Bachelorarbeit, 2021
71 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation / Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzungen der Arbeit
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Betriebswirtschaftliche Kennzahlen
2.1.1 Statische Liquiditätsanalyse
2.1.2 Dynamische Liquiditätsanalyse
2.1.3 Rentabilität
2.2 Unternehmenskrise
2.3 Insolvenz
3 Working-Capital-Management
3.1 Grundlagen und Abgrenzung des Working-Capital-Management
3.2 Handlungsfelder im Working-Capital-Management
3.2.1 Vorratsmanagement
3.2.2 Forderungsmanagement
3.2.3 Verbindlichkeitsmanagement
3.3 Cash Conversion Cycle
3.4 Konflikte des Working-Capital-Management in der Unternehmenspraxis
3.5 Betrachtung der dargestellten Grundlagen und Stand der Forschung
4 Maßnahmen des Working-Capital-Management im Kontext der COVID-19-Pandemie
4.1 Maßnahmen des Vorratsmanagement
4.2 Maßnahmen des Forderungsmanagement
4.3 Maßnahmen des Verbindlichkeitsmanagement
4.4 Zusammenfassende Darstellung
5 Anwendung des Working-Capital-Management und Ableitung einer Handlungsempfehlung
5.1 Anwendung des Working-Capital-Management im Kontext der COVID-19-Pandemie anhand eines fiktiven Fallbeispiels
5.1.1 Fiktive Ausgangssituation zum Ende des Geschäftsjahres 2019
5.1.2 Fiktive Situation zum Ende des Geschäftsjahres 2020
5.1.3 Fiktive Situation zum Ende des Geschäftsjahres 2020 nach Anwendung eines aktiven Working-Capital-Management
5.2 Handlungsempfehlung für Unternehmen im Kontext der COVID-19-Pandemie
6 Fazit und Ausblick
6.1 Zielerreichung und Beantwortung der Forschungsfrage
6.2 Kritische Reflexion der Methodik
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Potenzial des Working-Capital-Managements als strategisches Instrument zur Liquiditätsfreisetzung und Krisenbewältigung während der durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Belastungssituationen.
1.1 Ausgangssituation / Problemstellung
Unternehmen sind kontinuierlichen Schwankungen im Wirtschaftsleben ausgesetzt. Falsch eingeschätzte Marktsituationen, Managementfehler, Fehlinvestitionen, aber auch exogen hervorgerufene Ereignisse können zum Auslösen einer Krise führen. Durch das exogene Vorkommnis der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen wurden viele Teile der Wirtschaft stark getroffen. Insbesondere die Geschwindigkeit, mit der die Unternehmen von der COVID-19-Pandemie getroffen wurden, ließen kaum Zeit für die Vorbereitung von Maßnahmen. Dies führte aufgrund des atypischen Krisenverlaufs mit Blick auf die Geschwindigkeit und Tragweite bei einer Vielzahl von Unternehmen sehr schnell zu einer Liquiditätskrise. Der Kreditversicherer Euler Hermes spricht von der „größten Rezession seit dem 2. Weltkrieg“ und eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handlertages zufolge, rechneten vier von fünf Unternehmen im Jahr 2020 mit einem Umsatzrückgang. Die COVID-19-Pandemie wird damit zu einem Stresstest für viele Unternehmen und deren Finanzabteilungen. Für viele Unternehmen, welche sich in einer Krise befinden, wird die Liquidität zu einer knappen Ressource, da neben dem Umsatzrückgang und der verschlechterten Zahlungsmoral von Kunden auch der Zugang zu einer Zwischenfinanzierung durch Kredite erschwert sein kann. Ein Ansatz bietet das Management des Working-Capital, welches die Differenz von kurzfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Verbindlichkeiten bezeichnet. Durch die Optimierung von Prozessen der Wertschöpfungskette entlang, kann die Bindungsdauer des im Umlaufvermögen eingesetzten Kapitals reduziert werden. Ein aktives Working-Capital-Management ermöglicht kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten effizient zu nutzen, um Liquidität zu generieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Unternehmenskrise ein und leitet daraus die zentrale Forschungsfrage zur Rolle des Working-Capital-Managements ab.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Liquidität und Rentabilität sowie die Definitionen und Phasen von Unternehmenskrisen und Insolvenzen.
3 Working-Capital-Management: Hier werden die Handlungsfelder des Working-Capital-Managements, wie Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement, sowie der Cash Conversion Cycle theoretisch fundiert beschrieben.
4 Maßnahmen des Working-Capital-Management im Kontext der COVID-19-Pandemie: Dieses Kapitel analysiert spezifische Optimierungsmöglichkeiten in den Bereichen Vorrat, Forderungen und Verbindlichkeiten unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie.
5 Anwendung des Working-Capital-Management und Ableitung einer Handlungsempfehlung: Anhand eines fiktiven Fallbeispiels werden die theoretischen Maßnahmen praktisch angewandt, um die Auswirkungen auf die Liquidität und den Cashflow zu verdeutlichen.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und reflektiert kritisch über die gewählte Methodik sowie die Literaturlage.
Working-Capital-Management, Liquiditätskrise, Covid-19-Pandemie, Cash Conversion Cycle, Vorratsmanagement, Forderungsmanagement, Verbindlichkeitsmanagement, Liquiditätsanalyse, Unternehmenskrise, Factoring, Reverse Factoring, Finanzmanagement, Liquiditätssicherung, Bilanzanalyse, Krisenmanagement.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen in Krisensituationen, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, durch aktives Working-Capital-Management Liquidität sichern können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Optimierung des Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagements sowie der Verbesserung des Cash Conversion Cycles.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit können Maßnahmen des Working-Capital-Management dazu beitragen eine Liquiditätskrise abzuwenden?“
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit mit Literaturanalyse und anschließender Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf ein fiktives Fallbeispiel zur Verdeutlichung der Effekte.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Handlungsfelder im Working-Capital-Management und deren praktische Anwendung in einem Szenario vor und nach Optimierungsmaßnahmen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Liquiditätssicherung, Krisenmanagement, Working-Capital, Cashflow und die spezifischen Instrumente Factoring sowie Vorratsoptimierung.
Factoring ermöglicht durch den Verkauf von Forderungen eine sofortige Liquiditätszufließung, wodurch Liquiditätsengpässe überbrückt werden können, ohne auf klassische Bankkredite angewiesen zu sein.
Durch die Reduzierung von Lagerbeständen wird im Umlaufvermögen gebundenes Kapital freigesetzt, was die Liquidität erhöht, da weniger Mittel in nicht sofort benötigten Gütern gebunden sind.
Die statische Analyse betrachtet Bestandsgrößen zu einem bestimmten Stichtag, während die dynamische Analyse mittels Cashflow-Betrachtung die Zahlungsströme über eine Periode abbildet und somit eine realistischere Einschätzung der Zahlungsfähigkeit erlaubt.
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