Diplomarbeit, 2008
84 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 PERSONALENTWICKLUNG (PE) IM UNTERNEHMEN
2.1 DEFINITION UND GEGENSTAND DER PE
2.2 INHALTE UND ABGRENZUNG DER PERSONALENTWICKLUNG
2.3 ZIELE DER PERSONALENTWICKLUNG
2.3.1 Ziele der verschiedenen Interessengruppen
2.3.2 Förderung von Schlüsselkompetenzen (SK)
2.4 FORMEN DER QUALIFIKATIONSVERMITTLUNG
2.4.1 Bildung am Arbeitsplatz (Training on the Job)
2.4.2 Bildung außerhalb des Arbeitsplatzes (Training off the job)
2.4.3 Neuere methodische Konzepte
3 OUTDOORTRAININGS IN DER PERSONALENTWICKLUNG
3.1 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
3.2 ERLEBNISPÄDAGOGIK ALS AUSGANGSPUNKT
3.3 DIFFERENZIERUNG GEGENÜBER DEN OUTDOORTRAININGS
3.4 LERNENDE ORGANISATIONEN
3.5 DIE FÜHRUNGSEBENE ALS ZIELGRUPPE
3.5.1 Führungsaufgaben
3.5.2 Erforderliche Schlüsselkompetenzen der Führungskräfte
3.6 DIE LERNZIELE DER OUTDOORTRAININGS
3.6.1 Grobziele
3.6.2 Feinziele
3.7 TRANSFER
3.7.1 Was heißt Transfer?
3.7.2 Das Transferproblem
3.7.3 Auswege aus der Transferproblematik
4 FALLSTUDIE
4.1 EINLEITUNG
4.1.1 Untersuchungen zum Outdoortraining mit Führungskräften
4.1.2 Ziele und Fragestellungen der Fallstudie
4.1.3 Auswahl der Untersuchungsmethode
4.1.4 Der Veranstalter Younit GmbH & Co.KG
4.1.5 Datenerhebung und Auswertung
4.1.6 Entwurf der Fragebögen
4.1.7 Durchführung der Befragung
4.2 FALLSTUDIE REEDEREI NYK LINE GMBH
4.2.1 Vorstellen des Unternehmens
4.2.2 Programmablauf, Methoden und Interaktionen
4.2.3 Vorhaben und Ziele des Veranstalters
4.2.4 Reflexion
4.3 AUSWERTUNG DER DATEN DES TEILNEHMERFRAGEBOGENS
4.4 MEINUNGEN DER PERSONALENTWICKLUNGSEBENE
4.5 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Outdoortrainings als Instrument der Personalentwicklung zur Förderung von Schlüsselkompetenzen bei Führungskräften. Zentral ist dabei die Frage, wie ein nachhaltiger Transfer der im Training erworbenen Erkenntnisse in den beruflichen Alltag gelingen kann, wobei eine Fallstudie als empirische Grundlage dient.
3.2 Erlebnispädagogik als Ausgangspunkt
Es ist von großer Bedeutung für das Verständnis der vorliegenden Arbeit, den historischen Hintergrund der Outdoortrainings kennenzulernen. Dabei wird deutlich, dass dieses neuere methodische Konzept keine Erfindung unserer Zeit ist, das sich über Nacht etablierte und auf einen einzigen Begründer zurückzuführen ist, sondern das seinen Ursprung in der Erlebnispädagogik hat.
Die Geschichte der Erlebnispädagogik ist gekennzeichnet durch ihre Vielschichtigkeit. Wie schon erwähnt, wurde sie nicht von einem Einzelnen begründet, sondern zahlreiche Philosophen, Pädagogen und Psychologen gelten als geistige Väter dieser Pädagogik. In der Fachliteratur werden von Platon, Aristoteles über Rousseau, Thoreau, Johann Heinrich Pestalozzi, John Dewey, William James, der Jugendbewegung und Reformpädagogik, Minna Specht, bis hin zum „Urvater“ der Erlebnispädagogik, Kurt Hahn, diese Denker und Richtungen genannt (vgl. Vogel, 2005, S. 15).
Der deutsche Reformpädagoge Kurt Hahn (1886-1974) hat keine komplett neuartige Pädagogik entwickelt. Vielmehr liegt sein Verdienst in der Verknüpfung der vorhandenen Ideen zu einem umfassenden Konzept. Ausgehend von den Verhältnissen um die vorletzte Jahrhundertwende, diagnostizierte er eine gesellschaftliche Demoralisation, den „Verfall der körperlichen Tauglichkeit, den Mangel an Sorgsamkeit, den Mangel an Initiative und Spontanität und den Mangel an menschlicher Anteilnahme“ (vgl. Stüwe, 1998, S. 20). Diesen Mängeln stellte er seine Elemente der Erlebnistherapie entgegen. Die da sind (vgl. Fischer & Ziegenspeck, 2000, S. 241):
1. Das körperliche Training (leichtathletische Übungen und Natursportarten, wie Segeln, Kanufahren und Bergwandern)
2. Das Projekt (Aufgabenstellung mit hoher, aber erreichbarer Zielsetzung bei selbstständiger Planung und Durchführung im handwerklich-technischen bzw. künstlerischen Bereich)
3. Die Organisation von Expeditionen (meist mehrtägige Berg- oder Skitouren, Floßfahrten etc., bei denen es neben der natursportlichen Aktivität auch um lebenspraktische Alltagserfahrungen gehen sollte, wie z.B. Versorgen, Transportieren und Nachtlager bereiten)
4. Der (Rettungs-)dienst (hier explizit von seinen Schülern, je nach Standort, geleistete Küstenwache bzw. See- oder Bergrettungsdienste)
1 EINLEITUNG: Die Einleitung analysiert den steigenden Stellenwert der Personalentwicklung durch globale Wettbewerbsfaktoren und führt in das Thema Outdoortrainings als Instrument zur Förderung von Schlüsselkompetenzen ein.
2 PERSONALENTWICKLUNG (PE) IM UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Personalentwicklung, erläutert die Komponenten Wissen, Können und Verhalten und analysiert die Ziele der verschiedenen Interessengruppen.
3 OUTDOORTRAININGS IN DER PERSONALENTWICKLUNG: Das dritte Kapitel stellt den erlebnispädagogischen Hintergrund von Outdoortrainings dar, definiert die Führungsebene als Zielgruppe und diskutiert kritisch die Transfermodelle für die praktische Anwendung.
4 FALLSTUDIE: Die Fallstudie überprüft anhand eines Führungskräfteseminars der Firma NYK Line durchgeführte Outdoortrainings und untersucht mittels Befragungen die Erreichung der Lernziele sowie bestehende Transferprobleme.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und die Ergebnisse der Fallstudie, betont die Wirksamkeit von Outdoortrainings und fordert eine nachhaltige Integration in die Unternehmenskultur.
Personalentwicklung, Outdoortraining, Schlüsselkompetenzen, Führungskräfte, Erlebnispädagogik, Transfer, Teamtraining, Personalmanagement, Unternehmensziele, Teamentwicklung, Mitarbeiterförderung, Handlungsorientiertes Lernen, Reflexion, Führungskompetenz, Sozialkompetenz.
Die Arbeit untersucht, inwieweit Outdoortrainings als moderne Methode der Personalentwicklung dazu beitragen können, Schlüsselkompetenzen bei Führungskräften zu fördern und deren Verhaltensspektrum nachhaltig zu erweitern.
Neben den theoretischen Grundlagen der Personalentwicklung und des Konzepts der „lernenden Organisation“ stehen die erlebnispädagogischen Ursprünge des Outdoortrainings sowie die spezifische Transferproblematik in den Berufsalltag im Mittelpunkt.
Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass zielgerichtete und reflektierte Outdoortrainings einen messbaren Nutzen für Unternehmen stiften, indem sie soziale, methodische und Selbstkompetenzen fördern.
Die Arbeit nutzt eine Literaturstudie zur theoretischen Fundierung und führt ergänzend eine qualitative Einzelfallstudie mittels offener Fragebögen bei Teilnehmern und Verantwortlichen eines konkreten Führungskräfteseminars durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung der Outdoortrainings, die Analyse der Führungsaufgaben und Kompetenzanforderungen sowie die detaillierte Auswertung der Fallstudie zur Wirksamkeit der Trainingsmaßnahmen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Personalentwicklung, Outdoortraining, Transfer, Schlüsselkompetenzen und Führungskräfteentwicklung charakterisiert.
Die Arbeit diskutiert intensiv drei Lernmodelle (The Mountains speak for themselves, Outward Bound Plus und das metaphorische Modell), um aufzuzeigen, wie durch gezielte Reflexion und Metaphernbildung der Transfer in den Arbeitsalltag gelingen kann.
Führungskräfte werden als primäre Zielgruppe identifiziert, da sie durch ihre Vorbildfunktion die erlernten Kompetenzen durch Synergieeffekte langfristig in alle Hierarchieebenen eines Unternehmens weitertragen können.
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