzeptanz bei Ärzten, Versicherten und Krankenkassen sowie die ökonomischen Aspekte untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind eGK, Telematikinfrastruktur, Datensicherheit, Kosten-Nutzen-Analyse, eRezept und elektronische Patientenakte.
Die freiwillige Nutzung ist ein entscheidender Faktor, da der Erfolg der medizinischen Anwendungen maßgeblich vom Nutzungsverhalten und der Akzeptanz der Versicherten abhängt.
Datenschutz ist das am häufigsten genannte Bedenken; es besteht die Sorge vor Datenmissbrauch und unberechtigten Zugriffen, weshalb hohe Sicherheitsanforderungen definiert wurden.
Schwierigkeiten resultieren primär aus der Komplexität der IT-Landschaft, der notwendigen Standardisierung, hohen Investitionskosten und unterschiedlichen Interessen der Beteiligten.
Im Vergleich zu Österreich und Frankreich zeigt sich, dass Deutschland auf eine komplexe Infrastruktur setzt, während Nachbarländer teilweise andere Prioritäten oder technisch einfachere Modelle verfolgen.
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