Examensarbeit, 2008
101 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Überblick über die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie
2.1.1 Konrad Lorenz und seine Theorie der Triebe
2.1.2 Verwöhnung und Aggression
2.2 Die Triebtheorie bei Tier und Mensch
2.2.1 Triebsystem und Reflexion als Quelle menschlichen Verhaltens
2.2.2 Triebstärke und Reizstärke
2.2.2.1 Das Prinzip der doppelten Quantifizierung bei Tieren
2.2.2.2 Das Prinzip der doppelten Quantifizierung beim Menschen
2.2.3 Spontaneität der Triebe: das Appetenzverhalten
2.2.3.1 Das Appetenzverhalten bei Tieren
2.2.3.2 Das Appetenzverhalten beim Menschen
2.3 Triebtheorie der Aggression
2.3.1 Triebtheorie der Aggression bei Tieren
2.3.2 Triebtheorie der Aggression beim Menschen
2.4 Andere Aggressionstheorien
2.4.1 Frustrations-Aggressions-Theorie
2.4.2 Lerntheorie der Aggression
2.5 Verwöhnung als Ursache von Aggressionen
2.5.1 Definition Verwöhnung
2.5.2 Folgen der Verwöhnung
2.5.2.1 Steigende Ansprüche und aggressive Langeweile
2.5.2.2 Überhöhtes Aktionspotential
2.5.2.3 Überhöhtes Aggressionspotential
2.5.3 Der Neugiertrieb und Verwöhnung
2.5.3.1 Verhaltensbiologischer Sinn der Neugier
2.5.3.2 Neugier als Trieb
2.5.3.3 Unbefriedigte Aktionspotentiale
2.5.4 Massenmedien als Endstadium der Verwöhnung
2.5.4.1 Fernsehen
2.5.4.2 Computer
2.6 Ausblick auf die Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Langeweile und Aggression
3 Empirische Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Langeweile und Aggression
3.1 Aufbau der Studie
3.1.1 Zielsetzung
3.1.2 Hypothesengenerierung
3.2 Methodik
3.2.1 Wahl der Datenerhebungsmethode
3.2.1.1 Befragung als dominantes Datenerhebungsverfahren
3.2.1.2 Die Vor- und Nachteile einer Fragebogenerhebung
3.2.2 Konstruktion des Fragebogens
3.2.2.1 Formulierung der Items
3.2.2.2 Itemformate
3.2.2.3 Antwortkategorien
3.2.2.4 Aufbau des Fragebogens
3.2.3 Gütekriterien
3.2.4 Pretest
3.2.5 Durchführung der Untersuchung
3.2.6 Datenanalyse und -auswertung
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Hypothese 1
3.3.1.1 Einteilung in hypothesenspezifische Gruppen
3.3.1.2 Untersuchung der Hypothese
3.3.2 Hypothese 2
3.3.2.1 Einteilung in hypothesenspezifische Gruppen
3.3.2.2 Untersuchung der Hypothese
3.3.3 Hypothese 3
3.3.3.1 Einteilung in hypothesenspezifische Gruppen
3.3.3.2 Untersuchung der Hypothese
3.3.4 Hypothese 4
3.3.4.1 Einteilung in hypothesenspezifische Gruppen
3.3.4.2 Untersuchung der Hypothese
4 Diskussion und Ausblick
4.1 Diskussion der Ergebnisse
4.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Langeweile und Aggression bei Jugendlichen auf Basis verhaltensbiologischer Triebtheorien und führt dazu eine empirische Befragung an einer Schulklasse durch, um Hypothesen über Freizeitverhalten, Aggressionspotential und Langeweileempfinden zu prüfen.
2.5.2.1 Steigende Ansprüche und aggressive Langeweile
Wie bereits unter Punkt 2.2.3.1 erwähnt, läuft das Triebverhalten in der Regel in vier Stufen ab, der wachsenden Triebstärke, dem Appetenzverhalten, der Triebhandlung und der Endhandlung mit der Triebbefriedigung. Die Ergebnisse der Verwöhnung machen sich beim Triebgeschehen folgendermaßen bemerkbar:
Die Triebstärke wächst spontan an, was mit der Bildung von aktionsspezifischen Potentialen einhergeht. Die geringe Triebstärke wird wahrgenommen, als mögliche Lustquelle reflektiert und möglichst rasch befriedigt. Dies kann einerseits durch das Anbieten hoher Reize (Verwöhnen) und andererseits durch das Aufsuchen hoher Reize (Sich-Verwöhnen) erfolgen. Es kommt zur Triebhandlung, welche allerdings aufgrund der geringen Triebstärke als mäßig lustvoll empfunden wird. Die beim normalen Triebverhalten fällige Anstrengung durch das Appetenzverhalten entfällt gänzlich, weshalb die für das Appetenzverhalten bereitstehenden Aktionspotentiale nicht abgerufen und durch entsprechende Aktivitäten abgebaut werden. Durch die Spontaneität des Instinktsystems kommt es so zu einem Stau der Aktionspotentiale. Dieser Stau wird nicht mehr abgebaut, da die Triebhandlung ja schon vollzogen ist. Der dadurch entstehende Zustand wird als aggressive Langeweile bezeichnet (Cube, 1989).
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Jugendkriminalität und die Notwendigkeit, verhaltensbiologische Ansätze zur Erklärung von Aggression zu untersuchen.
2 Theoretische Vorüberlegungen: Erläutert die Triebtheorie nach Konrad Lorenz und das Konzept der Verwöhnung als Ursache für aggressive Langeweile und gesteigertes Aggressionspotential.
3 Empirische Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Langeweile und Aggression: Dokumentiert den Aufbau, die Methodik und die Ergebnisse der Befragung zur Überprüfung von vier Forschungshypothesen.
4 Diskussion und Ausblick: Bewertet die Ergebnisse der Studie kritisch und diskutiert die Verifizierbarkeit der Hypothesen sowie zukünftige Forschungsansätze.
Langeweile, Aggression, Verhaltensbiologie, Triebtheorie, Verwöhnung, Aggressionspotential, Appetenzverhalten, Jugendkriminalität, Aktionspotential, Medienkonsum, empirische Untersuchung, Fragebogen, Freizeitverhalten, Triebbefriedigung, Konrad Lorenz.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und empirischen Überprüfung eines möglichen Zusammenhangs zwischen Langeweile und Aggression bei Jugendlichen.
Zentral sind die verhaltensbiologische Triebtheorie von Konrad Lorenz, das Konzept der Verwöhnung, der Einfluss von Massenmedien auf das Verhalten sowie die empirische Analyse von Freizeitmustern und Aggressionspotential.
Ziel ist es zu belegen, dass durch Verwöhnung entstehende Langeweile zu einem unkontrollierten Stau von Aktionspotentialen führt, der sich in aggressivem Verhalten entladen kann.
Der Autor führt eine quantitative Befragung (Fragebogenuntersuchung) in einer achten Realschulklasse durch, um Hypothesen über Freizeitverhalten, Langeweile und Aggressionsneigung zu testen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfangreichen Theorieteil über Instinkte, Triebe und Verwöhnung sowie einen empirischen Teil, der die Konstruktion des Fragebogens und die statistische Auswertung der vier Hypothesen darstellt.
Die wichtigsten Begriffe sind Langeweile, Aggression, Verwöhnung, Triebtheorie und Verhaltensbiologie.
Laut der Arbeit führt Verwöhnung zu einer schnellen und anstrengungsfreien Triebbefriedigung, wodurch notwendige natürliche Anstrengungen (Appetenzverhalten) entfallen und sich ein aggressionsgeladener Stau von Aktionspotentialen bildet.
Diese Medien werden als "Endstadium der Verwöhnung" bezeichnet, da sie durch Passivität und hohe Reizdarbietung zu einer weiteren Steigerung von Ansprüchen und zur Verstärkung von aggressiver Langeweile beitragen.
Ja, die Daten der untersuchten Klasse zeigten, dass Schüler, die in Vereinen aktiv sind, seltener Langeweile empfinden als Schüler, die keine außerschulischen Aktivitäten ausüben.
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