Diplomarbeit, 2008
97 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
1.3 Dimensionen von Anabolikakonsum
1.3.1 Relevante Medikamentengruppen und deren Anwendung
1.3.2 Wirkung von anabolen/androgenen Steroiden
1.3.2.1 Wirkungen
1.3.2.2 Nebenwirkungen
1.3.2.3 Langzeitnebenwirkungen
1.3.3 Juristische Aspekte des Medikamentenmissbrauchs
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität als umfassendes Modell der Sozialisation
2.1.1 Grundannahmen des Modells der produktiven Realitätsverarbeitung
2.1.2 Die „7 Maximen“ der Sozialisationstheorie
2.2 Bildung von Handlungskompetenz und Identität
2.2.1 Handlungskompetenz
2.2.2 Selbstbild
2.2.3 Identität
2.2.4 Die Bedeutung des Körpers für die Identität des Menschen
2.3 Deviantes Verhalten als Konsequenz fehlgeschlagener Sozialisation
2.4 Sport als äußere Realität
2.4.1 Gesundheitssport
2.4.2 Freizeit- und Breitensport
2.4.3 Leistungs- und Hochleistungssport
2.5 Die drei Zielorientierungen in Sportstudios
2.5.1 Gesundheitstraining
2.5.2 Bodybuildingtraining
2.5.3 Fitnesstraining
2.6 Fitnessstudios als äußere Realität
3 Differenzierung der Fragestellung
4 Methodik
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Beschreibung der Stichprobe
4.1.2 Vorbereitung der Hauptinterviews
4.1.3 Interviewdurchführung
4.1.4 Methode der Interviewdurchführung
4.2 Auswertungsmethode
4.2.1 Erhebungsinstrumente
4.2.2 Beschreibung der Auswertungskategorien
4.2.3 Beschreibung des Codierungssystems
4.2.4 Exemplarische Materialübersicht
5 Ergebnisse
5.1 Sozialdaten
5.2 Einflussfaktoren der Sozialisationsinstanzen
5.3 Konsum von Genussmitteln, illegalen Drogen und Sucht
5.4 Einfluss durch den Konsum von Medien auf den Substanzkonsum
5.5 Geschlechterthematische Einflüsse und Eigeninszenierung
5.6 Einflussfaktoren der sozialen Lebenswelt „Sportstudio“
5.7 Indirekte Einflussfaktoren
6 Diskussion
6.1 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
6.2 Diskussion der Sozialisationsinstanzen
6.3 Diskussion des Konsums von Genussmitteln, illegalen Drogen und sonstigen Suchtstrukturen
6.4 Diskussion des Einflusses der Medien auf den Substanzkonsum
6.5 Diskussion der geschlechterthematischen Einflüsse und Eigeninszenierung
6.6 Diskussion des Einflusses der Lebenswelt Fitness
6.7 Diskussion indirekter Einflussfaktoren
7 Zusammenfassung
7.1 Fazit
7.2 Kritische Betrachtung der Vorgehensweise
7.3 Weiterführende Fragestellungen
Die Arbeit untersucht die individuellen und sozialen Einflussfaktoren, die Fitnesssportler dazu bewegen, Medikamente zur Leistungssteigerung oder Körperformung einzunehmen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das "Warum" dieses Medikamentenmissbrauchs zu entwickeln, um wirksamere Präventionsmaßnahmen jenseits reiner Sanktionen zu ermöglichen.
1.3.1 Relevante Medikamentengruppen und deren Anwendung
In der WADA Verbotsliste von 2008 sind alle relevanten Medikamentengruppen aufgeführt. Zudem sind dort auch alle verbotenen physikalischen Methoden der illegalen Leistungssteigerung aufgeführt. Für diese Arbeit ist es wichtig, dem Leser einen Überblick über Medikamente und Methoden zur Leistungssteigerung zu geben, da sie teilweise im Bereich des Hobbysports angewendet werden. Da die finanziellen Mittel einzelner zumeist zu begrenzt sind, um evtl. komplexere Methoden umsetzen zu können wird, nicht auf alle in der WADA Verbotsliste aufgeführten Mittel und Methoden eingegangen. In dieser Arbeit ist der Begriff des „Doping“ spezifiziert als Formen von oralen Hormonpräparaten oder eines entsprechenden injizierbaren Produktes der Gruppe der anabolen/androgenen Steroide (AAS). Solche Mittel sind leicht auf dem Schwarzmarkt zu beziehen und ebenso leicht anzuwenden. Weiterhin sind die Kosten nicht exorbitant hoch, so dass es einem potentiellen „Kunden“ leicht gemacht wird, seinen Bedarf zu decken. Es handelt sich bei den Medikamenten um Ableger des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, welches synthetisch hergestellt wird und als anabole/androgene Steroide verkauft werden. Zusammenfassend wird ein kurzer Überblick über die Wirkstoffgruppen gegeben, welche sich zur Leistungssteigerung im Hobbysport eignen:
– Gruppe der Stimulanzien wie Weckamine, Kokain, Koffein, Ephedrin.
– Gruppe der Narkotika wie Morphin oder Kodein.
– Gruppe der anabolen/androgenen Steroide (AAS) wie Testosteron und dessen Derivate.
– Gruppe der Beta-2-Agonisten wie Clenbuterol.
– Gruppe der Peptidhormone, Mimetika und Analoge, deren bekanntester Vertreter das Wachstumshormon HGH bzw. Somatropin ist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von Doping als Massenphänomen im Freizeit- und Fitnesssport und definiert das Ziel der Arbeit, motivationale Determinanten dieses Verhaltens zu identifizieren.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt in das Modell der „produktiven Realitätsverarbeitung“ von Hurrelmann ein und verknüpft dieses mit Identitäts- und Sozialisationstheorien sowie dem Rubikon-Modell der Handlungsphasen.
3 Differenzierung der Fragestellung: Hier werden die zentralen Forschungsfragen zur Untersuchung der Einflussfaktoren auf das Medikamentenkonsumverhalten bei Fitnesssportlern hergeleitet und präzisiert.
4 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das Design der qualitativen Interviewstudie mit fünf Probanden sowie die Anwendung der strukturierten qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Erkenntnisse aus den Interviews, gegliedert in Bereiche wie Sozialisation, Suchtstrukturen, Medienkonsum und die Rolle des sozialen Umfelds.
6 Diskussion: Das Kapitel diskutiert und interpretiert die gewonnenen Ergebnisse unter Einbezug der theoretischen Annahmen aus Kapitel 2.
7 Zusammenfassung: Abschließend fasst die Arbeit die zentralen Ergebnisse zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise kritisch und benennt weiterführende Fragestellungen.
Medikamentenmissbrauch, Fitnesssport, Anabolika, Doping, Sozialisation, Identitätsbildung, Körperkult, Leistungssteigerung, qualitative Inhaltsanalyse, Suchtverhalten, Impression Management, Körperbild, Fitnessstudio, Sportsoziologie, Hurrelmann.
Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive von Fitnesssportlern, die Anabolika oder andere leistungssteigernde Substanzen konsumieren.
Die Arbeit fokussiert auf Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Körperinszenierung und die sozialen Strukturen in Fitnessstudios.
Das Ziel ist es, die individuellen und sozialen Determinanten zu ergründen, die zur Entscheidung für Medikamentenmissbrauch führen, um daraus präventive Ansätze zu gewinnen.
Es handelt sich um eine qualitative Sozialstudie, in deren Rahmen teilstrukturierte Interviews geführt und anschließend mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Sozialisation, der Methodik der Datenerhebung, der Darstellung der Ergebnisse aus den Interviews sowie der anschließenden Diskussion der Daten.
Zentrale Begriffe sind Medikamentenmissbrauch, Fitnesssport, Sozialisation, Anabolika, Identitätsbildung und Körperkult.
Er fungiert in der Regel als entscheidende Vertrauensperson, die den ersten Kontakt zu den Substanzen herstellt und den Athleten zur Einnahme motiviert.
Der Körper dient als Kommunikationsmittel und Symbol sozialer Kategorie; durch ihn wird versucht, Anerkennung und einen höheren Status im sozialen Umfeld zu erreichen.
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