Examensarbeit, 2008
88 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Vorwort
2. Grundlagen der landeskundlichen Interkulturalität
2.1. Klärung des Begriffes Kommunikative Kompetenz
2.2. Klärung des Begriffes interkulturelle Kompetenz
2.2.2. Reflexivität und Metasprachliches
2.2.3. Allgemeine Erziehungsziele des interkulturellen Unterrichts
2.3. Von der Ausländerpädagogik zur interkulturellen Erziehung
2.4. Beginn des Interkulturellen Lernens in der Grundschule
2.4.1 Linguistik
2.4.2. Höflichkeitsforschung
2.4.3. Landeskunde
2.4.4. Zusammenfassende Bemerkung
2.5. Konzept zum Interkulturellen Lernen nach H. Otten
2.5.1. Wichtige Faktoren für die Entwicklung eines Konzepts zum interkulturellen Lernen
2.5.2 Ziele interkulturellen Lernens bei H. Otten
2.5.2.1. Grundqualifikationen sozialen Handelns
2.5.2.2. Einstellungen
2.5.2.3. Wahrnehmung
2.5.2.4. Verhalten
2.5.3. Umsetzung der Ziele in die Praxis
2.6. Interkulturelles Lernen in der Schule
2.6.1. Schaffung der notwendigen Grundlagen für interkulturelles Lernen
2.6.2. Auswahl von Zielen interkulturellen Lernens für die Schule
2.6.2.1. Allgemeines Ziel
2.6.2.2. Bereichsziel
2.7. Konkrete Umsetzung der Ziele im Unterricht
2.7.1. Vorbereitende Schritte
2.7.2. Informationen zu den Schülern
2.7.3. Verlaufsplanung: Deutungsmuster zum Thema Haus
2.8. Interkulturelles Training im Rahmen der universitären Ausbildung
2.8.1. Allgemeine Bemerkungen
2.8.2. HOPIKOS: Ein Projekt für interkulturelles Training
2.8.2.1. Hintergründe und Ziele des Projekts
2.8.2.2. Aufbau des Trainings
2.9. Landeskundliche Interkulturalität in den Lehrplänen des G8 und G9
2.9.1. Verankerung der Landeskunde im Lehrplan Englisch des neunstufigen Gymnasiums (G9)
2.9.2. Verankerung der Landeskunde im Lehrplan des achtstufigen Gymnasiums (G8)
3. Analyse der Lehrwerke des neunstufigen Gymnasiums von Klasse fünf bis sieben
3.1 Analyse der Lehrbuchreihe English G aus dem Cornelsen Verlag
3.1.1 Eingehende Untersuchung der einzelnen Bände
3.1.1.1 Lehrbuch für die fünfte Jahrgangsstufe
3.1.1.2 Lehrbuch für die sechste Jahrgangsstufe
3.1.1.3 Lehrbuch für die siebte Jahrgangsstufe
3.2 Analyse der Lehrbuchreihe Green Line aus dem Klett- Verlag
3.2.1 Eingehende Untersuchung der einzelnen Bände
3.2.1.1 Lehrbuch für die fünfte Jahrgangsstufe
3.2.1.2. Lehrbuch für die sechste Jahrgangsstufe
3.2.1.3. Lehrbuch für die siebte Jahrgangsstufe
4. Analyse der Lehrbuchreihe Learning English- Green Line New für das achtstufige Gymnasium von Klasse fünf bis sieben
4.1 Analyse der einzelnen Bände
4.1.1 Lehrbuch für die fünfte Jahrgangsstufe
4.1.2 Lehrbuch für die sechste Jahrgangsstufe
4.1.3 Lehrbuch für die siebte Jahrgangsstufe
5. Schlussbemerkung
6. Bibliographie
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Umsetzung interkultureller Lernziele im Englischunterricht in Deutschland. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit moderne fremdsprachendidaktische Ansätze sowie die interkulturelle Kompetenz in aktuellen Lehrwerken für das neunstufige (G9) und achtstufige (G8) Gymnasium sowie in der Grundschule implementiert sind und wie diese durch Konzepte wie das HOPIKOS-Training in der universitären Ausbildung ergänzt werden können.
2.1. Klärung des Begriffes Kommunikative Kompetenz
Der Begriff der kommunikativen Kompetenz taucht als Schlagwort in vielen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen auf. In der Pädagogik, der Didaktik, der Soziologie, der Psychologie sowie den Wirtschaftswissenschaften finden sich Theorien über die Aneignung, die Notwendigkeit sowie den Wert einer kommunikativen Kompetenz. Bei dieser Gelegenheit bleiben inhaltliche und definitorische Aspekte meist unbeachtet. Man kommuniziert über kommunikative Kompetenz, als ob eine begriffliche Bestimmung nicht vonnöten wäre.
Der Begriff wird oft unreflektiert als bekannt vorausgesetzt und in den verschiedensten Bedeutungskontexten benutzt.
Das Konstrukt der kommunikativen Kompetenz entstand Anfang der 1970er Jahre aus der Unzufriedenheit mit dem zu dieser Zeit vorherrschenden instrumentalen Fremdsprachenunterricht. Audio-visuelle und audio-linguale Methoden hatten im Rahmen des sogenannten Bildungsbooms zu einer formalistischen Technisierung des Unterrichts (z.B. Sprachlabor) geführt. Die mit der Studentenbewegung von 1968 einhergehende Veränderung sozialer Prioritäten hatte einerseits einen Bruch mit den philologischen Wissenschaften zur Konsequenz, sie führte andererseits zur Hinwendung zu erziehungswissenschaftlichen Fächern sowie zur Sozio-, Psycho- oder Pragmalinguistik.
1. Vorwort: Der Fremdsprachenunterricht in Deutschland hat sich gewandelt, wobei die kommunikative und interkulturelle Kompetenz die dominierenden Ziele der letzten 30 Jahre sind.
2. Grundlagen der landeskundlichen Interkulturalität: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente, die Begriffe kommunikative und interkulturelle Kompetenz sowie die Notwendigkeit interkultureller Bildung in einer multikulturellen Gesellschaft.
3. Analyse der Lehrwerke des neunstufigen Gymnasiums von Klasse fünf bis sieben: Hier werden die Buchreihen "English G" und "Green Line" kritisch auf ihre Umsetzung interkultureller und kommunikativer Prinzipien untersucht.
4. Analyse der Lehrbuchreihe Learning English- Green Line New für das achtstufige Gymnasium von Klasse fünf bis sieben: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Lehrwerkreihe für das achtstufige Gymnasium und bewertet deren modernen Ansatz im Vergleich zum G9.
5. Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass interkulturelle Bildung ein komplexer Lernprozess ist, der in der Schule und Hochschule noch weiter gestärkt werden muss.
6. Bibliographie: Ein Verzeichnis aller verwendeten Quellen, aufgeteilt in Lehrwerke und Sekundärliteratur.
Interkulturelle Kompetenz, Kommunikative Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Landeskunde, Sprachdidaktik, Pragmadidaktik, Lehrwerkanalyse, Deutungsmuster, Interkulturelles Lernen, Globalisierung, Identitätsbildung, Mediation, Schüleraustausch, HOPIKOS, Fremdverstehen
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Etablierung des interkulturellen Lernens im Fremdsprachenunterricht und analysiert, wie moderne Ansätze zur Förderung interkultureller Kompetenz in der deutschen Schulpraxis und in aktuellen Lehrwerken umgesetzt werden.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von kommunikativer und interkultureller Kompetenz, die Bedeutung von Deutungsmustern, die Rolle des Lehrers als Moderator sowie die kritische Untersuchung von Lehrwerken für verschiedene Gymnasialformen.
Das Ziel ist es, den Status quo der interkulturellen Bildung im Fremdsprachenunterricht zu evaluieren und aufzuzeigen, wie Schüler durch geeignete didaktische Maßnahmen zu einer angemessenen interkulturellen Kommunikation befähigt werden können.
Die Autorin verwendet einen theoretisch-analytischen Ansatz. Neben der Aufarbeitung fremdsprachendidaktischer Literatur wird eine vergleichende Analyse verschiedener Englisch-Lehrwerke für das G8 und G9 durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (inkl. Ottens Konzept), die Erörterung des interkulturellen Trainings in der universitären Ausbildung (HOPIKOS) sowie die detaillierte Untersuchung spezifischer Lehrbuchreihen (English G, Green Line).
Die wichtigsten Schlagworte sind interkulturelle Kompetenz, Lehrwerkanalyse, Sprachdidaktik, interkulturelles Lernen und Fremdsprachenunterricht.
Dieser Ansatz dient als wichtiges theoretisches Instrument, um den Lernprozess von der reflexiven Krise (Befremdung) über die Analyse bis hin zum Transfer des Gelernten strukturiert abzubilden.
Die Autorin bemängelt unter anderem die teilweise mangelnde Authentizität der Texte, die unzureichende Berücksichtigung sozialer Konflikte und die Vernachlässigung der mündlichen Mediation in einigen Bänden.
Die Autorin plädiert für ergänzende Programme wie "HOPIKOS", da sie der Meinung ist, dass eine rein theoretische Ausbildung an Universitäten nicht ausreicht, um Studierende praxisnah auf interkulturelle Herausforderungen vorzubereiten.
Die Autorin betont, dass die Grundschule ein idealer Ort ist, um frühzeitig Grundlagen für Offenheit und Neugier zu legen, da Kinder in diesem Alter noch weniger von starren Vorurteilen geprägt sind als Erwachsene.
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