Skript, 2008
12 Seiten
1. Der technische Großhandel im Wandel
2. Unternehmensgestaltung aus logistischen Blickwinkel
3. Interorganisationsmodelle im Handelsumfeld
4. Rationalisierungspotentiale anhand der unternehmensübergreifenden Bedarfsplanung
5. Nutzung des Matrizenkalküls zur Bedarfsermittlung
6. Strategische Neuorientierung am Beispiel des SHK-Unternehmensmodell
7. Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein wissenschaftlich fundiertes Modell für die integrierte Unternehmensorganisation im technischen Großhandel (insbesondere SHK) zu entwickeln, das unternehmensübergreifende Prozessinformationen und organisationswissenschaftliche Sichtweisen zur Optimierung der Wertschöpfungskette verbindet.
Der technische Großhandel im Wandel
In der Gegenwart, in der die Unternehmensgrenzen ihre „klassische“ restriktive Bedeutung als Grenze verloren haben, sind technische Großhandelsunternehmen zunehmend auf Interaktion und Kooperation mit anderen Unternehmen außerhalb ihrer traditionellen Grenzen angewiesen. Der effiziente unternehmensübergreifende Austausch von Gütern, Dienstleistungen und Wissen entlang der Wertschöpfungskette sowie die gemeinsame Erstellung von Leistungen stehen daher zunehmend im Zentrum betrieblicher Optimierungsbestrebungen.
Die Austauschbarkeit von Produkten und Sortimenten zwischen Industrie und Großhandel sowie eine Veränderung des Kundenverhaltens hinsichtlich der Ansprüche des Kunden führen dazu, dass Innovationen maßgeblich das vom Kunden wahrgenommene Profil eines Handelsunternehmens gestalten.
Auf Basis dieser Erkenntnisse ist es notwendig, dass technische Großhandelsunternehmen unter einem wissenschaftlichen Blickwinkel mit dem Ziel der möglichst effizienten Erbringung von Handelsaktivitäten und Dienstleistungen zu betrachten. Analytisch lässt sich feststellen, dass bisher der Schwerpunkt der Handelsunternehmen auf der Optimierung der Prozesse des Einkaufs, des Vertriebes und der Logistik lag. Zur Bewältigung dispositiver, logistischer sowie von betriebswirtschaftlichen Problemstellungen wurden immer komplexere IT-Strukturen geschaffen. So ist es nicht verwunderlich, dass besonders in technischen Großhandel die Strategie zur Bewältigung betriebswirtschaftlicher Probleme als Gesamtkomplex vorherrscht. Dabei sollen neue Informationssysteme nicht nur helfen die komplexen Ausgaben von heute zu bewältigen, sondern auch neue Erfahrungen und Trends in der überbetrieblichen Kommunikation als Ansatzpunkt für eine strategische Softwareentwicklung integrieren.
Der technische Großhandel im Wandel: Dieses Kapitel beleuchtet die Notwendigkeit zur Kooperation und Prozessoptimierung im technischen Großhandel angesichts sich auflösender Unternehmensgrenzen und veränderten Kundenverhaltens.
Unternehmensgestaltung aus logistischen Blickwinkel: Es werden Anforderungen an eine moderne Unternehmensarchitektur formuliert, um durch eine effiziente Integration von Logistikmanagement und IT-Strukturen Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Interorganisationsmodelle im Handelsumfeld: Das Kapitel vergleicht etablierte Modelle wie ECR, CPFR und das SCOR-Modell hinsichtlich ihrer Eignung für den technischen Großhandel.
Rationalisierungspotentiale anhand der unternehmensübergreifenden Bedarfsplanung: Hier wird die Bedeutung der Bedarfsplanung als zentraler Ausgangspunkt der warenflussorientierten Unternehmensplanung hervorgehoben.
Nutzung des Matrizenkalküls zur Bedarfsermittlung: Dieses Kapitel erläutert den mathematischen Ansatz zur Nettobedarfsrechnung mittels Matrizenkalkül als Alternative zu graphentheoretischen Verfahren.
Strategische Neuorientierung am Beispiel des SHK-Unternehmensmodell: Vorstellung eines ganzheitlichen Rahmenmodells für den SHK-Großhandel, das verschiedene Interorganisationsansätze strukturell vereint.
Zusammenfassung: Fazit über die Notwendigkeit einer integrativen Betrachtungsweise von Geschäftsmodellen zur erfolgreichen Neugestaltung der Unternehmensarchitektur.
Überbetriebliche Kommunikation, Beschaffung, Handel, Geschäftsmodelle, Interorganisation, Modellierung, Bedarfsplanung, Prozessintegration, SHK-Unternehmensmodell, Logistik, Wertschöpfungskette, Matrizenkalkül, Unternehmensarchitektur, Electronic Business, Supply Chain Management.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Modellierung betrieblicher Informationssysteme im technischen Großhandel, speziell im Bereich Sanitär-Heizung-Klima (SHK), um Prozesse durch eine verbesserte Unternehmensarchitektur effizienter zu gestalten.
Zentrale Themen sind unternehmensübergreifende Bedarfsplanung, die Integration von Logistik- und IT-Konzepten sowie der Entwurf eines ganzheitlichen Unternehmensmodells.
Ziel ist es, ein praxisnahes SHK-Unternehmensmodell zu entwickeln, das sowohl technische Spezifika als auch organisationswissenschaftliche Erkenntnisse integriert, um die Wertschöpfungskette für alle Beteiligten zu optimieren.
Es werden domänenspezifische Analysen von Handelsreferenzmodellen durchgeführt sowie mathematische Verfahren wie der Matrizenkalkül zur Bedarfsermittlung angewandt.
Der Hauptteil analysiert bestehende Interorganisationsmodelle, leitet Anforderungen an die Unternehmensgestaltung ab und präsentiert das neu entwickelte SHK-Unternehmensmodell.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Überbetriebliche Kommunikation, Modellierung, Prozessintegration, Supply Chain Management und Rationalisierungspotentiale.
Das SHK-Unternehmensmodell integriert bestehende Ansätze wie ECR, CPFR und SCOR in einen einheitlichen Rahmen, der speziell auf die Bedürfnisse des technischen Großhandels zugeschnitten ist.
Er dient als mathematisches Werkzeug, um in komplexen Handelsumfeldern eine präzise Nettobedarfsrechnung für ein komplettes Lieferprogramm durchzuführen.
Es ermöglicht, erst zu einem späten Zeitpunkt endgültig über die Verwendung von Materialien zu entscheiden, was die Flexibilität bei der Erfüllung von Kundenaufträgen erhöht.
Die Arbeit empfiehlt, die Konditionsverwaltung aus den Funktionen Einkauf und Verkauf zu lösen und als integrale Komponente zwischen diesen und dem Controlling zu integrieren, um besser auf die steigende Zahl von Konditionen reagieren zu können.
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