Diplomarbeit, 2008
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Anlass und Ziel der Arbeit
1.2 Methodik und Vorgehensweise
2 Lehrpfade in der Umweltbildung
2.1 Historische Entwicklung von Natur-Lehrpfaden
2.2 Vermittlungsmethoden
2.3 Technische Darstellungsmöglichkeiten
2.4 Typen von Lehrpfaden
2.4.1 Klassischer Lehrpfad
2.4.2 Lernpfad
2.4.3 Erlebnispfad
2.4.4 Interpretationspfad
2.4.5 Klassischer Themenweg
2.5 Anforderungen an einen zeitgemäßen Lehrpfad
3 Historische Entwicklung und Konzeption des Museumsdorfes
4 Konzeption des Heide-Lehrpfades
4.1 Ziel des Pfades
4.2 Zielgruppe des Pfades
4.3 Methodische Einordnung des Pfades
4.4 Vermittlungsinhalte des Pfades
4.4.1 Der Begriff Heide
4.4.2 Verbreitungsgebiet von Heidevegetation
4.4.3 Entwicklung der Kulturlandschaft Heide
4.4.4 Heide als Lebensraum
4.4.5 Gefährdung der Heide
4.4.6 Naturschutz in der Lüneburger Heide
4.4.7 Militär in der Lüneburger Heide
4.5 Kooperation mit Umweltverbänden und touristischen Institutionen
4.5.1 Beteiligung der Verbände
4.5.2 Integration der Anregungen in die weitere Arbeit
4.5.3 Entwicklung eines Werbeflyers für die Öffentlichkeitsarbeit der Verbände
5 Aufbau und Gestaltung des Heide-Interpretationspfades
5.1 Stationen des Pfades
5.2 Informationsheft „Materialien zum Museumsbesuch“
5.3 Quiz
5.4 Werbeflyer und Internetauftritt des Heideweges
6 Fazit
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts für einen Lehrpfad im Museumsdorf Hösseringen, der Besuchern die Kulturlandschaft Heide als Lebensraum für Pflanzen und Tiere näherbringt und zum Schutz der Natur anregt.
4.4.1 Der Begriff Heide
Heide ist im Volksmund ein Begriff mit recht breit gefächerten Bedeutungen, unter dem längst nicht jeder das Gleiche versteht. So werden verschiedene Landschaften wie die baumlosen Bestände von Zwergsträuchern auf armen Sandböden in Nordwest-Deutschland, nährstoffarmes kalkhaltiges Grasland in den Bergen Süddeutschlands und offene Kiefernwälder auf den sandigen Ebenen des östlichen Mitteleuropas mit dem Begriff Heide bezeichnet. In allen diesen Fällen handelte es sich um gemeinschaftlich genutzte Landschaftsräume, so genannte Allmenden, auf denen die Bauern in der Vergangenheit ihr Vieh grasen lassen durften. Ursprünglich war Heide also eher ein Rechts- und Nutzungsbegriff als ein Ausdruck für einen bestimmten Vegetations- oder Landschaftstyp (HÜPPE 1993: 141; GORISSEN 1998: 12).
In der Vegetationskunde beschreibt der Begriff Heide einen Lebensraum, in dem die Zwergsträucher Calluna vulgaris (Besenheide), oder in feuchten Gebieten Erica tetralix (Glockenheide), dominieren. Hinzu kommen verschiedene Gräser und krautige Pflanzen, wobei auch hier die genaue Zusammensetzung von Bodenart, Nährstoffreichtum und Feuchtigkeitsgehalt abhängig ist (GORISSEN 1998: 12). Nach den vorherrschenden Arten oder Standorteigenschaften lassen sich insgesamt zwölf Heidetypen unterscheiden. So gibt es beispielsweise Calluna-Heiden, Silbergrasrasen, Wanderdünen, Feuchtheiden und Heideweiher. Diese Namen machen deutlich, dass sowohl die Artenzusammensetzung als auch die Standorte von Heiden sehr vielseitig sein können (ebd.: 14).
1 Einleitung: Vorstellung des Museumsdorfes Hösseringen und Definition der Zielsetzung für den geplanten Lehrpfad.
2 Lehrpfade in der Umweltbildung: Historischer Überblick über die Entwicklung von Lehrpfaden und Diskussion verschiedener Vermittlungsmethoden.
3 Historische Entwicklung und Konzeption des Museumsdorfes: Darstellung des Entstehungs- und Entwicklungsprozesses des Museumsdorfes als Freilichtmuseum.
4 Konzeption des Heide-Lehrpfades: Festlegung der inhaltlichen Ziele, der Zielgruppe und der methodischen Einordnung des Pfades.
5 Aufbau und Gestaltung des Heide-Interpretationspfades: Konkrete Ausarbeitung der Stationen sowie Entwicklung von Begleitmaterialien wie Quiz und Flyer.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele und Ausblick auf die praktische Umsetzung des Konzepts.
Museumsdorf Hösseringen, Heide, Lüneburger Heide, Lehrpfad, Umweltbildung, Landschaftsinterpretation, Naturschutz, Kulturlandschaft, Heidschnucken, Besucherlenkung, Artenvielfalt, Biotopschutz, Besenheide, Heidebauernwirtschaft, Naturerfahrung.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines neuen Lehrpfades innerhalb des Museumsdorfes Hösseringen, um das Verständnis für die Kulturlandschaft Heide zu vertiefen.
Schwerpunkte sind die Ökologie der Heide, die historische Entwicklung der Landschaft sowie moderne Methoden der Umweltpädagogik.
Ziel ist es, ein fachlich fundiertes und pädagogisch zeitgemäßes Lehrpfadkonzept zu erstellen, das Besucher informiert und gleichzeitig den Schutz des sensiblen Biotops fördert.
Die Arbeit nutzt Ansätze der Landschaftsinterpretation nach Ludwig, um komplexe ökologische Zusammenhänge unterhaltsam und lehrreich zu vermitteln.
Er umfasst die Festlegung von Inhalten für zehn Stationen, die Einbindung von Akteuren der Umweltverbände sowie die Gestaltung von Begleitmaterialien wie einem Informationsheft und einem Quiz.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Heide-Interpretation, Artenvielfalt, Naturschutz und nachhaltige Umweltkommunikation bestimmt.
Der Fuchs dient als Identifikationsfigur für Kinder, da er als Säugetier dem Menschen nah steht und die kindgerechte Vermittlung der Informationen auf den Tafeln unterstützt.
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