Diplomarbeit, 2003
53 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die KVV
2.1 Vorstellung der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs- GmbH
2.2 Vorstellung der Konzernabteilung Einkauf/ Materialwirtschaft
3 Schaffung der Grundlagen für die Einführung eines e-Procurementsystems
3.1 Vorgehensweise bei der Prozesszeitenermittlung in der Abteilung Einkauf
3.2 Vorgehensweise bei der Prozesszeitenermittlung der Abteilung Rechnungsprüfung
3.3 Vorgehensweise bei der Prozesszeitenermittlung in den einzelnen Lägern
3.4 Vorgehensweise bei der Prozesszeitenermittlung in den einzelnen Fachabteilungen
3.5 Ergebnis der Prozesskostenanalyse
4 Katalogbasierende elektronische Bestellsysteme (e-Procurementsysteme)
4.1 Darstellung eines e-Procurementsystems
4.2 Aufbau eines e-Procurementsystems
4.3 Arbeitsweise eines e-Procurementsystems
4.4 Auswirkungen auf die betrieblichen Strukturen des Unternehmens
4.5 Integration von einem e-Procurementsystem in das hauseigene ERP-System
4.6 Kosten eines e-Procurementsystems
5 Elektronische Marktplätze
5.1 Definition elektronischer Marktplatz
5.2 Arten von elektronischen Marktplätzen
5.3 Funktionsweise eines elektronischen Marktplatzes
5.4 Welche elektronischen Marktplätze gibt es?
5.5 Strategische Auswahl von elektronischen Marktplätzen
5.6 Was bietet der Marktplatz der M-Exchange?
5.7 Nutzung von externen Marktplätzen für die Beschaffung
6 Online-Auktionen
6.1 Definition von Online-Auktionen
6.2 Aufsetzen einer Auktion
6.3 Welche Online-Auktionsplattformen gibt es?
6.4 Arten von Online-Auktionen
6.5 Online-Auktionen in der praktischen Anwendung
6.6 Finanzierungsmodelle der Auktionsplattformen
7 Zukunftsausblick und Schlußbemerkung
Die Arbeit untersucht die betrieblichen Veränderungen durch elektronische Beschaffungsprozesse am Beispiel der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV), um Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen (Savings) durch den Einsatz digitaler Werkzeuge zu identifizieren.
4.2 Aufbau eines e-Procurementsystems
Der Aufbau einer e-Procurementlösung ist bei allen Anbietern relativ gleich. Der Anbieter hostet auf seinem Server eine Anzahl von elektronischen Katalogen, welche die vom Kunden bestimmten Lieferanten an den Dienstleister, sprich den Systemanbieter liefern. Lange musste man auf die Standardisierung solcher Kataloge warten.
In der letzten Zeit setzt sich für den Aufbau elektronischer Kataloge der BMEcat Version 2.0, welcher in Zusammenarbeit des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik mit einigen Unternehmen der deutschen Wirtschaft entwickelt wurde, durch. Der BMEcat basiert auf dem XML-Datenformat. Auf Basis dieses Formats liefern die Lieferanten Daten, welche ihre Produktpalette widerspiegeln und welche dann in das System des e-Procurementsystemanbieters eingespielt werden. Um dem späteren Anwender das Finden von bestimmten Artikeln über die elektronische Plattform zu ermöglichen, bekommt er die Möglichkeit über eine Suchmaschine Suchbegriffe einzugeben, die dann zu einem guten Resultat führen sollen. Das setzt aber voraus, dass die Artikel, welche sich in dem elektronischen Katalog befinden, systematisch klassifiziert sind.
Hier kennt man heute zwei führende Klassifizierungssysteme. Zum einen eCl@ss in der Version 4.1 und zum anderen UNSPSC, welches eine amerikanische Klassifizierungsmethode darstellt. „eCl@ss ist gekennzeichnet durch einen vierstufigen, hierarchischen Klassifikationsschlüssel mit einem aus 12.000 Begriffen bestehenden Schlagwortregister“. Die Arbeitsweise von eCl@ss kann man sich wie folgt vorstellen, verschiedene Materialen werden in bestimmte Artikelgruppen eingeordnet. Zum Beispiel eine Schieblehre würde man in der Gruppe 21 Werkzeug, Werkzeugmaschinen, in der Untergruppe 21-03 Messwerkzeuge als Klassifikationsnummer 21-03-01 Messschieber finden. Nun gibt es einen Unterschied zwischen der Bezeichnung Schieblehre und Messschieber. Messschieber ist die offizielle Bezeichnung, wobei Schieblehre ein Begriff aus dem Volksmund ist. Da aber kein Anwender genau weiß, ob der Messschieber unter Messschieber oder unter Schieblehre im elektronischen Katalog gelistet ist, muss die Suchmaschine eine so genannte Synonymsuche durchführen. D.h. wenn ein Anwender den Begriff Schieblehre in die Suchmaschine eingibt, muss das Ergebnis einen Messschieber zu Tage fördern. Der Zugriff auf die Kataloge des e-Procurementsystems erfolgt über das Internet.
1 Einleitung: Vorstellung der Zielsetzung, den Einfluss neuer elektronischer Medien auf das Beschaffungsmanagement bei der KVV zu analysieren.
2 Die KVV: Überblick über die Unternehmensstruktur der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH und deren Einkaufsabteilung.
3 Schaffung der Grundlagen für die Einführung eines e-Procurementsystems: Detaillierte Prozesskostenanalyse in den Abteilungen Einkauf, Rechnungsprüfung, Lager und Fachabteilungen.
4 Katalogbasierende elektronische Bestellsysteme (e-Procurementsysteme): Analyse der Funktionsweise, Integration, Kostenstrukturen und Auswirkungen auf die Unternehmensprozesse.
5 Elektronische Marktplätze: Definition, Arten, Funktionsweisen sowie strategische Entscheidungskriterien für den Einsatz branchenspezifischer Marktplätze.
6 Online-Auktionen: Darstellung von Reverse-Auctions, Auktionsregeln, verschiedenen Plattformen und deren praktische Anwendung zur Kostensenkung.
7 Zukunftsausblick und Schlußbemerkung: Einschätzung der weiteren Digitalisierungstrends im Einkauf und der zunehmenden Vernetzung von ERP-Systemen.
e-Procurement, elektronische Beschaffung, KVV, Prozesskostenanalyse, C-Teile-Management, Marktplätze, Online-Auktionen, Reverse-Auction, B2B, ERP-System, SAP R/3, Supply Chain Management, Savings, Katalogstandard, BMEcat.
Die Arbeit behandelt die digitale Transformation des Beschaffungswesens bei der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH durch die Einführung elektronischer Bestellsysteme, Marktplätze und Auktionsverfahren.
Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Katalogbestellsysteme (e-Procurement), elektronische Marktplätze für komplexe Bedarfe und Online-Auktionssysteme (Reverse Auctions).
Ziel ist es, die durch elektronische Medien erzielbaren Prozesskosteneinsparungen (Savings) und Effizienzgewinne im Einkauf aufzuzeigen und die Auswirkungen auf die betrieblichen Abläufe zu bewerten.
Der Autor führt eine detaillierte Prozesskostenanalyse durch, bei der Arbeitsabläufe in Einkauf, Lager, Rechnungsprüfung und Fachabteilungen zeitlich bewertet und in Relation zum Einkaufsvolumen gesetzt wurden.
Der Hauptteil umfasst die Analyse bestehender Geschäftsprozesse, den Vergleich von ASP-Lösungen und integrierten Systemen, die Auswahlstrategien für Marktplätze sowie Praxisbeispiele für erfolgreiche Online-Auktionen bei Bauleistungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Fachbegriffe wie e-Procurement, C-Teile, Prozesskosten, Schnittstellen-Integration (ERP), Reverse-Auctions und BMEcat charakterisiert.
Die Integration in das SAP R/3-System ist unerlässlich, um Durchgängigkeit zu erreichen, manuelle Rechnungsprüfungen zu eliminieren und den Einkaufsprozess bis zur Kontierung vollständig zu automatisieren.
Online-Auktionen werden bei der KVV primär als Verhandlungsinstrument für A-Güter und komplexe Bauleistungen eingesetzt, um durch den direkten Wettbewerb der Bieter signifikante Preisnachlässe zu erzielen.
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