Examensarbeit, 2002
116 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsklärung und Definition von Verhaltensstörungen
3 Prävention und Intervention von Verhaltensstörungen
3.1 Grundlegende Aspekte der Prävention
3.2 Präventionsmaßnahmen in der Schule
3.3 Interventionsmaßnahmen
3.4 Pädagogisch–therapeutische Intervention bei Verhaltensstörungen
3.5 Pädagogische Verhaltensmodifikation
4 Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung als Präventions- und Interventionsmaßnahme
4.1 Wahrnehmungsförderung
4.2 Spielen als pädagogisch-therapeutisches Verfahren
4.3 Entspannung und Meditation als pädagogisch-therapeutisches Verfahren
4.4 Pädagogische Mototherapie/Psychomotorik
4.4.1 Grundlagen und Begriffsklärung
4.4.2 Inhalt und Ziele der Psychomotorik
4.4.3 Rahmenbedingungen psychomotorischer Förderung
4.4.4 Die Gestaltung der Psychomotorik-Stunden
4.4.5 Einsatz psychomotorischer Förderung in der Schule
4.5 Intervention nach AYRES und AFFOLTER
4.6 Lernen durch Bewegung (nach FROSTIG)
5 Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse zur Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft „Sport und Spiele“
5.1 Ausgangssituation und Idee
5.2 Pädagogische Begründung
5.3 Rahmenbedingungen
5.4 Konzept und Zielsetzung der Arbeitsgemeinschaft
5.5 Umsetzung des Konzeptes
5.5.1 Vorbereitungsmaßnahmen
5.5.2 Grundgerüst
5.5.3 Gesamtaufbau
5.5.4 Regeln
5.5.5 Rituale
5.5.6 Die Teilnehmer
5.5.7 Themen
5.5.8 Vorstellung von zwei AG-Nachmittagen
5.6 Evaluation
5.6.1 Verlauf und verwendete Verfahren
5.6.2 Besonderheiten, Probleme und Grenzen
5.6.3 Analyse und Bewertung
5.7 Zielbetrachtung
5.8 Konsequenzen
6 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Prävention von Verhaltensstörungen bei Kindern durch Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie ein praktisch-empirisches Konzept – hier am Beispiel einer schulischen Arbeitsgemeinschaft – dazu beitragen kann, kindliche Entwicklungsprozesse zu stützen, Fehlentwicklungen vorzubeugen und soziale sowie emotionale Kompetenzen nachhaltig zu fördern.
1 Einleitung
„Können Kinder denn in unserer Lebensumwelt sich nicht frei bewegen und entfalten? Haben denn nicht alle Kinder täglich die Möglichkeit, sich auf dem Spielplatz oder in der Schule mit anderen Kindern bei Spiel und Sport frei und kreativ zu bewegen?“ (EGGERT 1995, S. 11)
Kinder erkunden, erleben und begreifen ihre personelle und dingliche Umwelt in ihren Wahrnehmungs- und Bewegungsaktivitäten. Sie lernen Fähigkeiten anderer Kinder einzuschätzen, treffen Absprachen im Bewegungsspiel, begreifen Regeln, streiten miteinander, kooperieren und erwerben auf diese Weise soziale Kompetenzen. Bewegung und Sinneserfahrung sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Unter der auf Leistung und Konsum orientierten Gesellschaft aber leiden die spezifischen Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder, die Umwelt wirkt durch Einengung der natürlichen Spielmöglichkeiten bewegungs- und wahrnehmungshemmend.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der eingeschränkten Bewegungsräume für Kinder ein und formuliert das Anliegen der Arbeit, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten bei Verhaltensstörungen aufzuzeigen.
2 Begriffsklärung und Definition von Verhaltensstörungen: Das Kapitel beleuchtet die vielschichtige Begriffsbildung und verschiedene theoretische Ansätze zur Definition von Verhaltensstörungen in der wissenschaftlichen Literatur.
3 Prävention und Intervention von Verhaltensstörungen: Hier werden grundlegende Präventionsmodelle vorgestellt und Strategien zur pädagogisch-therapeutischen Intervention bei Verhaltensstörungen diskutiert.
4 Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung als Präventions- und Interventionsmaßnahme: Dieses Kapitel verknüpft theoretische Konzepte der Wahrnehmungsförderung und Psychomotorik mit verschiedenen Ansätzen zur Förderung durch Bewegung und Spiel.
5 Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse zur Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft „Sport und Spiele“: Der empirische Teil dokumentiert die praktische Umsetzung eines Förderkonzepts in einer Arbeitsgemeinschaft und dessen anschließende Evaluation.
6 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung der Bewegungsförderung als wirkungsvolles Mittel zur Prävention von Verhaltensstörungen im schulischen Kontext.
Verhaltensstörungen, Prävention, Intervention, Psychomotorik, Wahrnehmungsförderung, Bewegungsförderung, Soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung, Grundschule, Pädagogisch-therapeutisches Konzept, Kindzentrierte Pädagogik, Lernumwelt, Sensorische Integration, Spielpädagogik, Selbstkonzept
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung als pädagogischem Präventionsinstrument bei Verhaltensstörungen im Grundschulalter.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Verhaltensstörungen, verschiedene Interventionsmethoden (wie Psychomotorik oder Mototherapie) und deren praktische Erprobung in einer Arbeitsgemeinschaft.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob gezielte Bewegungsangebote im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft einen Beitrag zur Prävention von Verhaltensstörungen leisten können.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu pädagogisch-therapeutischen Ansätzen und einer empirischen Praxisevaluation, inklusive Beobachtungen und Eltern-/Schülerbefragungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Bewegungsförderung und die detaillierte Darstellung, Planung und Auswertung einer real durchgeführten Arbeitsgemeinschaft.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychomotorik, Selbstkonzept, Prävention, soziale Handlungsfähigkeit und ganzheitliche Förderung geprägt.
Die Idee entstand aus der Erfahrung, dass spielerische Bewegung ein ideales Medium ist, um Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit zu stärken und soziale Interaktionsprozesse positiv zu beeinflussen.
Die Evaluation dient der wissenschaftlichen Überprüfung des Konzepts; dabei wird durch Beobachtungen und Befragungen analysiert, ob die Ziele (Spaß, soziale Kompetenz) erreicht wurden.
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