Diplomarbeit, 2008
138 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Work–Life–Balance
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Rollenkonflikt
2.3 Familienorientierte Personalpolitik
2.3.1 Arbeitszeit
2.3.2 Arbeitsabläufe und Arbeitsinhalte
2.3.3 Arbeitsort
2.3.4 Kommunikations- und Informationspolitik
2.3.5 Führungskompetenz
2.3.6 Personalentwicklung
2.3.7 Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen
2.3.8 Service für Familien
2.4 Vor- und Nachteile einer familienfreundlichen Personalpolitik
2.5 Zusammenfassung
3 Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung
3.1 Entwicklung und Verbreitung betrieblicher Kinderbetreuung
3.2 Bezug zur institutionellen Kinderbetreuung
3.3 Vor- und Nachteile betrieblicher Kinderbetreuung
3.4 Betriebliche Formen der Kinderbetreuung
3.4.1 Unternehmen als Träger der betriebseigenen Einrichtung
3.4.2 Betriebseigene Einrichtung mit einem öffentlichen oder privaten Träger
3.4.3 Kooperationsprojekte von Wirtschaftsunternehmen
3.5 Betriebsnahe Kinderbetreuung
3.5.1 Belegrechte und Platzkäufe in bestehenden Einrichtungen
3.5.2 Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaftsunternehmen und Kommunen
3.5.3 Betrieblich geförderte Elterninitiativen in Verbindung mit kommunaler Förderung
3.5.4 Kinderbetreuung in Ausnahmefällen
3.5.5 Ferienbetreuung
3.5.6 Tagespflege
3.5.7 Beratung und Vermittlung von Kinderbetreuung
3.5.8 Kinderbetreuungszuschuss
3.6 Zusammenfassung
4 Das Unternehmen IKEA
4.1 Entstehung
4.2 Unternehmenskultur
4.3 IKEA Distribution Services in Dortmund
4.4 Familienfreundliche Maßnahmen
4.4.1 Arbeitszeit
4.4.2 Erziehungsurlaub
4.4.3 Gesamtbetriebsvereinbarung Familie und Beruf
4.4.4 Ferienfreizeit
4.4.5 Anti-Sucht-Programm
4.4.6 Sonstiges
4.5 Zusammenfassung
5 Bedarfsanalyse der Kinderbetreuungssituation
5.1 Definition des Untersuchungsproblems
5.2 Festlegung der Untersuchungsziele
5.3 Festlegung des Untersuchungsdesigns und der Stichprobe
5.3.1 Untersuchungsdesign
5.3.2 Beschreibung der Stichprobe
5.4 Entwicklung des Messinstruments
5.4.1 Fragebogenvorlagen
5.4.2 Design, Format und Layout
5.4.3 Fragebogeninhalt
5.5 Pretest und Optimierung des Messinstrumentes
5.6 Datenerhebung
5.6.1 Rücklauf
5.6.2 Probleme der Datenerhebung
5.7 Datenauswertung
5.7.1 Beschreibung der Befragungsteilnehmer
5.7.2 Zukunftsperspektive und Wunsch nach Kinderbetreuung
5.7.3 Aktuelle Kinderbetreuungssituation
5.7.4 Probleme
5.7.5 Lösungsmöglichkeiten
5.7.6 Zusammenfassung
6 Handlungsempfehlungen
6.1 Betriebseigene Einrichtung
6.2 Belegplätze in nahe gelegenen Einrichtungen
6.3 Erweiterte Öffnungszeiten
6.4 Kinderbetreuung in Ausnahmefällen
6.4.1 Variante 1: Belegplätze
6.4.2 Variante 2: Eltern-Kind-Zimmer
6.4.3 Variante 3: Vermittlung von Kinderbetreuung
6.5 Ferienbetreuung
6.6 Finanzielle Unterstützung
6.7 Interne Kommunikation
6.8 Fazit
7 Schlussbemerkung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie bei den Mitarbeitern des IKEA Standorts Dortmund mit dem Ziel, den betrieblichen Kinderbetreuungsbedarf zu ermitteln und darauf basierend konkrete, bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen zu entwickeln.
3.3 Vor- und Nachteile betrieblicher Kinderbetreuung
Durch betriebliche Kinderbetreuungskonzepte entsteht eine „win-win“ Situation von der berufstätige Eltern, besonders Frauen, und Unternehmen profitieren (vgl. Berg-Lupper et al. 2002; Janke 2004).
Während die Frauenidentität früher hauptsächlich durch das Dasein als Mutter und Hausfrau geprägt war (vgl. Sommerkorn 1988), wird diese heutzutage zunehmend mit einer beruflichen Partizipation verbunden (vgl. Walther/Schaeffer-Hegel 2007). Durch die steigenden Scheidungszahlen (vgl. Statistisches Bundesamt 2006) und die Konzentration auf individuelle Existenzsicherung ist für Frauen eine finanzielle Eigenständigkeit von besonderer Bedeutung (vgl. Krüger et al. 1987). Die Erwerbsquote der 20- bis 44-jährigen Frauen stieg von 60 Prozent im Jahr 1980 auf 80 Prozent im Jahr 2006 (vgl. Coneus et al. 2007). Zudem steigen die beruflichen Qualifikationen von Frauen (vgl. Reinberg/Schreyer 2003). Auf Grund dessen möchten immer weniger weibliche Arbeitskräfte ihre Berufstätigkeit unterbrechen bzw. nach der Geburt eines Kindes möglichst schnell wieder in den Berufsalltag einsteigen (vgl. Ahrens/Kreß 1999). Eine Erklärung liefert u. a. der Opportunitätskostenansatz, der auf die Theorie der New Home Economics zurückzuführen ist. Ein höheres Bildungsniveau führt zur Steigerung der Opportunitätskosten22 (vgl. Gruescu/Rürup 2005; Schmitt 2006; Schrage 2007). Betriebliche Kinderbetreuungsangebote erleichtern eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie und minimieren infolgedessen auch die Opportunitätskosten. Zudem steigt die Zufriedenheit der Frau, wenn sie trotz Kinder einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann (vgl. Spieker 2007).
Auch die Unternehmen profitieren von einer Erwerbstätigkeit der Frauen. Sie ist derzeit ein unverzichtbarer Faktor der Personalpolitik. Entscheiden sich Frauen für Kinder und haben aufgrund fehlender Kinderbetreuungseinrichtungen keine Möglichkeit frühzeitig in den Beruf zurückzukehren, entstehen durch den Ausfall qualifizierter Arbeitskräfte Kosten für die Unternehmen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf angesichts des Fachkräftemangels und demografischer Veränderungen und definiert die Zielsetzung für den IKEA Standort Dortmund.
2 Work–Life–Balance: Dieses Kapitel stellt theoretische Konzepte zur Work-Life-Balance vor, analysiert Entstehungsursachen von Rollenkonflikten und diskutiert verschiedene Instrumente der familienorientierten Personalpolitik.
3 Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung der Formen, Entwicklungen und Vor- bzw. Nachteile betrieblicher Kinderbetreuungsmodelle, von einzelbetrieblichen Kitas bis hin zu Kooperationen.
4 Das Unternehmen IKEA: Hier wird der Hintergrund des Unternehmens IKEA, die Unternehmenskultur sowie das Distributionszentrum in Dortmund mit bestehenden familienfreundlichen Maßnahmen beschrieben.
5 Bedarfsanalyse der Kinderbetreuungssituation: Der Hauptteil widmet sich der methodischen Entwicklung, Durchführung und Auswertung der Mitarbeiterbefragung, um den konkreten Bedarf und die Probleme am Standort Dortmund zu identifizieren.
6 Handlungsempfehlungen: Basierend auf der Analyse werden spezifische, auf den Standort Dortmund zugeschnittene Handlungsempfehlungen (z.B. Servicehotline, Notfallbetreuung) entwickelt und bewertet.
7 Schlussbemerkung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Anpassungen familienfreundlicher Maßnahmen an die sich wandelnden Bedingungen am Standort.
Work-Life-Balance, familienorientierte Personalpolitik, Kinderbetreuung, betriebliche Kinderbetreuung, Mitarbeiterbefragung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, IKEA Dortmund, Fachkräftemangel, Bedarfserhebung, Notfallbetreuung, Ferienbetreuung, Personalmarketing, betriebliches Engagement, Schichtarbeit, Personalbindung
Die Diplomarbeit untersucht, wie der IKEA-Standort in Dortmund durch familienfreundliche Maßnahmen, insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeiter verbessern kann.
Die Schwerpunkte liegen auf Work-Life-Balance, betrieblicher Personalpolitik, den verschiedenen Formen betrieblich unterstützter Kinderbetreuung und der Analyse der spezifischen Bedürfnislage der IKEA-Belegschaft.
Das Ziel ist die Identifikation des konkreten Betreuungsbedarfs der Mitarbeiter mittels einer Bedarfsanalyse, um daraus konkrete, bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen für den Standort Dortmund abzuleiten.
Es wird eine deskriptive Primärforschung in Form einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung durchgeführt, bei der ein standardisierter Fragebogen als Instrument dient.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung der Thematik, eine Vorstellung des Standorts IKEA Dortmund, die detaillierte Beschreibung der Fragebogenentwicklung sowie die Auswertung und Interpretation der erhobenen Daten.
Die zentralen Schlagworte sind Work-Life-Balance, betriebliche Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mitarbeiterbefragung und Personalbindung.
Die Bedarfsanalyse zeigte, dass der enorme organisatorische und finanzielle Aufwand einer eigenen Kita angesichts der geäußerten Bedürfnisse und der bestehenden Infrastruktur am Standort Dortmund als nicht gerechtfertigt gilt.
Empfohlen werden vor allem eine Servicehotline zur Vermittlung von Kinderbetreuung, eine Erweiterung der Ferienbetreuung sowie das Angebot von Notfallbelegplätzen in nahe gelegenen Einrichtungen.
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