Masterarbeit, 2008
193 Seiten, Note: 1,3
1. Angst
1.1 NORMALE UND PATHOLOGISCHE ANGST
1.2 DEFINITION ANGST
1.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIEN ZUR ENTSTEHUNG VON ANGST
1.3.1 Kognitionstheoretische Ansätze
1.3.2 Zwei Faktoren-Theorie der Emotionen
1.3.4 Das kognitive-emotionale Prozessmodell von Lazarus
1.4 ANGST BEI KINDERN
1.5 BEGRIFFLICHE UNTERSCHEIDUNGEN DER ANGST
1.5.1 Angst und Furcht
1.5.2 Angst als Zustand und Angst als Persönlichkeitsmerkmal
1.6 ZUSAMMENFASSUNG
2. Fernsehnutzung und Angst bei Kindern
2.1 EMPIRISCHE DATEN ZUR FERNSEHNUTZUNG
2.1.1 Generelle Verbreitung und Nutzung des Fernsehens
2.1.2 Fernsehnutzung im Wochen- und Tagesverlauf
2.1.3 Sparten und Senderpräferenzen
2.1.4 Generelle Verbreitung von Angst im Fernsehen
2.1.4.1 Kritik
2.2 NUTZUNGSMOTIVE
2.2.1 Uses and Gratification Ansatz
2.2.2 Die Mood-Management Theorie
2.2.3 Excitation-Transfer-Theorie
2.2.4 Affektive Dispositionstheorie
2.2.5 Angstbewältigung und Angstlust
2.3 ANGSTNUTZEN? ANGST NUTZEN!
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3. Kinder: Angstwahrnehmung und Umgangsweisen
3.1 DIE KOGNITIVE ENTWICKLUNG
3.1.1 Die Bedeutung der kognitiven Entwicklung für das Fernsehen und deren Angstwahrnehmung
3.1.2 Zum Fernsehverständnis des Kleinkindes
3.1.3 Zum Fernsehverständnis der Zwei bis Siebenjährigen
3.1.4 Zum Fernsehverständnis der Sieben bis Zehnjährigen
3.1.5 Zum Fernsehverständnis der Zehn bis Zwölfjährigen
3.2 DER EINFLUSS DES FERNSEHENS AUF DIE WAHRNEHMUNG
3.3 DER UMGANG MIT ANGST BEIM FERNSEHEN
3.3.1 Mögliche Umgangsformen während der Fernsehrezeption
3.3.2 Empirische Betrachtungsweise
3.3.3 Angstbewältigungstypen
3.3.4 Mögliche Umgangsweisen nach der Rezeption
3.3.5 Weitere Einflüsse auf die Wahrnehmung und dem Umgang mit Ängsten beim Fernsehen
3.4 ZUSAMMENFASSUNG
4. Forschungsdesign und Durchführung
4.1 FORSCHUNGSINTERESSE UND FRAGESTELLUNG DER ARBEIT
4.2. UNTERSUCHUNGSGRUPPE
4.3 ERHEBUNGSMETHODE
4.3.1 Problemzentriertes Interview
4.3.2 Bilder
4.4 VORBEREITUNG DER ERHEBUNG
4.4.1 Die Haltung des Interviewers zum Kind
4.4.2 Fragen für das Interview
4.4.3 Kinder sind die Experten
4.4.4 Der Pretest
4.4.5 Der Orientierungsleitfaden
4.4.6 Zugang zum Feld
4.4.7 Der Unterricht
4.5 DIE DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG
4.5.1 Das Einzelinterview
4.5.2 Erhebung von Kontextdaten
4.6 DAS DATENMATERIAL
4.6.1 Beschreibung der Stichprobe
4.6.2 Vorstellung der Probanden
4.7 DIE AUSWERTUNGSMETHODE
4.7.1 Datenaufzeichnung und Transkription
4.7.2 Die Auswertungsmethode
5. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 WAS KINDER BEIM FERNSEHEN BEÄNGSTIGT
5.2 WIE KINDER MIT ÄNGSTEN BEIM FERNSEHEN UMGEHEN
5.3 WIE KINDER MIT ANGSTBESETZTEN FERNSEHERLEBNISSEN NACH DER FERNSEH-REZEPTION UMGEHEN
5.4 EINFLÜSSE AUF DIE ANGSTWAHRNEHMUNG UND DEREN UMGANGSWEISE BEIM FERNSEHEN
5.5 WÜNSCHE DER KINDER AN DIE ELTERN
6. Zusammenfassung und Diskussion zentraler Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren beängstigende Fernseherlebnisse subjektiv wahrnehmen und welche Bewältigungsstrategien sie während und nach der Rezeption anwenden, um sich von diesen Erfahrungen emotional zu distanzieren.
Die Zwillingstürme: Da hatte ich Angst – Tod im Fernsehen
Vor allem harte physische Formen von Gewalt im Fernsehen, in deren Folge jemand zu Tode kommt, ängstigen Kinder in besonderem Maße. Dabei steht im Mittelpunkt ihrer Angstwahrnehmung vorrangig – und meist ausschließlich – der Blick auf das Opfer.
Bernd schilderte ein ihn besonders beängstigendes Fernseherlebnis im Zusammenhang mit der Serie „X Faktor“: Eine Wandrerin, die auf dem Weg war ein Wochenende in der Natur zu genießen, begegnet beim Überqueren einer Brücke plötzlich einer mysteriösen Ärztin, die ihr rät die Brücke so schnell wie möglich zu verlassen, da diese gleich einstürzen werde. Die Wandrerin befolgt diese Warnung und verlässt die Brücke umgehend. Nun folgt die Szene, die Bernd beängstigt hat. Sie stellt den Tod der Ärztin dar „[...] und dann stürzt sie halt die Schlucht runter“ (B/I:22/S.2); „[...] und dann sah man, wie die Frau darunter gefallen ist“ (B/I:58/S.3); „[...] und am nächsten Tag hat die sich gewundert, warum eine Leiche am Fluss ist“ (B/I18, S.1). Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich bei der mysteriösen Ärztin um die leibliche Mutter der Wandrerin gehandelt hat: „Das war die richtige Mutter, also die wurde selbst adoptiert und dann sieht die die auf einmal wieder“ (B/22/S.2). Es ist denkbar, dass sich die beängstigende Wirkung bei Bernd verstärkt hat, weil in dieser Szene der gewaltsame Tod einer Mutter dargestellt wurde und der Junge einen möglichen Verlust der eigenen Mutter assoziiert.
1. Angst: Dieses Kapitel definiert den Begriff Angst in verschiedenen wissenschaftlichen Kontexten und beleuchtet die entwicklungsbedingten Ängste von Kindern.
2. Fernsehnutzung und Angst bei Kindern: Hier werden empirische Daten zum Fernsehkonsum und verschiedenen Nutzungsmotiven präsentiert sowie kritisch diskutiert, ob Medieninhalte Ängste fördern oder als Übungsplatz für den Umgang mit diesen dienen können.
3. Kinder: Angstwahrnehmung und Umgangsweisen: Dieses Kapitel widmet sich der kognitiven Entwicklung von Kindern und der Bedeutung der sogenannten „Bildlesefähigkeit“ für die Verarbeitung von Fernsehinhalten.
4. Forschungsdesign und Durchführung: Beschreibung der qualitativen Forschungsmethode (problemzentriertes Interview und Kinderzeichnungen) zur Untersuchung der subjektiven Erlebnisse von Kindern im Alter von zehn bis zwölf Jahren.
5. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse: Detaillierte Analyse der Interviews, unterteilt in Kategorien wie Angstauslöser beim Fernsehen, Bewältigungsstrategien der Kinder und elterliche Reaktionen.
6. Zusammenfassung und Diskussion zentraler Ergebnisse: Zusammenführende Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse und deren Einordnung in den theoretischen Rahmen der Medienpsychologie.
7. Fazit und Ausblick: Abschließende Betrachtung, die pädagogische Konsequenzen für die Eltern-Kind-Interaktion bei der Mediennutzung aufzeigt.
Angst, Fernsehen, Kinder, Mediennutzung, Angstwahrnehmung, Angstbewältigung, Kognitive Entwicklung, Medienkompetenz, Qualitative Forschung, Problemzentriertes Interview, Kinderzeichnung, Eltern-Kind-Kommunikation, Fiktion und Realität, Entwicklungspsychologie, Emotionsregulation.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Fernsehnutzung von Kindern und der Wahrnehmung sowie Verarbeitung von beängstigenden Inhalten.
Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen von Angst, die Analyse kindlicher Fernsehnutzungsmotive und die Untersuchung von Bewältigungsstrategien bei der Konfrontation mit angstauslösenden Fernsehbildern.
Das Ziel ist zu verstehen, was Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren als beängstigend empfinden und welche Methoden sie nutzen, um diese Erlebnisse emotional zu verarbeiten und sich von ihnen zu distanzieren.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bestehend aus problemzentrierten Einzelinterviews und der Analyse von Kinderzeichnungen zur Offenlegung subjektiver Wahrnehmungsprozesse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Angst und Mediennutzung sowie eine empirische Untersuchung, in der subjektive Erlebnisse von Kindern analysiert und in Kategorien zur Angstwahrnehmung und -bewältigung eingeordnet werden.
Wichtige Begriffe sind Angst, Medienkompetenz, Emotionsregulation, kognitive Entwicklung und subjektive Wahrnehmung von Fernsehinhalten durch Kinder.
Der Fokus der Arbeit liegt auf normalpsychologischen Phänomenen der Angst, wie sie im Alltag und beim Medienkonsum auftreten; pathologische Angstformen werden zwar als relevante Variablen anerkannt, stehen aber nicht im Zentrum der Untersuchung.
Die Fähigkeit, visuelle und dramaturgische Techniken zu deuten, ermöglicht es Kindern, Fiktion von Realität zu unterscheiden und sich dadurch emotional von beängstigenden Fernsehinhalten zu distanzieren.
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