Magisterarbeit, 2007
83 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand und Quellenlage
2. Thematische Einführung
2.1 Die Niederlande und der Asienhandel im 17. Jahrhundert
2.2 Die Politik der VOC
2.3 Das Kap der Guten Hoffnung vor 1652
3. Verwaltung
3.1 Aufbau der Verwaltung
3.2 Kommissare der Kompanie
3.3 Kommandanten und Gouverneure der Kolonie
3.3.1 Jan van Riebeeck (1652–1662)
3.3.2 Zacharias Wagener (1662–1666)
3.3.3 Usbrand Godske (1672–1676)
3.3.4 Simon van der Stel (1679–1699)
4. Wirtschaft der Kapkolonie
4.1 Die wirtschaftliche Entwicklung der Kapkolonie
4.2 Phaseneinteilung
4.2.1 Gründungsphase
4.2.2 Konsolidierungsphase
4.2.3 Expansionsphase
4.3 Handelsbeziehungen zu den Khoikhoi
4.4 Frequentierung des Kapstützpunktes
4.5 Fazit
5. Sozialstruktur der Kapkolonie
5.1 Freibürgersystem
5.2 Sklaverei am Kap
5.3 Demographische Entwicklung
5.4 Fazit
6. Ausblick auf das 18. Jahrhundert
6.1 Wirtschaft
6.2 Freibürgersystem
6.3 Sklaverei
6.4 Fazit
7. Schlußbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung der niederländischen Kolonie am Kap der Guten Hoffnung im 17. Jahrhundert, von ihrer Gründung durch die VOC im Jahr 1652 bis zum Ende des Jahrhunderts. Das Hauptziel besteht darin, die politischen, sozialen und ökonomischen Verknüpfungen der Koloniegründung herauszufinden und dabei die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern die Entscheidungen der VOC bezüglich des Kaps ökonomisch motiviert waren und wie diese die soziale Entwicklung der Kapregion beeinflussten.
1. Einleitung
„Kap der Stürme“ versus „Kap der Guten Hoffnung“. Die Südspitze des afrikanischen Kontinents wurde erstmals im Jahr 1488 durch den portugiesischen Seefahrer Bartolomeu Diaz umrundet. Er nannte es ob der widrigen Wetterbedingungen „Kap der Stürme“. Die Umbenennung durch die portugiesische Krone in „Kap der Guten Hoffnung“ hatte auch psychologische Gründe. Man wollte den Seefahrern nicht das Gefühl vermitteln, die Umsegelung sei zu gefährlich. Der natürliche Schutzhafen in der Tafelbucht diente Ostindienfahrern als Erfrischungsstation. Die Portugiesen und Engländer nutzten ihn nur sporadisch, die Niederländer seit dem frühen 17. Jahrhundert regelmäßig. Eine dauerhafte Kontrolle durch eine Niederlassung lag daher nahe.
Im Jahre 1652 ließ die Vereinigte Ostindische Kompanie dort eine Versorgungsstation für ihre Handelsflotte errichten. Diese Station sollte von Kompanieangestellten bewirtschaftet werden. Innerhalb weniger Jahre entschied sich die Kompanieleitung indes aufgrund finanzieller Erwägungen, die landwirtschaftliche Produktion Privatleuten, so genannten Freileuten, zu übergeben, wodurch sich der Stützpunkt im Laufe des 17. Jahrhunderts zur Siedlungskolonie entwickelte. Ein Prozeß, den die VOC weder vorhergesehen noch beabsichtigt hatte. Der ursprüngliche Beweggrund war die Errichtung „einer kleinen Erfrischungsstation zur Unterstützung der Retourflotten auf ihrem Weg von und nach Osten.“
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die historische Ausgangslage des Kaps der Guten Hoffnung und stellt die Forschungsfragen sowie die Arbeitshypothesen zur wirtschaftlichen Motivation der VOC vor.
2. Thematische Einführung: Dieses Kapitel bettet die Kolonie in den historischen Kontext der europäischen Expansion und des niederländischen Asienhandels im 17. Jahrhundert ein.
3. Verwaltung: Hier werden die Verwaltungsstrukturen, die Rolle der Kommissare sowie die Amtszeiten der verschiedenen Kommandanten und Gouverneure untersucht.
4. Wirtschaft der Kapkolonie: Der Hauptteil analysiert die wirtschaftliche Entwicklung in drei Phasen, die Handelsbeziehungen zu den Khoikhoi sowie die zunehmende Frequentierung des Stützpunktes.
5. Sozialstruktur der Kapkolonie: Dieses Kapitel widmet sich der sozialen Ausprägung, insbesondere dem Freibürgersystem, der Sklavenhaltung und der demographischen Entwicklung.
6. Ausblick auf das 18. Jahrhundert: Es wird die weitere Entwicklung der Kapkolonie im 18. Jahrhundert skizziert, wobei der Schwerpunkt auf der wirtschaftlichen Spezialisierung und dem Schicksal der Freibürger liegt.
7. Schlußbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der VOC-Entscheidungen und der Feststellung, dass die Koloniegründung maßgeblich ökonomisch begründet war.
VOC, Kapkolonie, Vereinigte Ostindische Kompanie, 17. Jahrhundert, Freibürgersystem, Sklaverei, Khoikhoi, Versorgungsstation, Landwirtschaft, Handelsbeziehungen, Siedlungskolonie, Wirtschaftsgeschichte, Kap der Guten Hoffnung, Jan van Riebeeck, Simon van der Stel.
Die Magisterarbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der niederländischen Kolonie am Kap der Guten Hoffnung im 17. Jahrhundert.
Zentrale Themen sind die Gründung des Stützpunktes durch die VOC, die Verwaltung, die wirtschaftliche Autarkie der Kolonie, die Beziehungen zur indigenen Bevölkerung (Khoikhoi) sowie die Entstehung einer Siedlergesellschaft durch Freibürger und Sklaven.
Das Ziel ist es, die politischen, sozialen und ökonomischen Verknüpfungen der Kapkolonie aufzudecken und zu belegen, dass alle Entscheidungen der VOC ökonomisch motiviert waren.
Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Quellenanalyse von primären Dokumenten (Briefe, Berichte, Statistiken des Nationalarchivs Den Haag) in Verbindung mit zeitgenössischen Reisebeschreibungen.
Im Hauptteil werden die Entwicklungsphasen (Gründung, Konsolidierung, Expansion) sowie die sozialen Schichten und die wirtschaftliche Frequentierung durch Schiffe detailliert analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie VOC, Freibürgersystem, Sklaverei, Kapkolonie und wirtschaftliche Versorgung geprägt.
Die Khoikhoi waren als Viehzüchter für die Versorgung der VOC-Flotte mit frischem Fleisch essenziell, verloren jedoch durch die Expansion der Kolonie zunehmend an Bedeutung und wurden ins Hinterland gedrängt.
Nein, der ursprüngliche Plan der VOC war rein utilitaristisch; die Entwicklung zur Siedlungskolonie war ein durch ökonomische Zwänge ausgelöster, ungeplanter Prozess.
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