Diplomarbeit, 2008
189 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Gliederung
3. Die Gothic- Szene
3.1 Definitionen und Grundbegriffe
3.1.1 Die Farbe Schwarz
3.1.2 Der Begriff „Gothic“
3.1.3 Jugendszene
3.1.4 Subkultur
3.2 Die Schwarze Szene
3.2.1 Sozialstatistik
3.2.1.1 Szenegröße
3.2.1.2 Geschlechterverhältnis
3.2.1.3 Altersstruktur
3.2.1.4 Soziale Herkunft, Bildung und Beruf
3.2.2 Kleidungsstil und Ästhetik
3.2.3 Politische Einstellungen
3.2.4 Religion
3.2.5 Freizeit
3.2.6 Zentrale und Werte und Gefühle
4. Schwarze Musik
4.1 Definition
4.2 Die Wirkung von Musik im Allgemeinen
4.2.1 Musik als Therapie
4.3 Entwicklung der Schwarzen Musik
4.3.1 Der Tanz
4.3.2 Schwarze Musikstile
4.3.2.1 Darstellung und Erläuterungen
4.4 Stilrichtungen
4.4.1 Gothic- Punk / Batcave
4.4.2 Gothic- Rock
4.4.3 Darkwave
4.4.4 Gothic- Metal
4.4.5 Mittelalter
4.4.6 Elektro
4.4.6.1 EBM
4.4.6.2 Industrial
4.4.6.3 Industrial- Noise
4.4.6.4 Darkelektro
4.4.6.5 Synthie- Pop/Future- Pop
5. Methodik
5.1 Die Psychoanalyse als Methode
5.1.1 Die Psychoanalyse Sigmund Freuds
5.1.2 Intention und Problematik der Psychoanalyse
5.2 Zur Methode der Biografieforschung
5.3 Qualitatives Interview
5.4 Der Interviewleitfaden
5.5 Die Interviews
5.5.1 Durchführung
5.6 Zur Gesamtstrategie
5.7 Zugang zum Forschungsfeld
5.8 Zur Motivation des Autors
5.9 Das Forschungsziel
5.9.1 Die Hypothesen
6. Die Analyse
6.1 Zur Diagnostik und Klassifikation
6.2 Auswertung der Hypothesen
6.2.1 Hypothese 1 - Zur Frage der depressiven Persönlichkeit
6.2.1.1 Ätiologie der Depression
6.2.1.2 Quervergleiche
6.2.1.3 Musiktexte
6.2.1.4 Schwarzes Glück
6.2.1.5 Gothic- Foren
6.2.2 Hypothese 2 - Schwarze Musik als Transportmedium negativ empfundener Emotionen und Gefühle
6.2.3 Hypothese 3 - Zur Frage der therapeutischen Wirkung Schwarzer Musik
6.2.4 Hypothese 4 - Affinität zu Schwarzer Musik und neurotische Konstitution
6.2.4.1 Die gestörte seelische Entwicklung
6.2.5 Hypothese 5 - Dissozialität und Isolierung
6.2.6 Hypothese 6 - Kritische Lebensereignisse als Auslöser
6.2.6.1 Zur Vererbung
6.2.7 Hypothese 7 - Lebenslang Schwarz
6.2.8 Theorien zum Szeneeintritt
7. Fazit
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, den Sinnzusammenhang und die emotionale Bindung innerhalb der "Schwarzen Szene" zu untersuchen, wobei der Fokus auf einer tiefenpsychologischen Perspektive liegt, um die Beweggründe für den Szeneeintritt und die Rolle der Musik zu ergründen.
Die Psychoanalyse Sigmund Freuds
Als Psychoanalyse wird die von Siegmund Freud „begründete tiefenpsychologische Lehre und Schule“(Doucet 1972 S : 133) bezeichnet. Freud entwickelte die Methode der Psychoanalyse aus ersten Erfahrungen mit hysterischen Patienten, die er zunächst mit Hypnose in einen Zustand versetzte, der Zugang zum „Unterbewusstsein“ des Patienten gewährte. Die „Entdeckung“ des Unterbewusstseins als solches, ist ebenfalls Freud zuzurechnen, als dieser nach Erklärungsansätzen für bestimmte geistige Phänomene suchte und dabei auch mit Hilfe der Hypnose auf ein offensichtlich „verdrängtes“ Gedankengut stieß. Mit Verdrängung ist dabei gemeint, eine Art psychischer Abwehrmechanismus, der dazu dient „für das Bewusstsein nicht mehr annehmbare Triebansprüche und Wünsche abzuweisen und vom Bewusstsein fernzuhalten“(Doucet 1972 : 183). Diese Verdrängung geschieht infolge eines Traumas. Die psychische Störung kann sich erst unter der Bedingung entfalten, dass Verdrängtes dem Bewusstsein fern gehalten wird und somit nicht verarbeitet werden kann. Aus dieser Annahme ging später auch die psychoanalytische Technik als Therapiemethode hervor. Wurde zunächst unter Hypnose versucht, sich dem Unterbewusstsein zu nähern, entwickelte Freud im Jahre 1895 die Methode der „freien Assoziation“ zur Erforschung von Neuroseursachen.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit einer neuen Auseinandersetzung mit der Schwarzen Szene, da bisherige soziologische Beschreibungen das Phänomen unzureichend erfassen.
2. Gliederung: Hier wird der Aufbau der Arbeit skizziert, der von begrifflichen Grundlagen über die Bedeutung Schwarzer Musik bis hin zur empirischen Untersuchung und Analyse der Hypothesen reicht.
3. Die Gothic- Szene: Dieses Kapitel liefert eine soziologische Basis und beschreibt den Lebensstil, Werte, Ästhetik und Sozialstatistik der Szene, wobei der Fokus auf der Identitätsstiftung durch Distinktion liegt.
4. Schwarze Musik: Das Kapitel behandelt die zentrale Rolle Schwarzer Musik als "Sprache" und Ausdrucksmittel sowie deren vielfältige Stilrichtungen und deren Einbettung in den Szenekontext.
5. Methodik: Hier werden die wissenschaftlichen Theorien, insbesondere die Psychoanalyse nach Freud, sowie die empirischen Methoden der Biografieforschung für die Analyse dargelegt.
6. Die Analyse: Im Hauptteil werden die Hypothesen anhand der erhobenen Biografien und Inhaltsanalysen systematisch ausgewertet und auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft.
7. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung der frühen affektiven Kindheitserfahrungen für die emotionale Bindung zur Szene.
Schwarze Szene, Gothic, Psychoanalyse, Musikpsychologie, Depressive Persönlichkeit, Biografieforschung, Subkultur, Identität, Neurose, Affektive Bindung, Sozialstatistik, Industrial, EBM, Darkwave, Kompensationsstrategie.
Die Diplomarbeit untersucht die Schwarze Szene (Gothic-Szene) unter einem tiefenpsychologischen Blickwinkel, um den Sinnzusammenhang und die emotionale Bindung ihrer Mitglieder zu verstehen.
Die Arbeit beleuchtet die Sozialstatistik der Szene, die Funktionen Schwarzer Musik, die Bedeutung von Kindheitserfahrungen und die Rolle von psychischen Dispositionen.
Das Hauptziel ist es, die Beweggründe für den Eintritt in die Schwarze Szene zu identifizieren und die Hypothese zu prüfen, ob die Szene als Zufluchtsort für Menschen mit depressiver oder neurotischer Konstitution dient.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus psychoanalytischen Theorien nach Sigmund Freud, qualitativer Biografieforschung und Inhaltsanalysen von Literatur, Musik und Internet-Foren.
Der Hauptteil analysiert die aufgestellten Hypothesen, etwa zur Rolle der Schwarzen Musik als Transportmedium für Emotionen oder zur Bedeutung kritischer Lebensereignisse für den Szeneeintritt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schwarze Szene, Psychoanalyse, Depressive Persönlichkeit, Biografieforschung, Neurose und Kompensationsstrategie kennzeichnen.
Die Musiktherapie dient als Analogie, um zu erklären, wie Schwarze Musik unbewusst genutzt wird, um psychische Belastungen zu verarbeiten und Ersatzbeziehungen zu stiften.
Die Arbeit postuliert, dass eine mangelnde affektive Zuwendung in der frühen Kindheit bei vielen Szenemitgliedern eine depressive Disposition geschaffen hat, die eine lebenslange Affinität zur Szene begünstigt.
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