Bachelorarbeit, 2008
34 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Umfang der Untersuchung
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung
3 Hauptaspekte der Unternehmenssteuerreform
3.1 Zinsschranke
3.1.1 Aufbau der Zinsschranke
3.1.2 Ausnahmen von der Zinsschranke
3.2 Senkung der Steuersätze
3.2.1 Senkung der Körperschaftsteuer
3.2.2 Änderungen bei der Gewerbesteuer
3.3 Abgeltungsteuer
3.4 Weitere Regelungen
4 Unternehmensbewertung nach Maßgabe der Unternehmenssteuerreform 2008
4.1 Zeitpunkt der Gesetzesänderung
4.2 Steuerbelastung von Eigenkapitalgeber-Einkünften
4.2.1 Kapitalgesellschaftsebene
4.2.2 Anteilseignerebene
4.3 Steuerbelastung von Fremdkapitalgeber-Einkünften
4.3.1 Steuerersparnis
4.4 Höhe des Diskontierungszinssatzes
4.4.1 Grundlagen
4.4.2 Tax-Shield
4.5 Konsequenz für den Unternehmenswert
5 Zusammenfassung
6 Kommentare der Industrie
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Praxis der Unternehmensbewertung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der steuerrechtlichen Analyse, um zu ermitteln, inwieweit die gesetzlichen Änderungen die zentralen Input-Faktoren von Bewertungsverfahren beeinflussen und ob diese Reformen zu einer nachhaltigen Veränderung in der Bewertungspraxis führen.
3.1.1 Aufbau der Zinsschranke
Die Zinsschranke verringert den Betriebsausgabenabzug direkt auf Unternehmensebene und ist unmittelbar an die Zinsaufwendungen in Abhängigkeit zu dem erwirtschafteten Gewinn gekoppelt. Die Einführung der Zinsschranke sieht einen Abzug der Zinsaufwendungen in Höhe der Zinserträge desselben Geschäftsjahres vor, jedoch einen maximalen Zinsabzug in Höhe von 30% des steuerlichen EBITDA. Zinsaufwendungen, die über diese Betrag hinaus gehen, sind zeitlich unbegrenzt als Zinsvortrag in die Folgejahre zu übernehmen verrechnet zu werden. Das folgende Beispiel stellt die Wirkung der Zinsschranke vereinfacht dar.
Es sei zu sagen, dass für obiges Beispiel vereinfachende Annahmen getroffen werden. So sind Zinsaufwendungen existent, jedoch liegen keine Zinserträge oder Abschreibungen vor. Bei Vorliegen von Zinsaufwendungen und Zinserträgen, wird der Saldo, also die Differenz für die Zinsschranke zur Grundlage der Bemessung.
Werden über die Grenzen der Zinsschranke hinausgehende Zinsaufwendungen als Zinsvortrag in das nächste Wirtschaftsjahr übernommen, so erhöhen sie in diesem die Zinsaufwendungen, ohne den maßgeblichen Gewinn gleichbedeutend zu beeinflussen. Unter bestimmten Voraussetzungen, können diese Zinsvorträge allerdings dezimiert oder vollständig eliminiert werden. So ist der Zinsvortrag u.a. nicht geschützt vor Aufgabe, Fusion oder Übertragung. Bei Kapitalgesellschaften kann der Zinsvortrag im Rahmen der Anteilsübertragung verloren gehen.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der steuerlichen Reformen auf Unternehmensbewertungen zu untersuchen und die zentrale Fragestellung der Reformrelevanz für die Praxis darzulegen.
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel skizziert die methodischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, insbesondere die Relevanz der Steuerbereinigung für die Bestimmung von Zukunftswerten.
3 Hauptaspekte der Unternehmenssteuerreform: Hier werden die Kernelemente der Reform wie die Zinsschranke, die Steuersatzsenkungen und die Abgeltungsteuer detailliert dargestellt und analysiert.
4 Unternehmensbewertung nach Maßgabe der Unternehmenssteuerreform 2008: Dieses Kapitel überträgt die Reformaspekte auf die Bewertungspraxis, analysiert die Auswirkungen auf den Diskontierungszins und das Tax-Shield.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert die Expertenmeinungen zur langfristigen Bewertungsneutralität der Reform.
6 Kommentare der Industrie: Dieses Kapitel führt verschiedene Expertenstimmen aus der Wirtschaft auf, die kritisch auf die neuen steuerlichen Rahmenbedingungen reagieren.
Unternehmenssteuerreform, Unternehmensbewertung, Zinsschranke, Abgeltungsteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Discounted Cash Flow, WACC, Kapitalkosten, Tax-Shield, Eigenkapital, Fremdkapital, Besteuerung, Steuerplanung, Bewertungspraxis.
Die Bachelorarbeit analysiert die steuerrechtlichen Änderungen durch die Unternehmenssteuerreform 2008 und deren Auswirkungen auf die Bewertung von Unternehmen.
Zentrale Themen sind die Einführung der Zinsschranke, die Senkung der Unternehmenssteuersätze sowie die Einführung der Abgeltungsteuer auf privater Ebene.
Die zentrale Frage ist, in welchem Ausmaß sich die Reform der Unternehmenssteuer 2008 auf die Input-Faktoren bei Unternehmensbewertungen auswirkt und ob diese gravierende Folgen für die Bewertungspraxis hat.
Die Arbeit nutzt eine steuerrechtliche Analyse der Gesetzgebung, um diese auf finanzmathematische Bewertungsmodelle wie das DCF-Verfahren oder das WACC-Konzept zu übertragen.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Steuerreform sowie der praktischen Anwendung dieser Änderungen auf die Ermittlung des Unternehmenswertes und des Diskontierungszinssatzes.
Schlüsselwörter sind unter anderem Unternehmenssteuerreform, Unternehmensbewertung, Zinsschranke, Abgeltungsteuer und Kapitalkosten.
Die Zinsschranke begrenzt den steuerlichen Abzug von Zinsaufwendungen auf 30% des steuerlichen EBITDA, wobei Zinsüberschüsse über diese Grenze hinaus als Zinsvortrag in Folgejahre übertragen werden können.
Die Reform führt durch pauschalierte Steuersätze (Abgeltungsteuer) zu einer Veränderung im Nachsteuer-CAPM, was wiederum den Diskontierungszins und die Marktrisikoprämie beeinflusst.
Die Escape-Klausel ermöglicht es Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa bei Einhaltung der Eigenkapitalquote oder Unterschreitung von Freigrenzen, von der Zinsschranke befreit zu werden.
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