Diplomarbeit, 2008
61 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Persönlichkeitstheoretische Grundlagen
2.1 Klinische Psychologiekonstrukte
2.2 Geschlechtsrollen-Selbstkonzept
2.3 Differenzielle Psychologie
3. Segmentierung der Konsumenten bzw. Einflussfaktoren auf das Kaufverhalten
3.1 Demographische Einflussgrößen und Lebenszyklus
3.2 Kulturelle und schichtspezifische Einflüsse
3.2.1 Kultur
3.2.2 Subkultur
3.2.3 Soziale Schicht
3.3 Selbstkonzepttheorie
3.3.1 Gibt es das Selbst?
3.3.2 Herkunft des Selbst
3.3.3 Bedeutung und die Rolle des Selbst und der Identität
3.3.4 Informationsquellen für das Selbst
3.3.5 Kontinuität des Selbst
3.3.6 Selbstaufmerksamkeit
3.3.7 Selbsteinschätzung und Selbstachtung
3.3.8 Selbstdiskrepanztheorie (kognitive Dissonanz): wahres und ideales Selbst
3.3.9 Selbstwertgefühl (self-esteem)
3.3.10 Konsum und das Selbst: der Mensch ist, was er konsumiert
3.3.11 Das erweiterte Selbst
3.3.12 Geschlechtsspezifisches Verhalten
3.4 Lifestyle-Typologie als Sonderform der Segmentierungskriterien
3.5 Meinungsführer
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Interdependenzen zwischen der Persönlichkeit – primär dem Selbstbild –, dem Lebensstil und dem Konsumverhalten. Ziel ist es, eine Konsumententypologie zu identifizieren, die auf natürlichen bzw. phänomenalen Gruppierungen basiert, und zu bestimmen, in welchem Maße das Kaufverhalten durch das Selbstbild geprägt wird.
Selbstaufmerksamkeit
Wann wird die Aufmerksamkeit auf uns selbst gerichtet? Welchen Einfluss hat Selbstaufmerksamkeit auf das eigene Verhalten?
Selbstaufmerksamkeit oder self-awareness ist „[…] ein psychologischer Zustand, bei dem man selbst zum Gegenstand seiner Aufmerksamkeit wird, ebenso wie andere Objekte (z.B. Gebäude oder andere Personen) zum Gegenstand der eigenen Aufmerksamkeit werden können“ (Jonas et al. 2007: 161).
Unsere Aufmerksamkeit ist die meiste Zeit auf die Umwelt gerichtet, also nach außen. Allerdings kann eine Menge von äußeren und inneren Stimuli dazu führen, dass sich der Blickwinkel unserer Aufmerksamkeit von der Umwelt abwendet und sich uns selbst zuwendet. Beispielsweise, wenn man die eigene Stimme aufnimmt und sich dann selbst zuhört oder wenn man sich im Spiegel betrachtet, kann es dazu kommen, dass man auf sich selbst aufmerksam wird und sich seiner selbst als Objekt der Aufmerksamkeit bewusst wird. Eine ähnliche Situation wird z.B. durch vorübergehende Emotionen, wie schlechte Laune, hervorgerufen (vgl. Jonas et al 2007: 161).
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, eine Konsumententypologie basierend auf der Selbstkonzepttheorie zu untersuchen und den Einfluss des Selbstbildes auf das Käuferverhalten zu beleuchten.
2. Persönlichkeitstheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die verhaltenswissenschaftlichen Ansätze zur Persönlichkeitsbestimmung, einschließlich klinischer Konstrukte, des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts und der Differenziellen Psychologie.
3. Segmentierung der Konsumenten bzw. Einflussfaktoren auf das Kaufverhalten: Der Hauptteil analysiert verschiedene Einflussparameter, von äußeren Faktoren wie Demographie, Kultur und sozialer Schicht bis hin zur detaillierten Selbstkonzepttheorie, Lifestyle-Typologien und der Rolle von Meinungsführern.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, wonach Konsumenten ihr Verhalten an ihrem Selbstbild ausrichten und eine Kombination verschiedener Segmentierungskriterien für eine effektive Marktbearbeitung notwendig ist.
Selbstkonzept, Selbstbild, Konsumentenverhalten, Marktsegmentierung, Persönlichkeitstheorie, Lebensstil, Identität, Kaufverhalten, Psychographie, Meinungsführer, Selbstwertgefühl, Selbstaufmerksamkeit, Konsum, Zielgruppen, Sozialpsychologie
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen der Persönlichkeit, dem Lebensstil und dem tatsächlichen Konsumverhalten von Menschen.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Persönlichkeitsbildung, die Anwendung der Selbstkonzepttheorie auf das Marketing sowie die verschiedenen Faktoren der Konsumentensegmentierung.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob eine Konsumententypologie existiert, die auf natürlichen Gruppierungen basiert, und inwieweit das Selbstbild das tägliche Käuferverhalten bestimmt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse psychologischer und verhaltenswissenschaftlicher Modelle, um diese für die Zwecke der Marktforschung und Zielgruppenbestimmung zu adaptieren.
Der Hauptteil behandelt die demographischen Grundlagen, kulturelle und schichtspezifische Einflüsse sowie die tiefgreifende Erörterung der Selbstkonzepttheorie, ergänzt durch Lebensstil-Typologien und den Einfluss von Meinungsführern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Selbstkonzept, Konsumentenverhalten, Identität, Lifestyle und Marktsegmentierung maßgeblich definiert.
Das erweiterte Selbst umfasst externe Objekte und Besitzstände, die als Teil der Identität betrachtet werden und den Konsumenten dabei helfen, ihre sozialen Rollen zu festigen und abzugrenzen.
Bei der Objektiven Selbstaufmerksamkeit (OSA) wird das eigene Selbst zum Gegenstand der bewussten Betrachtung, während bei der Subjektiven Selbstaufmerksamkeit (SSA) die Konzentration auf die externe Umwelt und die Ergebnisse des eigenen Handelns gerichtet ist.
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