Wissenschaftliche Studie, 2008
16 Seiten
Platon über die Liebe
1. Einleitung
2. Lysis. Oder: Über Freundschaft und Liebe
3. Symposium. Oder: Über Eros und den Trieb zur Unsterblichkeit
4. Phaidros. Oder: Über Nachteile und Nutzen der Liebe sowie die Beschaffenheit der Seele
5. Zusammenfassung
6. Literatur
Diese Arbeit hat zum Ziel, die zentralen philosophischen Aussagen Platons zum Thema Liebe aus den Dialogen "Lysis", "Symposium" und "Phaidros" systematisch herauszuarbeiten und auf eine vereinende Theorie hin zu untersuchen.
3. Symposium. Oder: Über Eros und den Trieb zur Unsterblichkeit.
Der Rahmen dieses Dialoges ist die Geschichte, die Apollodoros seinen Freunden erzählt, von dem ihm Glaukon erzählte, wie sie ihm Aristodemos erzählte. Aristodemos traf eines Abends den Sokrates, wie er auf dem Weg zum Gastmahl (Symposium) bei Agathon war, anlässlich dessen Gewinns eines Preises für seine Tragödien. Aristodemos trifft zunächst allein bei Agathon ein, denn Sokrates verschwand und blieb eine Weile erstmal im Garten des Nachbarn stehen, bevor er endlich nachkommt und sich zu Agathon legt.
An dieser Stelle schlägt Pausanias vor, dass sie nicht ganz soviel trinken, da er noch einen Kater hätte und lieber einfach nur zum Vergnügen denn des Rausches wegen trinken mag. Eryximachos schlägt vor, dass sie alle der Reihe nach Lobreden über den Eros halten, über den er vor einer Weile mit Phaidros sprach. Von diesen Lobreden erzählt nun Aristodemos, erinnert sich aber nur einiger wenigen davon.
a) Phaidros: Phaidros vertritt die traditionelle Ansicht. Laut Hesiod gab es einst Chaos und Eros, der alle anderen Götter zeugte. Für Eros sind der Liebhaber mit seinem Liebling ein großes Gut. Liebe leitet die Rechtschaffenen, denn sie bringt einem Scham bei einer schlechten Tat ein. Eine Armee aus Liebhabern wäre anzustreben, denn diese würden sich stets beistehen und nie etwas schlechtes tun. Das Liebende sogar füreinander sterben würden, wäre das höchste Opfer, das man den Göttern bringen kann. Und natürlich steht der Liebende höher als der Geliebte, denn er ist der aktive Part.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Liebe in Platons Dialogen vor und erläutert die methodische Herangehensweise unter Verwendung der Schleiermacher-Übersetzung.
2. Lysis. Oder: Über Freundschaft und Liebe: Das Kapitel untersucht den Dialog Lysis, in dem Sokrates ergründet, wer wem Freund ist und ob Liebe ein Begehren nach dem ist, das uns vervollständigt.
3. Symposium. Oder: Über Eros und den Trieb zur Unsterblichkeit: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Lobreden auf den Eros, gipfelnd in Diotimas Lehre vom Eros als Dämon und Trieb zur Unsterblichkeit.
4. Phaidros. Oder: Über Nachteile und Nutzen der Liebe sowie die Beschaffenheit der Seele: Hier werden die Ambivalenz der Liebe, der Wahnsinn und die dreiteilige Natur der Seele im Kontext des Dialogs Phaidros erörtert.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse über die Liebe als Begehren nach dem Fehlenden, als Weg zum Glück und als Suche der Seele nach Schönheit.
6. Literatur: Auflistung der verwendeten Primärquellen.
Platon, Liebe, Eros, Sokrates, Lysis, Symposium, Phaidros, Freundschaft, Seele, Unsterblichkeit, Philosophie, Begehren, Tugend, Wahnsinn, Antike
Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung des Liebesbegriffs in drei zentralen Werken Platons.
Die Themenfelder umfassen die Natur der Freundschaft, das Wesen des Eros, den Zusammenhang zwischen Liebe und Unsterblichkeit sowie die Struktur der menschlichen Seele.
Das Ziel ist es, die Kernpunkte der Liebe in den Dialogen Lysis, Symposium und Phaidros herauszuarbeiten und eine verbindende Theorie zu formulieren.
Es wird eine hermeneutische Textanalyse der platonischen Dialoge auf Grundlage der Schleiermacher-Übersetzung durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, die jeweils einen der genannten Dialoge detailliert analysieren und die jeweiligen Argumentationsstränge darlegen.
Wesentliche Begriffe sind Platon, Eros, Seele, Begehren, Freundschaft und das Streben nach Unsterblichkeit.
Sokrates dient als zentraler Indikator für Platons philosophische Positionen, auch wenn er in den Dialogen oft durch rhetorische Fragen oder Ironie agiert.
Der gute Eros ist himmlisch und auf Vernunft ausgerichtet, während der schlechte Eros rein körperlich und auf bloße Befriedigung fixiert ist.
Diotima definiert Eros als einen Dämon, der zwischen Gut und Schlecht steht, und als einen Helfer, der den Menschen zur Unsterblichkeit durch geistiges Erzeugen führt.
Die Seele ist in Platons Theorie unsterblich und strebt durch den Anblick des Schönen zurück zum Göttlichen, was als "Wahnsinn" der Liebe beschrieben wird.
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