Projektarbeit, 2008
58 Seiten
1. Vorspann - Standort
2. Erster Abschnitt: Salutogenese – zertifizierte Fortbildungen als Projekt angewandter Kohärenz
3. Zweiter Abschnitt: Angewandte regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden – zertifizierte Fortbildungen als Projekt heilberuflicher Interventionen an der Grenze zwischen konventioneller und komplementärer Verfahren
4. Ausführungen zu beiden Abschnitten
4.1 Ältere und Jüngere - prognostisch vereint
4.2 Seniorenreintegration – die medizinische Herausforderung
4.3 Blick über die Grenzen – Japan und die „Alten-Wegwerf-Berge”
4.4 Koordinierte Bewegungstherapien - Verbesserung der Funktionskapazität bei älteren Menschen
4.5 Psychologische Therapie in den Zuwendungen – das Pendant zur somatischen Therapie
4.6 Senioren und Pflegebedarf – praktische Vorbereitung
4.7 Die unantastbare Würde des Menschen - Basis von Behandlungs-Führung und Behandlungs-Begleitung
4.8 Patientenverfügung
5. Die pädagogische Vereinbarung mit der Ländlichen Erwachsenenbildung
6. Die Voraussetzungen zur Planung der Erwachsenen-Bildung zur Fachkraft Salutogenese
7. Der Antrag zur Zertifizierung der „Fachkraft Salutogenese“
8. Das Zertifikat „Fachkraft Salutogenese“
9. Die Voraussetzungen zur Planung der Erwachsenen-Bildung zur „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden“
10. Der Antrag zur Zertifizierung der „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil Hilfsmethoden“
11. Das Zertifikat „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden“
12. Inhaltliche Quellen
13. Schrifttum
13.1 Vor-projektbezogenes Schrifttum der Autoren
13.2 Schrifttum zum laufenden Text (in Reihenfolge der Zitate)
Die Arbeit zielt darauf ab, durch das Konzept der medizinischen Salutogenese und die Einführung spezialisierter, zertifizierter Fortbildungen für Heil- und Pflegeberufe neue Wege in der Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention zu etablieren. Dabei steht die Stärkung der individuellen Ressourcen, eine verbesserte Patientenkommunikation sowie die Reintegration älterer Menschen im biopsychosozialen Kontext im Mittelpunkt der Forschungsfrage, wie eine moderne, ganzheitliche Patientenversorgung jenseits rein technokratischer Medizin realisiert werden kann.
4.3 Blick über die Grenzen – Japan und die „Alten-Wegwerf-Berge”
Um voraussichtliche Konsequenzen der sich verändernden Altersstrukturen für die sozialen Systeme rechtzeitig abfedern zu können, müssen alle betroffenen Staaten gemeinsam Strategien entwickeln, bzw. von den Nationen lernen, die bereits entsprechende Erfahrungen haben.
Zu diesen gehört vor allem Japan. Keine andere Nation altert so rapide. Das Nationale Institut für Bevölkerungsentwicklung und Soziale Sicherheit (NIBS) errechnete bereits 2006, dass 2020 nur noch 124 Millionen Menschen in Japan leben, von denen voraussichtlich 35% über 60 Jahre alt sein werden, mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 78 Jahren für Männer und 85 Jahren für Frauen wird kaum ein anderes Volk älter. Der Anteil junger Japaner unter 15 Jahren liegt dagegen auf dem tiefsten Stand der ganzen Welt, mit derzeit 13,6 Prozent an der Gesamtbevölkerung. 2010 werden knapp 7 Millionen Menschen in Ruhestand gehen, was knapp 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung entspräche. Bereits im Jahre 2006 befand sich jeder 5. Japaner im Rentenalter, 2015 wird es jeder 4. sein, bei zudem zunehmender Altersarmut. [11]
Vor diesem Szenario droht dem japanischen Sozialsystem langfristig der Kollaps - drastischer noch als in Deutschland. Als Gegenmaßnahme wurde 2006 das Renteneintrittsalter von 60 auf 65 Jahre angehoben, der Beitragssatz um jährlich 0,35% erhöht und die Rentenleistung von 59 auf 50 Prozent des Gehalts gekürzt. Im Gesundheitswesen wurden die Beitragssätze und der Eigenanteil an den Behandlungskosten deutlich erhöht, ein 5-Jahresplan soll die Geburtenrate verbessern.
Skurilere Ideen zur Entlastung der Rentenkassen hatte 2003 der damalige japanische Finanzminister Masajuro Shiokawa, mit 81 Jahren der Senior des Kabinetts, mit dem Vorschlag, japanische Greise ins Ausland zu exportieren.
1. Vorspann - Standort: Analysiert die demographische Entwicklung und die Notwendigkeit, den Patienten als Individuum wieder in den Mittelpunkt einer weniger technokratischen Medizin zu stellen.
2. Erster Abschnitt: Salutogenese – zertifizierte Fortbildungen als Projekt angewandter Kohärenz: Führt in das Modell der Salutogenese ein und erläutert die Bedeutung des Kohärenzgefühls für die Gesundheitsförderung.
3. Zweiter Abschnitt: Angewandte regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden – zertifizierte Fortbildungen als Projekt heilberuflicher Interventionen an der Grenze zwischen konventioneller und komplementärer Verfahren: Beschreibt die Konsekutiv-Weiterbildung und die Rolle der Fachkraft als Bindeglied zwischen verschiedenen medizinischen Ansätzen.
4. Ausführungen zu beiden Abschnitten: Behandelt spezifische Herausforderungen wie die Betreuung älterer Menschen, physiotherapeutische Ansätze, psychologische Therapien und ethische Fragen wie die Patientenverfügung.
5. Die pädagogische Vereinbarung mit der Ländlichen Erwachsenenbildung: Dokumentiert den rechtlichen Rahmen für die Bildungsmaßnahmen mit der Ländlichen Erwachsenenbildung Niedersachsen.
6. Die Voraussetzungen zur Planung der Erwachsenen-Bildung zur Fachkraft Salutogenese: Definiert Zeitumfang, Inhalte und Prüfungsmodalitäten für diese spezifische Weiterbildung.
7. Der Antrag zur Zertifizierung der „Fachkraft Salutogenese“: Listet die formalen Anforderungen und konzeptionellen Grundlagen für den Zertifizierungsantrag auf.
8. Das Zertifikat „Fachkraft Salutogenese“: Gibt Hinweise zur Struktur des vergebenen Zertifikats.
9. Die Voraussetzungen zur Planung der Erwachsenen-Bildung zur „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden“: Detailliert die Anforderungen für die weiterführende Konsekutiv-Weiterbildung.
10. Der Antrag zur Zertifizierung der „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil Hilfsmethoden“: Beschreibt den offiziellen Antragsprozess und die Struktur dieses erweiterten Fortbildungsgangs.
11. Das Zertifikat „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden“: Erläutert den Aufbau der entsprechenden Zertifizierung.
12. Inhaltliche Quellen: Reflektiert die begriffliche Definition von Salutogenese, Kohärenz und Regulation im medizinischen Kontext.
13. Schrifttum: Listet die für das Projekt relevanten Literaturquellen und die Vor-Publikationen der Autoren auf.
Salutogenese, Kohärenzgefühl, Gesundheitsförderung, Prävention, Altersmedizin, regulative Medizin, integrative Medizin, Patientenverfügung, psychologische Therapie, Gesundheitswissenschaft, Fachkraft, biopsychosoziales Modell, Pflegereintegration, Demographie, Ressourcenorientierung
Die Arbeit präsentiert Projektskizzen für zertifizierte Fortbildungen, die darauf abzielen, Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialwesens in Salutogenese sowie in integrativen und regulativen Heilmethoden zu schulen, um die Patientenbetreuung ganzheitlich zu verbessern.
Zentrale Themen sind die Anwendung salutogenetischer Modelle, die demographische Entwicklung, die Stärkung individueller Gesundheitsressourcen, ethische Fragestellungen in der Geriatrie sowie die Verbindung von konventionellen und komplementären Heilverfahren.
Das Ziel ist die Etablierung eines neuen, humanorientierten Betreuungsmodells, in dem Heilberufler durch zusätzliche Qualifikationen als Bindeglied zwischen Prävention und Rehabilitation fungieren können, um die Gesundheitsmotivation der Patienten nachhaltig zu stärken.
Die Arbeit basiert auf einem interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Soziologie, Psychosomatik, Gerontologie und der evidenzbasierten Medizin (sowie der medizinischen Empirik) verknüpft, um Curricula für eine berufliche Weiterbildung zu erstellen.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung des salutogenetischen Modells als auch die detaillierte Planung, Strukturierung und Zielgruppenbeschreibung der beiden Fortbildungsgänge zur „Fachkraft Salutogenese“ und zur „Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden“.
Die wichtigsten Begriffe sind Salutogenese, Kohärenz, Gesundheitsförderung, Integrative Medizin, Altersmedizin und biopsychosoziale Gesundheitsbetreuung.
Sie agiert als geschultes Teammitglied, das Patienten in ihren individuellen Gesundheitsbemühungen unterstützt, ihre Widerstandsressourcen stärkt und als Kommunikationsschnittstelle zwischen medizinischem Fachpersonal, Klienten und deren sozialem Umfeld fungiert.
Japan dient als Fallbeispiel für eine Nation, die aufgrund ihrer rapiden Alterung vor extremen gesellschaftlichen und pflegerischen Herausforderungen steht und damit wichtige Erkenntnisse für die gesundheitspolitische Strategieentwicklung anderer Industrienationen bietet.
Die "Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden" ist eine konsekutive Aufbauweiterbildung, die auf der "Fachkraft Salutogenese" basiert und zusätzlich Wissen in energetischen Anwendungen sowie integrativen Verfahren vermittelt.
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