Diplomarbeit, 2008
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Die demografische Entwicklung in der BRD
2.1. Begriffserklärung
2.2. Demografischer Wandel und Alterung der Gesellschaft
2.2.1. Rückgang der Fertilität
2.2.2. Rückgang der Mortalität
2.2.3. Anstieg der Lebenserwartung
2.2.4. Anstieg des Durchschnittsalters
2.3. Migration
2.4. Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
3. Konsequenzen für das Käuferverhalten
3.1. Kaufverhalten der Bevölkerung im Allgemeinen
3.2. Die Senioren
3.2.1. Die Einkommenssituation
3.2.2. Konsumverhalten
3.2.3. Alterserscheinungen und Kundenwünsche
3.2.4. Seniorenmarketing
4. Folgerungen für die Discounter und deren Konkurrenz
4.1. Abgrenzung
4.1.1. Convenience Stores und Fachgeschäfte
4.1.2. Supermärkte, Verbrauchermärkte und SB Warenhäuser
4.1.3. Discounter
4.2. Electronic Commerce als Konkurrenz für den Lebensmitteleinzelhandel
4.3. Anforderungen an Discounter
4.3.1. Aktuelle Marktsituation
4.3.2. Innere Veränderungen
4.3.3. Konkretisierung am Praxisbeispiel Lidl
4.3.3.1. Status Quo
4.3.3.2. Mögliche Neuerungen und Verbesserungsmaßnahmen
4.3.4. Inner City und die Integration in Shopping Center
5. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Anforderungen sich für den Discounthandel aus der demografischen Entwicklung in Deutschland ergeben. Ziel ist es, Lösungsstrategien für Discounter zu entwickeln, um die wachsende und kaufkräftige Zielgruppe der Senioren erfolgreich anzusprechen und sich gegen die wachsende Konkurrenz zu behaupten.
3. Konsequenzen für das Käuferverhalten
Mit dem Altern eines Menschen verändern sich auch kontinuierlich seine psychischen und physischen Eigenschaften. Früher noch auf der Heimfahrt von Arbeitsstätte zum Wohnort erledigt, fallen die Tageseinkäufe älteren Menschen nun deutlich schwerer. Oftmals ist es sogar mühsam den Weg zum nächsten Supermarkt hin und mit den Einkäufen wieder zurück zu gehen oder den Discounter im Gewerbegebiet mit dem Bus zu erreichen. Ist man dann einmal im Supermarkt so fällt einem auf, dass die Filialleitung wieder ein neues Ladenlayout umgesetzt hat und die Artikelsuche von vorne losgeht. Hat man schließlich nach langer Suche das Regal mit den Cerealien gefunden, so fällt zu vergangener Woche auf, dass wieder drei weitere Artikel eingelistet wurden. Somit sind es nun 15 verschiedene Sorten Cerealien die zur Auswahl stehen. Doch wo ist nur der Artikel hin, den wir sonst immer kaufen? Endlich gefunden, bemerkt man, dass er eine neue Verpackung bekommen hat. Nicht zu übersehen ist auch, dass der Hersteller mit „jetzt 25% mehr Inhalt“ wirbt. Die Verpackung ist nochmals größer und schwerer geworden. Aber das waren noch nicht alle Änderungen, denn zum Übel der sehschwächeren Kundschaft wurde der alte Preisschildersatz durch einen Neuen, in modernem „Look“ ersetzt; die Preise sind nun noch kleiner gedruckt und bei genauem Hinsehen erkennt man auch noch, dass der Preis gegenüber letzter Woche von EUR 3,29 auf EUR 3,79 gestiegen ist. An der Kasse angekommen, zieht die Kassiererin die Artikel so schnell über den Scanner, dass man nicht ansatzweise die Möglichkeit hat die Ware ordentlich in Tüten zu packen.
Dieses sehr überzogene Einkaufszenario soll einen kleinen Einblick geben, welche Probleme sich für Menschen höheren Alters heutzutage ergeben können. Die Bedürfnisse der älteren Menschen, die aus den exemplarisch dargestellten Problemen resultieren, unbeachtet zu lassen, wäre auf Grund der Annahme, dass die künftigen Alten, allein schon auf Grund ihres enorm großen Bevölkerungsanteils in der Lage sein werden, die Märkte zu beeinflussen, ein schwerwiegender Fehler. Hinzu kommt, dass Senioren über das höchste monatliche Nettoeinkommen aller Haushalte verfügen und gemeinsam mit den Babyboomern als die Gruppe mit der größten Kaufkraft in der BRD gelten. Für den Handel gilt es dieses enorme und wachsende Marktpotenzial auszuschöpfen und an diesem großen Umsatz- und Gewinnpotenzial teilzuhaben, was jedoch nur denjenigen gelingen wird, die sich frühzeitig mit der aktuellen Entwicklung auseinandersetzen und dadurch wissen, was diese Zielgruppe zukünftig will und braucht.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die demografische Entwicklung als zentrale Herausforderung für den Einzelhandel dar und formuliert das Ziel, Anpassungsstrategien für Discounter am Beispiel von Lidl zu erarbeiten.
2. Die demografische Entwicklung in der BRD: Dieses Kapitel definiert demografische Grundbegriffe und analysiert den Wandel der Gesellschaft durch Fertilitätsrückgang, Mortalitätssenkung und steigende Lebenserwartung.
3. Konsequenzen für das Käuferverhalten: Hier werden die Auswirkungen des Alterns auf das Konsumverhalten untersucht, wobei insbesondere die Senioren als wachsende, kaufkräftige Zielgruppe mit spezifischen Servicebedürfnissen identifiziert werden.
4. Folgerungen für die Discounter und deren Konkurrenz: Dieses Kapitel grenzt verschiedene Handelsbetriebsformen voneinander ab, untersucht die Rolle des E-Commerce und erarbeitet konkrete Anforderungen sowie Verbesserungsmöglichkeiten für Discounter im Umgang mit älteren Konsumenten.
5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Discounter zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch mehr Serviceorientierung und Standortnähe ihren Fokus über den reinen Preisfaktor hinaus erweitern müssen.
Demografischer Wandel, Discounthandel, Lidl, Seniorenmarketing, Kaufverhalten, Lebensmitteleinzelhandel, Bevölkerungsentwicklung, Serviceorientierung, Generation Silber, Konsumverhalten, Standortpolitik, Kundenbedürfnisse, Kaufkraft, E-Commerce, Marketingstrategie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an den deutschen Discounthandel, die sich aus der fortschreitenden demografischen Alterung der Gesellschaft ergeben.
Im Fokus stehen die demografische Bevölkerungsentwicklung, das veränderte Konsumverhalten älterer Menschen, die Wettbewerbslandschaft im Lebensmitteleinzelhandel und die strategische Positionierung von Discountern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Discounter ihr Geschäftsmodell anpassen müssen, um das wachsende Marktpotenzial der kaufkräftigen Generation 60 Plus zu erschließen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, der Auswertung statistischer Daten zur Bevölkerungsentwicklung sowie einer praxisorientierten Analyse am Beispiel der Discounter-Kette Lidl.
Der Hauptteil analysiert die Konsequenzen des demografischen Wandels für das Käuferverhalten, vergleicht verschiedene Einzelhandelsbetriebsformen und erarbeitet konkrete Anforderungen an Discounter, wie etwa Serviceanpassungen und neue Standortkonzepte.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie demografischer Wandel, Seniorenmarketing, Serviceorientierung, Wettbewerbsstrategien und Kaufkraft der Senioren geprägt.
Lidl hat die Problematik erkannt und erste Schritte unternommen, etwa durch die Aufnahme von Bio-Artikeln, bessere Preisauszeichnungen und Standortverlagerungen in innerstädtische Bereiche, weist aber laut Autor noch Defizite bei der allgemeinen Serviceorientierung auf.
Die Generation 60 Plus ist die einzige wachsende Bevölkerungsgruppe, verfügt über eine sehr hohe Kaufkraft und verlangt nach qualitativen sowie bedürfnisgerechten Produkten, was Discounter dazu zwingt, ihren reinen Preisfokus zu überdenken.
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